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Verletzter nach Sprengstoffanschlag in Freital

Wie das Operative Abwehrzentrum (OAZ) der Sächsischen Polizei heute berichtet, wurde in der Nacht zum Sonntag bei einem Sprengstoffanschlag ein 26jähriger Asylsuchender in Freital verletzt. Wie schon bei ähnlichen Angriffen dieser Art in der jüngsten Zeit, verwendeten der oder die unbekannten Täter dazu nicht zugelassene Feuerwerkskörper und brachten sie kurz nach Mitternacht unmittelbar vor der von acht Asylsuchenden bewohnten Erdgeschosswohnung im Stadtteil Zauckerode zur Detonation. Bei der Explosion wurden drei Fensterscheiben beschädigt, der 26-Jährige wurde in seinem Zimmer durch umherfliegende Glassplitter im Gesicht verletzt. Über den entstandenen Sachschaden konnte die Polizei, die von einem rechtsmotivierten Anschlag ausgeht, bislang keine Angaben machen.

Erst zu Wochenbeginn war ein 18jähriger Asylsuchender aus dem Irak in Freital an einer Haltestelle durch zwei Männer attackiert und leicht worden. Nachdem die beiden Männer den Mann zunächst zu Boden gerissen hatten, schlugen und traten sie anschließend auf ihn ein. Eine Passantin eilte dem Betroffenen zu Hilfe und alarmierte die Polizei alarmierte. Kurz nach der Tat konnten Polizeibeamte einen der mutmaßlichen Täter ermitteln. Bei dem Mann handelte es sich um einen 21jährigen Freitaler, der stark alkoholisiert und unter dem Einfluß von Betäubungsmitteln stand. Der zweite Täter soll nach Polizeiangaben ca. 175 cm groß, dunkelblond und von normaler Statur gewesen sein. Zur Tatzeit war er mit einem dunklen Pullover und einer dunklen Hose bekleidet. Wer Angaben zu einer der beiden Taten machen kann wird gebeten, sich unter der 0351-4832233 bei der Polizei zu melden.

Während Sachsens vollkommen überfordert wirkender Innenminister Markus Ulbig (CDU) in einer offiziellen Erklärung den Angriff auf eine bewohnte Asylunterkunft als „feige und kaltblütig“ verurteilte, zeigen die beiden aktuellen Fälle, welcher realen Gefahr sich Migrantinnen und Migranten in Sachsen mittlerweile ausgesetzt sehen müssen. Neben Bundes- und Landespolitik, welche als Antwort auf die fast täglich stattfindenden rassistischen Kundgebungen, Übergriffe und Anschläge immer schärfere Gesetze für geflüchtete Menschen fordert, zeigt sich, dass gerade die Sächsische Polizei entweder nicht in der Lage oder nicht Willens zu sein scheint, dem rechten Terror ein Ende zu setzen.

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