Alternative Dresden News

Solidarische Berichterstattung aus Dresden.

Antifa | Freiräume | Kultur

Die Landtagswahlen in Sachsen werfen ihre Schatten voraus

24. Juni 2019 - 11:55 Uhr

Die Aktivitäten gegen eine starke AfD im Sächsischen Landtag laufen auf vollen Touren. Aktive Linke sowie zivilgesellschaftliche Akteurinnen und Akteure haben aktuell alle Hände voll zu tun, den „Sommer der Solidarität“ vorzubereiten. Unter dem Motto #wannwennnichtjetzt wird derzeit eine Marktplatz- und Konzerttour durch Sachsen sowie Brandenburg und Thüringen vorbereitet. Ziele sind eine langfristige Vernetzung und Sichtbarkeit linker und solidarischer Strukturen, besonders in den Regionen, in denen es einen rechten Konsens zu geben scheint. Die Marktplatz- und Konzerttour führt ab Juli nach Zwickau (20.7.), Bautzen (27.7.), Annaberg-Buchholz (3.8.), Plauen (10.8.) und Grimma (30./31.8.).

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Soziales

Länderübergreifende Klimaaktion in Dresden

27. Juni 2019 - 00:23 Uhr

Am Montagnachmittag versammelten sich mehrere dutzend Demonstrierende vor dem Albertinum in Dresden, wo sich zur gleichen Zeit Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) auf den umstrittenen tschechischen Premierminister Andrej Babiš zu einem Meeting traf. Anlass für das Treffen war das erste „Europäische Forum für Wissenschaft, Forschung und Innovation in Dresden“, welches vom Freistaat Sachsen in Kooperation mit der „Helmholtz-Gemeinschaft“ organisiert wird. Neben Wolfgang Schäuble (CDU) hatte auch der polnische Premierminister Mateusz Morawiecki (PiS) an dem Forum teilgenommen. Das Ziel des Treffens ist eine stärkere Zusammenarbeit der Forschung im Dreiländereck.

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Antifa

Polizeieinsatz bei friedlicher Protestaktion in der Dresdner Altstadt

23. Juni 2019 - 17:00 Uhr

Am vergangenen Montag fand eine weitere Aktion im Rahmen der „AktionNichtNeutral“ statt. Gegen 21 Uhr fanden sich Schätzungen zufolge rund 200 Aktivistinnen und Aktivisten auf der Brühlschen Terasse vor dem Gebäude der Hochschule für Bildende Künste (HfbK) ein. Unter dem Motto „Noise Eats Neutrality“ sollte auf die Forderungen der Studierenden aufmerksam gemacht werden. Auf mehreren Bannern waren Slogans wie „Positioniert euch“ oder „Mucken statt Ducken“ zu lesen. In einer Pressemitteilung bekräftigten die Aktivistinnen und Aktivisten ihren Aufruf nach einer Positionierung der Dresdner Institutionen: „Wir fordern konsequente, öffentliche Standhaftigkeit und Handlung aller in der Überzeugung, dass die AfD nicht mit einer demokratischen, menschlichen Bildung, Forschung und Kultur zu vereinen ist. Es gibt schlichtweg keine Lehre, keine Wissenschaft und keine Kunst, die außerhalb dieses politischen Raumes steht und sich dieser Verantwortung entziehen kann.“ Nach Informationen der Polizei Sachsen lag keine Anmeldung bei den Behörden vor. Erst kürzlich hatten Studierende über mehrere Stunden die Bibliothek der Hochschule aus Protest gegen eine Kandidatur der Leiterin für die AfD besetzt.

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Soziales

Demo gegen Kriminalisierung von Seenotrettung

19. Juni 2019 - 19:29 Uhr

Am vergangenen Montag wurde in Dresden nicht nur wie üblich von „Hope“ und „Nationalismus raus aus den Köpfen“ gegen PEGIDA, sondern zusammen mit „Mission Lifeline“ auch gegen die anhaltende Kriminalisierung von Seenotrettung demonstriert. Dazu fanden sich bis zu 250 Menschen ein, die zuvor auf zwei Demonstrationsrouten durch die Innenstadt gezogen waren. Auf der Prager Straße vereinigten sich beide Züge und es wurde ein Spalier gebildet, durch das wenige Minuten später PEGIDA laufen musste. Auf beiden Seiten wurde mit etlichen „Mission Lifeline“-Fahnen und Slogans wie „Seenotrettung ist kein Verbrechen“ Solidarität gegenüber den kriminalisierten Seenotrettungsprojekten bekundet. PEGIDA reagierte mit entsprechend aggressiven Gesten und Rufen. Als der Zug vorbeigezogen war, ging ein Großteil der Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter Musik des Tolerave-Teams bis zum Kulturpalast, wo die Demonstration schließlich offiziell für beendet erklärt wurde. Auf ihrem Blog zeigte sich die Initiative im Nachgang erfreut: „Wir haben ihnen heute gezeigt, dass sie in Dresden nicht das Sagen haben. Wir haben für ein Leben in Freiheit und Sicherheit für alle demonstriert und das Recht auf Mobilität und Auswanderung. Heute und jederzeit, in Dresden und überall stehen wir für das Recht ein, über legale Wege nach Europa einwandern zu dürfen.“

