Alternative Dresden News

Solidarische Berichterstattung aus Dresden.

Nazis | News

Rassistischer Brandanschlag auf Sinti-Familie in Klingenhain

27. Januar 2010 - 12:31 Uhr - Eine Ergänzung

Bereits am 2. Weihnachtsfeiertag kam es im nordsächsischen Klingenhain zu einem Brandanschlag auf ein von einer Sinti-Familie bewohntes Haus. Dabei brannte das Wohnhaus und damit die Existenzgrundlage der Familie komplett aus. Schon seit sechs Jahren sieht sich die Familie rassistischen Anfeindungen ausgesetzt. So mussten in der Vergangenheit bereits die Kinder der Familie nach mehreren Drohungen die Schule wechseln. Beschimpfungen als „Zigeuner“ oder „Dreckspack“, Schläge, Einbrüche und Vandalismus waren an der Tagesordnung. Einmal beschoss ein Nachbar der Familie sogar das Haus. Mehrere Anzeigen bei der Polizei wurden jedoch alle eingestellt.

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Antifa | News

Repression gegen NazigegnerInnen geht in eine neue Runde (Update2)

26. Januar 2010 - 02:00 Uhr - 5 Ergänzungen

Wie schon Anfang dieser Woche berichtet, haben die Ermittlungsbehörden begonnen, die antifaschistischen Proteste gegen einen geplanten Nazigroßaufmarsch in Dresden zu kriminalisieren. Begonnen hatte die Farce mit der Beschlagnahmung von Mobilisierungsmaterials des Bündnisses „Dresden Nazifrei!“ und „¡No Pasarán!“ in Dresden und Berlin. Obwohl in einem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes Sitzblockaden nicht als Straftaten im Sinne des Versammlungsgesetzes bewertet wurden, geht das Landeskriminalamt weiter gegen die NazigegnerInnen vor. Vorläufiger Höhepunkt ist eine einstweilige Verfügung gegen die Website des zivilgesellschaftlichen Bündnisses „Dresden Nazifrei!“.

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Events

24.01.2010 Lesereihe zu 125 Jahre Afrika-Konferenz in Berlin (Teil3/3)

24. Januar 2010 - 10:00 Uhr

Sprachlichkeit, dekolonial. Die Einsprachigkeit von Derrida.

Wann? 24. Januar 2010, 20.00 Uhr
Wo? Bibliothek im AZ Conni Dresden

Ja, ich habe nur eine Sprache, und die ist nicht die meinige.

Also greift der frankomaghrebinische Philosoph Jaques Derrida das Problem des Kolonialismus auf. Eine Sprache zu sprechen, sich gegenüber ehrlich und Dir glaubhaft zu sein, in dem Wissen darum das diese Sprache auch die Sprache des Kolonialismus ist, zeigt die umfangreichen Schwierigkeiten, denen Sprechende stets ausgeliefert werden. Nationalität und Kulturalität sind Ausdrücke unserer Sprache. Aus Liebe zu dieser, wird die Einsprachigkeit von Derrida gelesen und beschrieben, um ein Verständniss dafür zu bilden, das Kolonialismus, das Eigentum und die Gewalt seiner Aneignung weder vergangen noch anderswo sind. Dies kann diskutiert werden.

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Events

28.01.2010 Auf den Staat gekommen

23. Januar 2010 - 17:07 Uhr

Vortragsreihe zur Wirtschaftskrise mit Till Grefe (Jungle World)

Wann? 28.01.2010, 20.00 Uhr
Wo? AZ Conni, Rudolf-Leonhard-Str. 39

Eine Kritik der Positionen der Gruppe krisis zum Ressourcenproblem des Kapitalismus.
Seit den Zusammenbrüchen im Bankensektor 2007 und 2008 wird gelegentlich nicht nur von einer Finanz- und Wirtschaftskrise gesprochen, sondern auch eine Verbindung zur Zerstörung der Umwelt durch die Verwertungs- und Wachstumslogik des kapitalistischen Systems hergestellt. Konjunkturpolitisch versuchen derzeit beispielsweise Grüne und Linksjugend Schlagworte „Green New Deal“ und „Grüner Kapitalismus“ aufzugreifen. Die Österreicher Andreas Exner, Christian Lauk und Konstantin Kulterer, mit deren Position sich der Vortrag beschäftigen wird, bewegen sich zwischen diesen beiden Feldern: radikaler Kapitalismuskritik und grüner Reformpolitik.
In den marxschen Kategorien von konstantem und variablem Kapital stellen sie die Unmöglichkeit dar, innerhalb des kapitalistischen Systems das „Nadelör der Verwertung“, als das sich die Verknappung fossiler Rohstoffe darstellt, zu durchqueren. Nicht nur eine innere Schranke der Kapitalverwertung tue sich derzeit auf, sondern auch eine äussere werde erkennbar: die Begrenztheit und Gefährdung der natürlichen Ressourcen. Als Nothelfer bringen die krisis – Autoren den Staat ins Spiel, der per Benzinrationierung und Verbrauchsbörsen eingreifen soll.
Was ist dran an der Verbindung zwischen „Peak Oil“ und dem Finanzcrash im Oktober 2008? Wie kommen Krisentheoretiker auf den Staat und was ist von dieser neuesten der neuen Krisenideologien zu halten?

