Antifa

Bekennerschreiben nach Fahrzeugbrand aufgetaucht

Nach dem Brand eines Fahrzeuges im Dresdner Stadtteil Striesen, ist auf der Seite des linken Nachrichtenportals Indymedia ein Schreiben aufgetaucht, in der „militante Antifas“ die Verantwortung für den Brand übernommen hatten. In der Nacht auf Dienstag war zwischen 1 und 1:55 Uhr ein Auto im Bereich Niederwaldstraße/Voglerstraße in Brand geraten, dabei war auch ein zweites Fahrzeug durch die Flammen beschädigt worden. Da es sich bei dem Wagen um das Privatfahrzeug des umstrittenen TU-Politikwissenschaftlers Werner Patzelt (CDU) handelte, war bereits frühzeitig über ein politisches Motiv spekuliert worden. Patzelt, der zum Zeitpunkt des Brandes im Ausland war, kündigte an, sich davon nicht einschüchtern zu lassen.

In ihrem Text bezichtigten die mutmaßlichen Täter den an der TU Dresden lehrenden Professor, mit „seinen Büchern, Vorlesungen und Interviews den geistigen Nährboden dafür gelegt [zu haben], dass in Dresden und Sachsen seit Jahren rassistische Pogrome, faschistische Angriffe und eine ekelhafte konservative Politik passieren.“ Ihre Tat sei der Versuch, „geistige Brandstifter“ anzugreifen. Zugleich äußerten sie ihr Verständnis gegenüber einer Spontandemonstration von etwa 30 Personen, die am Montagabend vom Albertplatz aus mit Pyrotechnik durch die Äußere Neustadt gezogen waren. Dabei war im Anschluss an eine Demonstration von PEGIDA-Gegnerinnen und Gegner die Scheibe eine Klubs beschädigt und zwei Passanten teilweise schwer verletzt worden.

In der Vergangenheit hatte es immer wieder zum Teil deutliche Kritik am öffentlichen Auftreten Patzelts und dessen Verständnis für die seit Herbst 2014 andauernden rassistischen Proteste von Dresdner Bürgerinnen und Bürgern gegeben. Auf Flugblättern hatte schon vor knapp zwei Jahren eine Gruppe von Studierenden den Wissenschaftler dafür kritisiert, vor dem Hintergrund einer gestiegenen Zahl rechter Übergriffe, die zeitgleich stattfindenden rassistischen Proteste im Namen der Politikwissenschaft zu verharmlosen. Zugleich warfen sie ihm ebenso wie am Tag darauf eine Reihe von Angestellten des Instituts für Politikwissenschaften vor, die parallel dazu stattfindenden Gegenproteste mit verbalen Angriffen zu diskreditieren.

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