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Freiräume

BRN-Review: Kitsch, Kommerz, Polizeikontrollen, Politik

18. Juni 2019 - 17:48 Uhr

Am Wochenende wurde die 29. Auflage der Bunten Republik Neustadt (BRN) gefeiert. Neben dem seit Jahren schon BRN-typischen kommerziell ausgerichteten Ständen, wurde in diesem Jahr immer wieder auf politische Themen aufmerksam gemacht. Bereits am Freitagabend hatte eine Gruppe auf der Königsbrücker Straße ein Haus besetzt, um auf Missstände wie immer weiter steigende Mietbelastungen, Wohnungsknappheit und die fortschreitende Verdrängung von Freiräumen aufmerksam zu machen. Am Sonntagnachmittag demonstrierten Klimaaktivistinnen und Aktivisten für mehr Klimagerechtigkeit. Kurz darauf kam es zu mehreren rassistisch motivierten Polizeikontrollen hinter der Scheune. Die Polizei, die das Wochenende über mit insgesamt 1.000 Beamtinnen und Beamten vor Ort war, sprach am Sonntag von einer „friedlichen Veranstaltung“. Bei mehreren zehntausend Besucherinnen und Besuchern wurden bis Sonntagnachmittag lediglich 89 Straftaten und Ordnungswidrigkeiten festgestelllt, fast die Hälfte davon waren Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz.

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Nazis

Dresdner Identitäre bei rechter Kampfsportveranstaltung in Sachsen

17. Juni 2019 - 18:09 Uhr

Bereits zum dritten Mal fand am Samstag den 8. Juni in Crossen das „Tiwaz: Kampf der freien Männer“ Kampfsportturnier statt. Wie schon bei der ersten Veranstaltung im letzten Jahr erfolgte die Anreise der Teilnehmerinnen und Teilnehmer über einen konspirativen Schleusungspunkt. Fand die Veranstaltung 2018 im erzgebirgischen Grünhain statt, wurden die Besucherinnen und Besucher in diesem Jahr über den Schleusungspunkt in Meerane zur Outdoor Paintballanlage des ShootClub Zwickau e.V. nach Crossen navigiert. Dort fanden sich am Samstagnachmittag über 350 Nazis aus dem gesamten Bundesgebiet ein, etwa einhundert mehr als noch im vergangenen Jahr. Laut Veranstalter wurden den Gästen 15 Kämpfe im Bereich MMA, Boxen und KI, sowie drei thematisch passende Redebeiträge geboten. Dass das Turnier mehr Menschen mobilisieren konnte als der zwei Wochen zuvor in Chemnitz stattgefundene „Tag der deutschen Zukunft“ zeigt erneut, dass der Szenetrend weg von Demonstrationen, hin zu Konzerten und Kampfsportevents geht. Mit dem „Schild&Schwert“-Festival und dem „Kampf der Niebelungen“ fanden im sächsischen Ostritz im Herbst 2018 zwei zentrale Events statt. Letzteres zog im vergangenen Oktober 700 aus ganz Europa angereiste Gäste in das Hotel „Neisseblick“ und zählt damit zu den größten rechten Kampfsportevents seiner Art in Deutschland.

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Freiräume

Hausbesetzung anlässlich der Bunten Republik Neustadt

16. Juni 2019 - 01:08 Uhr

Anlässlich des Stadtteilfestes „Bunte Republik Neustadt“ (BRN) hat eine Gruppe Aktivistinnen und Aktivisten in der Nacht auf 15. Juni 2019 ein seit geraumer Zeit leerstehendes Gebäude in der Königsbrücker Straße 14 besetzt. Nach Vorstellung der Besetzerinnen und Besetzer soll mit der Aktion der ursprünglich politische Geist der BRN wiederbelebt werden. Außerdem sei die Besetzung unter den gegebenen Umständen als legitimes Mittel anzusehen, um auf Missstände wie immer weiter steigende Mietbelastungen, Wohnungsknappheit und die fortschreitende Verdrängung von Freiräumen aufmerksam zu machen. Das alljährlich von mehreren zehntausend Menschen besuchte Stadtteilfest im Herzen der Äußeren Neustadt entstand im Sommer 1990 und verstand sich in seinen Anfängen als freies Territorium mit unabhängigen Strukturen und einer eigenen lokalen Währung.

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Nazis

Mädchen in Gorbitz angegriffen

14. Juni 2019 - 16:03 Uhr

Nach Polizeiangaben ist am vergangenen Dienstag gegen 11:30 Uhr ein 12jähriges Mädchen am Wölfnitzer Ring vermutlich aus rassistischen Motiven von einer Frau unvermittelt angegriffen und geschlagen worden. Nachdem sie dem Mädchen kurz danach an den Haaren gezogen hatte, entfernte sich die etwa 20 Jahre alte Frau in unbekannte Richtung. Die mutmaßliche Täterin soll schwarze Haare und eine kräftige Statur haben. Wer Hinweise zur Tat geben kann wird gebeten, sich unter der 0351-4832233 bei der Polizei zu melden.


Nazis

Rassistischer Übergriff in der Südvorstadt

11. Juni 2019 - 22:32 Uhr

Bereits am Samstagnachmittag ist es nach Polizeiangaben eine 26jährige Frau von einem Pärchen auf einem Supermarktparkplatz nach rassistischen Beleidigungen getreten worden. Nachdem der Mann die Frau zunächst rassistisch beleidigt und mit seinem Einkaufswagen angefahren hatte, rempelte er sie wenig später an und trat nach ihr. Als kurz darauf seine Begleiterin dazu kam, beleidigte auch sie die Frau rassistisch. Anschließend verließen die Beiden mit einem Auto den Parkplatz an der Schnorrstraße. Wer Hinweise zur Tat geben kann wird gebeten, sich unter der 0351-4832233 bei der Polizei zu melden.