Freiräume

Erweiterung des Alaunparks ist einen Schritt weiter

In den ersten Sonnentagen wurde es wieder deutlich, die Äußere Neustadt hat zu wenig Erholungsflächen. Der Alaunpark als grüne Oase des Viertels gilt gerade an warmen Tagen nicht nur als Rückzugs- und Erholungsort für die zahlreichen Bewohnerinnen und Bewohner, sondern dient zunehmend auch vor allem jungen Menschen als Treffpunkt und Grillplatz. Um die nutzbare Fläche zu erweitern, waren schon vor geraumer Zeit Überlegungen angestellt worden, den Park in westliche Richtung zu erweitern. Das 40.000qm große Gelände, welches bis vor kurzem noch komplett dem Freistaat gehörte, war bis 1993 als Sport- und Exerzierplatz durch die in Dresden stationierten sowjetischen Soldaten genutzt worden.

Am Donnerstag verkündete die Stadt nun offiziell, dass die Verhandlungen mit dem Freistaat erfolgreich waren und ein Teil des bislang noch umzäunten Geländes übergeben werden konnte. Da jedoch insgesamt nur 450.000 Euro im aktuellen Haushaltsentwurf für die 2011 vom Stadtrat beschlossene Westerweiterung eingeplant waren, nahmen die Grünen bereits frühzeitig an, dass lediglich ein Drittel der Gesamtfläche gekauft werden sollte. Mit dem Kauf verpflichtete sich die Stadt dazu, vor der Öffnung den „behördlich genutzten Standort“ an der Königsbrücker Straße mit einem Zaun abzugrenzen und den Boden nach alter Munition abzusuchen.

Um das am Donnerstag erworbene knapp 15000qm große Grundstück endgültig nutzbar zu machen, soll nun bis Jahresende die Fläche durch das dafür zuständige Umweltamt von Altlasten und Schuttablagerungen befreit und ein neuer Boden aufgetragen werden. Die Parkerweiterung soll dann voraussichtlich erst im kommenden Frühjahr für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Ob auf dem weitaus größeren Teilstück, wie von den Grünen befürchtet, das Polizeirevier Nord, Luxuswohnungen oder ein Großmarkt hinkommen, ist bisher noch offen. Da in unmittelbarer Nachbarschaft bereits jetzt ein großes Areal für den Neubau von Eigentumswohnungen verwendet wird, liegt angesichts des niedrigen Leerstands in der Stadt vor allem der Neubau von Wohngebäuden als „interessante Alternative zum Haus am Stadtrand“ im Bereich das Möglichen.

Kommentare

  1. Hechti sagt:

    Na, toll. Eines der letzten nahezu ungestörten Biotope in der Neustadt wird für die Müll- und Lagerfeueridioten – hier euphemistisch Jugendliche genannt – zum Abschuss frei gegeben. Damit noch mehr rumgemüllt werden kann und auch das Areal westlich vom Alaunplatz genauso einnivelliert wird wie der Rest. Kein Rückzugsort mehr für Vögel und andere Kleintiere. Junge Bäume und Hecken müssen einem Areal weichen, dass den Charme von grün-schwarz angemalten Beton hat. Na klasse.

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