Infos: Andreas Exner im Interview (Krisis)

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Offenen Antifa Treffens (OAT) statt.


Antifa | News

Die Wagenburg der Heulsusen

23. Januar 2010 - 15:42 Uhr - 2 Ergänzungen

Warum wir in Dresden nicht willkommen sind und trotzdem dort blockieren werden
Von Friedrich C. Burschel

Eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten im sich selbst zum »Elb-Florenz« stilisierenden Dresden ist der Fürstenzug, ein großes und vor allem langes Mosaik in Schwarz, Weiß und Gold, das die Geschichte des sächsischen Herrschergeschlechts der Wettiner zeigt als zusammenhängenden Tross von Reitern und Fußvolk. Das Interessante an diesem aus edelsten Meißner Porzellanfliesen gefertigten Prunkbild ist die Richtung, in die sich das fürstliche Raum-Zeit-Kontinuum bewegt, nämlich rückwärts. Und vielleicht gibt es kaum etwas, das die Haltung derer besser beschriebe, die sich als die »wahren« DresdenerInnen verstehen und als solche lauthals zu Worte melden. Es ist ihre halsstarrige Rückwärtsgewandtheit, die sowohl Nazis motiviert, hier ein braunes europäisches Groß-Event zu inszenieren, als auch AntifaschistInnen und Protestierende schillernder Couleur nicht nur den Nazis entgegenzutreten, sondern sich auch von dieser absonderlichen Dresdener Selbstinszenierung abzugrenzen.

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Kultur | News

Medienhetze in Dresden geht weiter

22. Januar 2010 - 23:32 Uhr - Eine Ergänzung

„How to become a serious journalist?“ Diese wahrscheinlich erste Frage an einen zukünftigen Journalisten ist vielleicht nicht gerade der beste Satz, um die schreibende Zunft in Dresden treffend zu beschreiben. Statt kritischem Journalismus wiederholen autoritätshörige Straßenreporter gebetsmühlenartig die Sachen, die sie von der Polizei und den Verantwortlichen der Stadt tagtäglich zu hören bekommen. Der kritische und liberale Geist von frischen und jungen Medien, scheint leider inzwischen oft nur noch im Internet präsent zu sein. Eine kleine Kostprobe zu den medialen Ergüssen Dresdner Journalisten soll dieser Artikel liefern. Viel Spaß dabei!

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Antifa | News

Spontandemonstration auch in Dresden

20. Januar 2010 - 20:28 Uhr - 5 Ergänzungen

Nach den erfolgreichen Spontandemonstrationen in Berlin, Leipzig und München gestern Abend, versammelten sich heute in Dresden knapp 70 Menschen am Hauptbahnhof und zogen in einer Spontandemonstration vom Bahnhof durch die gesamte Innenstadt. Die Polizei verhielt sich die ganze Zeit über sehr zurückhaltend und beließ es bei der Regelung des Straßenverkehrs.

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Events

21.01.2010 Vortrag zu Rassismus und Islamophobie im Multikulturalismus

20. Januar 2010 - 15:54 Uhr - 2 Ergänzungen

Rassismus und Islamophobie im Multikulturalismus

Wann? 21.01.2010, 20.00 Uhr
Wo? AZ Conni, Rudolf-Leonhard Straße 39

David Schweiger erläutert das Verhältnis des Begriffes der Islamophobie zu multikulturellem Rassismus und Kulturrelativismus und warum der Begriff zur  Bagatellisierung von Rassismus und Antisemitismus beiträgt. Gleichzeitig soll aber auch der Versuch unternommen werden, den islamophoben Rassismus als eigenständiges, neueres Phänomen der multikulturellen deutschen Einwanderungsgesellschaft zu interpretieren.

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Antifa | News

Beschlagnahmungen in Berlin und Dresden

20. Januar 2010 - 04:02 Uhr - 12 Ergänzungen

In den frühen Nachmittagsstunden des gestrigen Tages beschlagnahmten Beamte des Berliner und sächsischen Landeskriminalamtes im Kreuzberger Szeneladen „Red Stuff“ Kisten mit tausenden Aufrufen und Plakaten des breiten zivilgesellschaftlichen Bündnisses „Dresden nazifrei“ (Fotos: 1 | 2). In Dresden wurde die Landeszentrale der Partei „Die Linke“ von der Polizei durchsucht. Dabei wurden ebenfalls tausende Plakate und Aufrufe beschlagnahmt. Die Polizei kündigte weitere Maßnahmen an.

Der Bündnisaufruf wird bis jetzt von mehr als 300 Organisationen und Gruppen sowie über 1.100 Einzelpersonen unterstützt und hat sich zum Ziel gesetzt, den seit Jahren größten Naziaufmarsch in Europa mit Blockaden zu verhindern. Anlass ist der 65. Jahrestag der Bombardierung Dresdens durch die Alliierten.

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