Alternative Dresden News

Solidarische Berichterstattung aus Dresden.

Nazis

Rassistischer Übergriff in Heidenau

21. Januar 2021 - 22:15 Uhr

Bei einem mutmaßlich rassistisch motivierten Übergriff wurde nach Polizeiangaben am frühen Dienstagabend gegen 17.40 Uhr ein 45 Jahre alter Mann angegriffen und verletzt. Nachdem zwei Angreifer den Mann in der Heidenauer Emil-Schemmel-Straße zunächst rassistisch beleidigt hatten, griffen sie ihn kurz darauf an und verletzten ihn leicht. Anschließend schütteten die beiden Täter die Tasche des Mannes aus und entfernten sich. Bereits kurz darauf konnte durch die Polizei ein 33-Jähriger als Tatverdächtiger identifiziert werden, der zweite Angreifer ist bislang noch unbekannt.


News

Eine bessere Veröffentlichung wäre möglich gewesen

20. Januar 2021 - 14:10 Uhr

Schriftzug auf einem Gebäude: "Die Revolution ist 1 Feminist:in"

Liebe Leser:innen,

am 8. Januar 2021 veröffentlichten wir ein „cross-posting“ von Indymedia, welches eine öffentliche Debatte zum Umgang mit Sexismus anhand eines konkreten Falles forderte. Wir finden die Auseinandersetzung mit Sexismus richtig und notwendig. Jedoch denken wir, dass die Form der Debatte auf addn.me nicht angemessen war. Im Nachgang müssen wir eingestehen, dass die Art und Weise der Veröffentlichung ein Fehler war und wollen dies selbstkritisch beleuchten. Wir wollen uns darüber hinaus bei allen Beteiligten entschuldigen – insbesondere bei den im Text genannten Gruppen und Einzelpersonen.

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Soziales

Mietenbündnis kritisiert steigende Zwangsräumungen trotz Corona-Pandemie

16. Januar 2021 - 15:30 Uhr

Die Mietmarkt ist ein bereits seit längerer Zeit heiß diskutiertes Thema in der Landeshauptstadt. Neben Leerstand und steigenden Mieten, ist dabei auch das Thema Zwangsräumungen immer wieder in der Öffentlichkeit präsent. Die finanziellen Folgen der Corona-Pandemie ließ die angezeigten und umgesetzten Zwangsräumungen auch im zurückliegenden Jahr 2020 steigen. Sachsens Justizministerin Katja Meier (Die Grünen) forderte als Reaktion darauf unlängst eine bundesweite Aussetzung von Zwangsräumungen. Auch das „Mietenwahnsinn stoppen!“-Bündnis aus Dresden hat sich inzwischen der Forderung angeschlossen.

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News

Statement des Ortskomitees von Women Defend Rojava Dresden zu den Veröffentlichungen vom 8. Januar 2021

15. Januar 2021 - 20:06 Uhr - 2 Ergänzungen

Wir, das Ortskomitee von Women Defend Rojava (WDR) in Dresden, haben die veröffentlichten Statements zur Kenntnis genommen.

Bis zu der Veröffentlichung am 8.1.2021 auf indymedia und addn.me war uns keines der zwei veröffentlichten Statements der „Dresden Ischen“ bekannt. Wir waren nicht die genannten Kontaktpersonen für eine weitere Auseinandersetzung. Wenn die Aufarbeitung der Geschehnisse gefordert und dabei unser Gruppennamen genannt wird, wendet euch direkt an uns und nicht an die öffentliche Presse.

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Soziales

Anwohner:innen kritisieren Polizeieinsatz: Schikane statt illegaler Corona-Party?

