Alle Artikel im Ressort: Kultur

Freiräume | Kultur | News

Freie Radios in Sachsen in Gefahr (Update 30.11.)

30. November 2009 - 11:09 Uhr - 5 Ergänzungen

coloRadio DresdenIn einem Schreiben vom 13. Oktober wurden die drei freien sächsischen Radios: Radio t (Chemnitz), Radio BLAU (Leipzig) und coloRadio (Dresden) darüber informiert, dass sie ab Januar 2010 ihre Sende- und Leitungskosten selbst tragen müssen. Seit 2004 werden die Kosten für den Sendebetrieb vom Klassik- und Jazzsender apollo radio))) übernommen. Dieser finanziert sich fast ausschließlich über das Sächsische Gemeinschaftsprogramm GmbH der privaten Rundfunksender. Leider steht im Moment genau diese Finanzierung auf der Kippe, da die Privatfunkgesellschaften nicht bereit sind, den Ende 2009 auslaufenden Vertrag über die Leitungskosten mit apollo radio))) zu verlängern und damit die jährlichen Kosten von rund 40.000 Euro für den Erhalt der freien und unkommerziellen Radios zu übernehmen.

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Antifa | Kultur | News

30.11.2009 Vortragsreihe zu Antiziganismus in Europa (Teil 4/4)

30. November 2009 - 03:12 Uhr - Eine Ergänzung

Zwischen den Fronten – Die Vertreibung der Roma aus dem Kosovo und die Verantwortung der Internationalen Gemeinschaft

Wann? 30. November 2009, 20.00 Uhr
Wo? AZ Conni Dresden
Wer? Dirk Auer

Die Internationale Gemeinschaft hat während der vergangenen acht Jahre im Kosovo das größte Nationbuilding-Projekt aller Zeiten gesteuert. Geldmengen in Milliardenhöhe flossen und fließen jedes Jahr für Demokratie, den Aufbau der Ökonomie und die Durchsetzung und Einhaltung von Menschenrechten und rechtsstaatlichen Prinzipien. Doch die Situation der Roma hat sich nach der und durch die Intervention der Internationalen Gemeinschaft nicht gebessert. Im Gegenteil: Schätzungen zufolge wurden schon kurz nach dem Krieg von den ehemals 150.000 in Kosovo lebenden Roma zwei Drittel aus dem Land getrieben – und das alles unter den Augen der bereits stationierten NATO-Soldaten.
Die Situation der im Kosovo verbliebenen Roma ist bis heute desolat. Doch nun haben die deutschen Länderinnenminister und die Behörden des Kosovo ein Rücknahmeabkommen abgeschlossen. Massenweise erhalten die 25.000 Roma aus dem Kosovo, die zurzeit noch als geduldete Flüchtlinge in Deutschland leben, Briefe von den Ausländerämtern, in denen sie zur unverzüglichen Ausreise aufgefordert werden. Kommen sie dieser nicht nach, droht ihnen die Abschiebung – in ein Land, in dem Roma nach übereinstimmenden Berichten von Menschenrechtsorganisationen kaum eine Chance haben, ihre Existenz zu sichern.

Dirk Auer, Dr., geb. 1970, Sozialwissenschaftler. Lebt seit 2006 als freier Korrespondent in Sofia, von wo aus er für den ARD-Hörfunk über die verschiedenen Länder des Balkans berichtet (www.balkanbiro.de). Interessenschwerpunkte: Migration, Roma, Minderheitenpolitik. Betreibt die Webseite www.roma-kosovoinfo.com

Quelle: a.l.i.a.s. Dresden


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18.11.2009 Alternativen in der Krise (Teil 4/5)

18. November 2009 - 06:05 Uhr - Eine Ergänzung

Alternativen in der Krise IV: Solidarische Ökonomie

Wann? 18. November 2009, 19.00 Uhr
Wo? WIR AG Dresden
Wer? Werner Rätz

Lateinamerika war in den 70iger Jahren das „Versuchsfeld“ des Neoliberalismus in seiner radikalsten Form. Das Ergebnis war die existentielle Verarmung insbesondere der indigenen Bevölkerung in Lateinamerika. Die Folgen waren einerseits, dass gegenwärtig in Lateinamerika eine Vielzahl linker Regierungen gewählt wurden. Andererseits sah die existentiell betroffene Bevölkerung sich gezwungen, neue Formen der Ökonomie zu erproben, einfach um überleben zu können. Eine Vielzahl der Projekte lassen sich unter dem Begriff der solidarische Ökonomie fassen, die an diesem Abend im Mittelpunkt der Diskussion steht.

