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„Thor Steinar“ in der Neustadt unerwünscht?

Was in weiten Teilen Ostdeutschlands inzwischen leider kein Problem mehr ist, wurde in Dresden offenbar einem 19-Jährigen im alternativen Szeneviertel Neustadt in der Nacht auf Samstag zum Verhängnis. Aus einer Polizeimeldung geht hervor, dass ihm ein Unbekannter seine „Thor Steinar“ Jacke geraubt haben soll.

Die Modemarke „Thor Steinar“ gilt nicht erst seit heute zum szenetypischen Outfit von Menschen mit rechtem Gedankengut. Erst Ende vergangenen Jahres musste in Berlin Polizeipräsident Dieter Glietsch persönlich seinen Beamten erklären, dass sie auf Grund des eindeutigen Bezugs zur rechten Szene diese Sachen im Dienst nicht zu tragen haben. Er reagierte damit auf einen Vorfall auf einer Gedenkkundgebung in Moabit anlässlich des 70. Jahrestags der Reichspogromnacht, als einer seiner Beamten in Zivil mit einem „Thor Steinar“ Pullover die anwesenden Menschen provozierte.

Während in Leipzig einem „Thor Steinar“-Laden nach massiven Protesten gekündigt wurde und letztendlich schließen musste, existiert dessen im August 2008 eröffneter Dresdner Ableger „Larvik“ direkt in bester Innenstadtlage nach wie vor.

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