12. Januar 2021 - 19:13 Uhr - Eine Ergänzung

Wie der regionalen Presse zu entnehmen ist, soll es am 8. Januar 2021  zu einer „illegalen Corona-Party“ in einer Wohnung auf der Rudolfstraße im Scheunenhofviertel gekommen sein. Nach Hinweisen von Nachbar:innen habe die Polizei diese Party aufgelöst, die Personalien von sechs Personen in einer Wohnung aufgenommen und Anzeigen wegen des Verstoßes gegen die geltende Corona-Schutzverordnung eingeleitet, berichtet ein Polizeisprecher gegenüber zahlreichen Medien. Auch am Tag danach sorgt der Einsatz für Gesprächsstoff und Unverständnis im Viertel. Anwohner:innen widersprechen den Pressemeldungen und kritisieren die Polizei scharf. Wir haben mit zwei Menschen gesprochen, die im Viertel wohnen und den Polizeieinsatz beobachtet haben. [1]

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Kultur

„Ein begnadeter Techniker“ – Spirit of Bayon-Gym erinnert an Rukeli Trollmann

23. Dezember 2020 - 16:33 Uhr - Eine Ergänzung

Bild von Johann Wilhelm Rukeli Trollmann

Johann Wilhelm „Rukeli“ Trollmann war ein Star der deutschen Boxszene. Seine Sinti-Herkunft brachte ihn ins Visier des NS-Regimes. Seit 2012 erinnert ein Denkmal vor dem Festspielhaus Hellerau an das Leben des Sportlers. Ein Dresdner Sportverein, das Sprit of Bayon-Gym, übernimmt nun eine Patenschaft für das Denkmal und will künftig die Erinnerung an Trollmann stärken. Wir haben mit Eric und Kevin vom Spirit of Bayon-Gym gesprochen, um mehr über Trollmann, sein Leben und die Pläne des Gyms zu erfahren.

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Soziales

Krisenpolitik im Freistaat – Schuld sind immer die Anderen

22. Dezember 2020 - 14:16 Uhr

Ein Kommentar aus der Redaktion

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) rief vor gut zwei Wochen das Ende des Laissez-faire der Coronamaßnahmen aus und versucht inzwischen das Bild des starken Mannes in der Pandemie zu vermitteln. Die Schuld schiebt er „den Anderen“ zu: Covidiot:innen ebenso wie allen anderen, die sich seiner Auffassung nach nicht an die Maßnahmen hielten. Ein Ministerpräsident sollte die entscheidenden Fehler aber lieber bei sich selbst und der von ihm maßgeblich zu verantwortenden Politik suchen. Autoritäre Maßnahmen sind nicht alternativlos. Die von CDU, SPD und Grünen getragene Sächsische Landesregierung hat das letzte halbe Jahr versäumt, ernsthafte Vorsorge zu treffen.

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Soziales

Menschenrechte im Lockdown – Schikanen in Flüchtlingslagern und Abschiebungen aus Sachsen

19. Dezember 2020 - 17:39 Uhr

Über die katastrophalen und menschenverachtenden Zustände in Aufnahmeeinrichtungen für Geflüchtete gibt es zahlreiche Berichte. So wie z.B. im Mai 2020, als Bewohner:innen des Lagers im nordsächsischen Dölzig gegen die menschenunwürdigen Bedingungen protestierten. Die Meldungen über Schikane und Verletzungen der Menschenwürde in den Lagern reißen aber nicht ab. Erst am Dienstag veröffentlichte der Sächsische Flüchtlingsrat (SFR) eine Mitteilung über einen Vorfall, der sich bereits zu Monatsbeginn im Lager in der Hamburger Straße in Dresden ereignete. Darin wird von Zimmerdurchsuchungen, Polizeieinsätzen und der Aussperrung eines Bewohners berichtet. Die Heimbetreiber:innen begründen ihr Vorgehen in den meisten Fällen mit Bezug auf die Hausordnungen der Einrichtungen. Dabei ist fraglich, ob diese das Recht auf Privatsphäre und die Unverletzlichkeit der Wohnung (Artikel 13 GG) berücksichtigt. 

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