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Kultur | News

Veranstaltungsreihe „Im Fadenkreuz: Pressefreiheit in Mexiko“

15. November 2009 - 18:25 Uhr

Wer erschoss Brad Will? Ein Journalistenmord in Mexiko

Wann? 17. November 2009, 20.00 Uhr
Wo? veränderbar Dresden, Görlitzer Straße 42
Wer? Philip Tank (Mexiko Gruppe Dresden)

Journalisten leben in Mexiko gefährlich. Der US-Filmemacher Bradley Roland Will wurde am 27. Oktober 2006 in Oaxaca (Mexiko) von Unbekannten durch Schüsse getötet. Brad Will berichtete für das Nachrichtenportal Indymedia über die gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten vor dem Hintergrund sozialer Proteste in Südmexiko. Die Justiz ermittelt wegen Mordes gegen den Politaktivisten Juan Manuel Martinez. Kritiker aber halten diesen für einen Sündenbock und sprechen von Beweisfälschung in einem unfairen Verfahren. Der Vortrag zeigt Einzelheiten und Hintergründe des Falls auf, der beispielhaft für Mexikos Justizsystem ist.

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Kultur | News

Ein Denkmal für Dresden…

11. November 2009 - 10:53 Uhr

Heute hatte die Sächsische Zeitung in Dresden zu einer Diskussionsveranstaltung im Haus der Presse geladen, um über die Ausrichtung des Gedenkens am nächsten 13. Februar und über einen Denkmalvorschlag einer von lokalen Prominenten getragenen Bürgerinitiative zu diskutieren. Hier ein paar Eindrücke für alle die nicht an dieser Veranstaltung teilnehmen konnten.

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Antifa | Kultur | News

12.11.2009 Vortragsreihe zu Antiziganismus in Europa (Teil 3/4)

11. November 2009 - 09:34 Uhr

Übergriffe gegen Romaflüchtlinge in Italien und rassistische Hetzkampagnen

Wann? 12. November 2009, 20.00 Uhr
Wo? AZ Conni Dresden
Wer? Katrin Lange

In Italien greifen antiziganistische Stimmungsmache durch die Politik, Hetze gegen Roma und Sinti durch die Medien und antiziganistische Übergriffe durch die Bevölkerung in den letzten Jahren immer unheilvoller ineinander. Diese Entwicklung ist auch Teil von Faschisierungs-Tendenzen seit dem Regierungsantritt Berlusconi, aber bei weitem nicht alleine dadurch zu erklären. Antiziganistische Ressentiments sind vielmehr in der italienischen Mehrheitsbevölkerung seit langem weit verbreitet.
In dieser Veranstaltung soll der zunehmende Antiziganismus der letzten Jahre anhand von konkreten Beispielen auf dem Hintergrund seiner strukturellen Verankerung (Stichwort „Nomadencamps“) beleuchtet werden. Gleichzeitig werden Protagonist_innen eines Widerstandes gegen diese Entwicklungen vorgestellt.

Katrin Lange wohnt in Bremen und ist seit vielen Jahren in antirassistischen Initiativen aktiv, u.a. mehrjährige Mitarbeit im Roma-Bündnis-Nordwest. Sie hat mehrere Jahre in Italien und Albanien gelebt und gearbeitet.

Die letzte Veranstaltung der Vortragsreihe findet am 30.11. statt.

Quelle: a.l.i.a.s. Dresden


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10.11.2009 Diskussion im Haus der Presse

10. November 2009 - 11:33 Uhr

Braucht Dresden ein neues Denkmal, um der Opfer des 13. Februar 1945 zu gedenken?

