Nazis

Festnahme nach rechtem Übergriff in der Sächsischen Schweiz

Bereits am 18. Juni wurden bei einem Übergriff am Rande eines Volksfestes in dem zu Neustadt gehörenden Ortsteil Polenz drei Männer schwer verletzt. Das geht aus einer am Montag veröffentlichten Pressemitteilung der Dresdner Staatsanwaltschaft hervor. Diese wirft den drei Tatverdächtigen im Alter von 23, 32 und 38 Jahren vor, die Gruppe aus rassistischen Motiven heraus massiv geschlagen und verletzt zu haben. Zwei der Betroffenen mussten noch am gleichen Abend auf Grund der schwere ihrer Verletzungen in einem Krankenhaus behandelt werden.

Einer der Angreifer, ein 32-Jähriger aus Bad Schandau, war bereits am Freitag wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung durch die Polizei festgenommen worden. Zuvor hatten Einsatzkräfte des Operativen Abwehrzentrums (OAZ) die Wohnungen der drei Männer in Neustadt, Hohnstein und Bad Schandau durchsucht. Wer die Auseinandersetzungen am 18. Juni in Polenz beobachtet hat oder Hinweise zum Ablauf der Ereignisse geben kann wird gebeten, sich unter der 0351-4832233 mit der Dresdner Polizei in Verbindung zu setzen.

Obwohl es nach dem Verbot der Nazigruppierung „Skinheads Sächsische Schweiz“ (SSS) eine zeitlang ruhig in der vor allem bei Touristinnen und Touristen beliebten Wander- und Urlaubsregion war, kam es in der Vergangenheit immer wieder zu rechten Übergriffen. Vor gut zwei Jahren hatte der Überfall auf eine Hamburger Schulklasse bundesweit für Aufmerksamkeit gesorgt. Die Täter waren damals zu Bewährungsstrafen verurteilt worden, ein politisches Motiv für die Tat habe das Gericht seinerzeit nicht erkennen können.

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