Antifa

Eine Mauer gegen den Faschismus

Eine Gruppe von Aktivistinnen und Aktivisten hat am Mittwochabend im Rahmen der bundesweiten Kampagne „Nationalismus ist keine Alternative“ (Nika) dem Dresdner Büro von „EinProzent“ in der Lingnerallee einen Besuch abgestattet und dabei die Eingangstür symbolisch zugemauert. Damit sollte dem erst 2016 im Zuge der rassistischen Mobilisierungen gegründeten Verein deutlich gemacht werden, dass ihr Treiben nicht unbeobachtet bleibt. In den zurückliegenden Monaten hatte der Verein im Stadtgebiet immer wieder medial kolportierte völkisch-rassistische Aktionen durchgeführt und dabei auf rechte Strukturen zurückgegriffen.

Nach Angaben der Gruppe versteht sich der Verein als „Lobbyorganisation für Heimatliebende“, welche einer vermeintlich unterdrückten Mehrheitsgesellschaft eine Stimme geben will. Der Anspruch ist dabei nicht nur eine weitere Vernetzung, sondern auch die finanzielle und logistische Unterstützung extrem rechter Aktionen und Strukturen, darunter bspw. der Identitären Bewegung (IB), PEGIDA und der Alternative für Deutschland (AfD). So wurde in der Vergangenheit bspw. die Kampagne „Defend Europe“ finanziell und logistisch unterstützt, bei der die IB Rettungsaktionen im Mittelmeer verhindern wollte.

Außerdem unterstützte „EinProzent“ die IB beim Kauf einer Immobilie in Halle nach dem Vorbild der neofaschistischen CasaPound in Italien. Neben dem Büro des AfD-Bundestagsabgeordneten Hans-Thomas Tillschneider sind in dem Gebäude auch Räumlichkeiten für die IB bzw. dessen Hallenser Ableger Kontrakultur. Hinter dem Verein stehen neurechte Verleger wie Götz Kubitschek und Philip Stein ebenso, wie der Mitbegründer und Chefredakteur des Compact-Magazins, Jürgen Elsässer. Das Ziel hinter Projekten wie dem Haus in der Adam-Kuckhoff-Straße ist klar: Einschüchterung und Provokation. Erst kürzlich hatten zwei Männer aus dem Haus heraus Polizeibeamte angegriffen und verletzt.

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