Wann? 10. November 2009, 19.30 Uhr
Wo? Haus der Presse Dresden
Wer? Ludwig Güttler (Trompeter), Gunther Emmerlich (Entertainer), Michael Muster, Ralf Lunau (Kulturbürgermeister)

Gegenstand der Diskussionsveranstaltung mit dem parteilosen Kulturbürgermeister Ralf Lunau als Vertreter der Stadt, ist eine 100 Tonnen schwere Stahlkonstruktion des Chemnitzer Künstlers Michael Morgner. Die vier Meter hohe Figur zeigt einen Gestürzten, der sich mit eigener Kraft wieder aufrichtet und soll nach den Vorstellungen eines Initiativkreises als Symbol für den Willen zum Wiederaufbau der Stadt auf dem Platz neben der Semperoper gebaut werden. Auf ein öffentliches Verfahren reagierte der Künstler mit den Worten: „Ich möchte eine Debatte mit den Dresdnern, um zu wissen, ob sie die Idee mittragen.“. Eine Gelegenheit dazu bietet die Podiumsdiskussion im Verlagshaus der Sächsischen Zeitung, der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.


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Stolpersteine für Dresden

3. November 2009 - 10:38 Uhr - Eine Ergänzung

Seit 1997 wird mit in den Boden eingelassenen so genannten Stolpersteinen des Kölner Künstlers Gunter Demnig in Europa an das Schicksal der Menschen erinnert, die von den Nationalsozialisten während des Zweiten Weltkriegs ermordet, deportiert oder vertrieben wurden.

Im Rahmen dieses Projektes werden am 4. November im gesamten Stadtgebiet von Dresden die ersten fünf Steine Dresdner Opfer des Nationalsozialismus eingeweiht werden; ein im Frühjahr gegründeter Dresdner Verein sammelt dafür Spenden. Jeder der mit Hand gefertigten Stolpersteine benötigt einen oder mehrere Paten. Aus diesem Grund sind Privatpersonen aber auch Vereine, Stiftungen oder Parteien dazu aufgerufen, die Idee finanziell zu unterstützen. In die Messingtafeln der Steine werden nach Recherchen über das Schicksal der betroffenen Person die Worte „Hier wohnte“, der Name, Jahrgang und das Schicksal der Person eingestanzt. Mit den Gedenktafeln soll dauerhaft an die vielen Verfolgten des Nazi-Regimes erinnert werden.

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Kultur | News

30.10.-03.11.2009 „MOVE IT!“ Filmfestival in Dresden

29. Oktober 2009 - 14:15 Uhr

Das Thalia in der Äußeren Neustadt ist vom 30. Oktober bis zum 3. November Veranstaltungsort für die nun schon fünfte Auflage des entwicklungspolitischen Filmfestivals „MOVE IT!“. Nach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr wurde das Programm um zwei auf fünf Tage erweitert. Unter dem Motto „Menschenrechte und Entwicklung“ präsentiert die „Aktionsgemeinschaft für Kinder- und Frauenrechte“ (Akifra e.V.) auch in diesem Jahr wieder zahlreiche international preisgekrönte Produktionen und Premieren. Bei vier der deutschen Erstaufführungen werden die RegisseurInnen anwesend sein, um sich den Fragen der Zuschauerinnen und Zuschauer zu stellen und um ihre Projekte vorzustellen.

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Günter Wallraff kommt nach Dresden

28. Oktober 2009 - 12:05 Uhr - 5 Ergänzungen

In seinem neuen Film „Schwarz auf Weiss“ thematisiert der Journalist und Autor zahlreichen Bücher, Günter Wallraff, den Rassismus, mit dem farbige Menschen in Deutschland tagtäglich konfrontiert werden. Dabei wird er in einer Situation von Fans des Dresdner Fußballvereins Dynamo bei einem Auswärtsspiel im brandenburgischen Cottbus beschimpft (siehe Video unten).

Aus diesem Grund signalisierte der 67-jährige seine Bereitschaft, mit den Anhängerinnen und Anhängern des Vereins im Rahmen einer Diskussionsrunde ins Gespräch zu kommen. Das Dresdner Fanprojekt sowie Vertreter des Vereins begrüßten die Entscheidung.

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