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Nordsachsen: Naziübergriffe und Sachbeschädigungen

In Nordsachsen ist es in den letzten Wochen nach Aussagen des Vereins „Vive le Courage“ zu mehreren Übergriffen durch Nazis gekommen. In der Nacht auf den 13. Juni zerstörten Unbekannte die Fensterscheiben des Vereinshauses in Mügeln und sprühten rechte Parolen. Nur einen Abend später versperrten in Oschatz 15-20 rechtsgerichtete Personen den Eingang zu einer privaten Feier in der bei Mügeln gelegenen Stadt und bedrohten die Anwesenden ohne dass die Polizei das zum Anlass nehmen wollte, einzugreifen. Am gleichen Abend zerschlugen Unbekannte erneut zwei Kellerfensterscheiben des Vereinshauses in Mügeln.
Nur eine Woche später beleidigten und bedrohten Nazis Besucherinnen und Besucher des Parkfestes in Schwerta unweit von Mügeln und zeigten mehrfach den Hitlergruß.

Angesichts dieser kurzen Auflistung von Vorfällen in einem nur sehr kurzem Zeitraum stellt sich die Frage, inwieweit sich an den Zuständen in Mügeln seit den schweren Übergriffen im August 2007 irgendetwas geändert hat. Damals musste sich eine Gruppe von acht Indern nach einem Streit auf einem Volksfest vor einer Gruppe von 50 Menschen in eine Pizzeria flüchten. Beim anschließenden Polizeieinsatz durch eine zufällig in der Nähe stationierte Einsatzhundertschaft wurden 14 Beamte von den Angreifern verletzt. Der Fall hatte nicht erst durch das Interview des Mügelner Bürgermeisters Gotthard Deuse mit der rechten Zeitung „Junge Freiheit“ weltweit für Empörung gesorgt.

In den anschließenden Prozessen wurden die an den Übergriffen beteiligten Personen zu Geld- bzw. Bewährungsstrafen verurteilt. Nur wenige Tage nach der Ausstrahlung einer Dokumentation über den Verlauf der Ereignisse im September 2009 wurden die Betreiber der Pizzeria Ziel eines rechten Übergriffs.

Dokumentation: „Der Tag, als der Mob die Inder hetzte“ :

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