International

Feministische Kämpfe – gestern, heute, morgen! – zweites Internationalistisches Festival in Dresden

31. Mai 2021 - 19:14 Uhr

Ab kommenden Mittwoch, den 2. Juni findet das zweite Internationalistische Festival in Dresden statt. Unter dem Motto „Feministische Kämpfe – gestern, heute, morgen!“ gibt es ein  umfangreiches Programm bestehend aus Vorträgen, Workshops und vielem mehr. Aufgrund der Corona-Pandemie finden die Veranstaltungen online statt. Organisiert wird das Festival vom Internationalistischen Zentrum in Dresden-Pieschen und dem Dresdner Ortskomitee von Women Defend Rojava.

So vielfältig wie sich feministische Kämpfe weltweit darstellen, so vielfältig ist auch das unlängst veröffentlichte Programm des zweiten Internationalistischen Festivals in Dresden. Der Vortrag warum Frauen eine Gewerkschaft brauchen, die Buchvorstellung „Dresden que(e)r durch das Jahrhundert. Geschichte und Geschichten von 1900 bis 2020“ und der Workshop zum Thema „Vulven in ihrer Vielfalt“ sind nur kleine Ausschnitte dessen, was vom 2. bis zum 6. Juni im Rahmen des Festival zu erleben sein wird. Dabei soll auch ein Einblick in die Geschichte von feministischen Kämpfen gegeben werden, um „für die Gegenwart zu lernen und gemeinsam für eine bessere und feministische Zukunft zu kämpfen. Dabei verbinden wir unsere lokalen Kämpfe mit der Welt!“, wie die Organisator:innen gegenüber addn.me erklärten. 

Ein besonderer Höhepunkt des Festivals ist die am Samstag stattfindende Podiumsdiskussion „Feminism for Future – Wege in eine solidarische Zukunft„. Dafür werden die Organisator:innen mit Koschka Linkerhand, CENÎ – dem kurdischen Frauenbüro für Frieden e.V. und Tarek Shukrallah über die feministische Bewegung der Zukunft ins Gespräch kommen. Ausgehend von ihren unterschiedlichen Ansätzen und Perspektiven soll diskutiert werden, wie eine radikalfeministische Gesellschaft aufgebaut werden kann. 

Bedauerlicherweise ist auf Grund der Corona-Pandemie ein größeres Zusammentreffen, wie vor drei Jahren beim 1. Internationalistischen Festival im Zentralwerk, nicht möglich. Deshalb werden die Veranstaltungen fast ausschließlich im digitalen Raum stattfinden. Nur der feministische Markt der Möglichkeiten am Sonntag, den 6. Juni, soll ein physisches Treffen von Aktivist:innen und einen Austausch über die erlangten Eindrücke ermöglichen. Den Abschluss bildet ein Stadtrundgang unter dem Titel „Flexen – Flâneusen* schreiben Städte. Lesung feministischer Literatur„, den die gruppe polar anbietet.

Bereits im Vorfeld haben verschiedene feministische Aktivist:innen ihre Unterstützung des Festivals zum Ausdruck gebracht und Grußworte veröffentlicht. Eine mexikanische Aktivistin von Ni Una Menos (Nicht Eine Weniger) schreibt über die bedrohliche Situation für Feminist:innen in dem Land: „Feministin zu sein ist in Mexiko gefährlich. Dieser Kampf ist notwendig, weil wir eine radikale Veränderung in unserer Generation und den kommenden Generationen brauchen. Wir sind in vielerlei Hinsicht zum Schweigen gebracht worden und werden das nicht mehr zulassen.“ Ni Una Menos ist eine Bewegung, die sich gegen Feminizide (Frauenmorde) organisiert. Sie ist ursprünglich in Argentinien entstanden und mittlerweile zur globalen Bewegung angewachsen. Auch bei der Kundgebung „Gegen Patriarchale Gewalt“ am 25. November in Dresden, gab es einen Beitrag der Ni Una Menos Bewegung. Weitere Grußworte für das Festival verfassten das Bildungskollektiv Educat, Rupali Bansode, Koschka Linkerhand, Feminista antirracista de Abya yala, das Herausgeber_innenkollektiv  des Buches “Wir wissen was wir wollen! Frauenrevolution in Nord- und Ostsyrien u.a.. 

Ein Festival zu organisieren, kostet viel Geld. Aus diesem Grund rufen die Organisator:innen dazu auf, die Veranstaltung finanziell zu unterstützen. Dafür können entweder symbolische Tickets an verschiedenen Lokalitäten wie dem Biospäti auf der Rudolstraße 7 oder im Falschen Hasen (Rudolf-Leonhard Straße 3) erworben oder gespendet werden. Prinzipiell ist die Teilnahme an dem Festival kostenlos, vorausgesetzt wird jedoch ein Anmeldung. Weitere Informationen dazu finden sich auf der Website des IZ-Dresden.


Veröffentlicht am 31. Mai 2021 um 19:14 Uhr von Redaktion in International

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