Alle Artikel zum Thema: arte

Kultur | Soziales

arte Dokureihe: „Nicht länger nichts.“ Geschichte der Arbeiterbewegung

2. Mai 2020 - 15:26 Uhr

In Anbetracht der bevorstehenden gesellschaftlichen Veränderungen im Zuge der Corona-Pandemie, in der innerhalb kürzester Zeit vor Jahren erkämpfte arbeitsrechtliche Grundlagen und Grundrechte außer Kraft gesetzt wurden, lohnt sich ein Blick in die bei arte veröffentlichte vierteilige Dokumentation zur Geschichte der Arbeiter:innenbewegung. Noch bis zum 27. Juni 2020 wirft Regisseur Stan Neumann dazu einen Blick von den Anfängen im frühen 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Im Strukturwandel der Deindustrialisierung stellt Neumann die Frage, ob dies zugleich auch das Ende einer Bewegung bedeutet, die einen großen Anteil an der Verbesserung der sozialen Lage und dem Kampf für politischen Rechte hatte oder ob sie in Zukunft lediglich in anderer Form wieder in Erscheinung tritt.

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Kultur

arte Filmtipp: Die Erdzerstörer

7. Juni 2019 - 21:42 Uhr

Archer Daniels Midland (ADM) in Cedar Rapids, Iowa (Quelle: lickr.com/photos/diversey/)

Noch bis zum 28. Juni könnt ihr im Stream (Youtube) bei arte den sehenswerten Film über 200 Jahre Kulturgeschichte des Industriekapitalismus anschauen. Regisseur Jean-Robert Viallet legt darin schonungslos die Ursachen und Folgen eines Wachstums offen, der die Erde mittlerweile an den Rand des Kollaps gebracht hat. In Zusammenarbeit mit den beiden Wissenschaftshistorikern Christophe Bonneuil und Jean-Baptiste Fressoz wirft der Film dabei nicht nur einen kompromisslosen Blick auf den Abbau fossiler Brennstoffe, der Erfindung des Automobils, der Kernkraft und dem Massenkonsum, sondern auch von Imperialismus, Kriegen, vom Wachstum der Städte, von industrieller Landwirtschaft und von Globalisierung. Zugleich wird bei der Suche nach Verantwortlichkeiten deutlich, wie eng die kaum noch zu übersehende globale Umwelt- und Klimakrise mit europäischer und nordamerikanischer Geschichte verknüpft ist.


Freiräume | Kultur | Soziales

Raus aus der Krise: Wir sind Demokratie

2. Oktober 2013 - 14:02 Uhr

Noch bis zum 9. Oktober lässt sich auf der Internetseite des deutsch-französischen Kultursenders arte die sehenswerte Dokumentation „Wir sind Demokratie“ anschauen. Der etwa einstündige Film zeigt aus unterschiedlichen Blickwinkeln Beispiele der seit dem so genannten „Arabischen Frühling“ in zahlreichen Ländern neu entstandenen basisdemokratischen Bewegungen, die sich im öffentlichen Raum zunehmend für mehr Mitbestimmung und Demokratie einsetzen. Hinter diesen Bewegungen steht dabei neben der Kritik an der repräsentativen Demokratie und einer damit einhergehenden Suche nach Alternativen zur „marktkonformen“ Demokratie, auch die generelle Frage, in welcher Gesellschaft wir in Zukunft leben wollen.

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Kultur

arte Themenabend „Freiheit oder Sicherheit“

7. September 2011 - 00:23 Uhr

In einer Dokumentation bei arte ging es heute um das Thema „Freiheit oder Sicherheit“. Dazu haben sich Marita Neher und Nils Bökamp mit den nach den Anschlägen des 11. Septembers neu geschaffenen Anti-Terror-Gesetzen und ihren Folgen auseinandergesetzt. Dabei kommen nicht nur die von den Maßnahmen Betroffenen und ihre Anwälte zu Wort, sondern auch der Leiter des Bundeskriminalamtes Jörg Ziercke, der Direktor von EUROPOL Rob Wainwright und der Pariser Generalstaatsanwalt Francois Falletti zu Wort. Auch zahlreiche Wissenschaftler wie der Risikoforscher und Terrorismusexperte Prof. Dr. Friedrich Steinhäusler, Politikwissenschaftler Prof. Dr. Thomas König, der umstrittene Soziologe Jean Ziegler, die Human Rights Watch Anti-Terrorbeauftragte Judith Sunderland sowie Philippe Texier als Vertreter der „International Commission of Jurists“ standen für die Dokumentation Rede und Antwort und gaben anhand von vier ausgewählten Beispiel einen bedrückenden Blick in die Zukunft unserer sich verändernden demokratischen Gesellschaften.


Kultur

TV-Tipp: Marx Reloaded

10. April 2011 - 23:27 Uhr

Auf arte gibt es heute Abend einmal mehr eine interessante Dokumentation zu sehen. Der deutsch-französische Sender strahlt um 23.20 Uhr eine Dokumentation des Briten Jason Braker aus. „Marx Reloaded“ setzt sich mit den Auswirkungen der jüngsten Wirtschafts- und Finanzkrise in Bezug auf ein eventuelles Ende des Kapitalismus und Marx’sche Thesen zur politischen Ökonomie auseinander. Braker sprach dabei sowohl mit führenden Marx-Experten als auch Kritikern der momentanen Marx-Renaissance. Verpackt ist die Handlung in einer Animation, bei der der Philosoph und Sozialist Karl Marx in einer Matrix seiner Ideen begleitet wird.

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Kultur

arte Geschichte „Hitlers Polizei“

23. März 2011 - 15:09 Uhr

Heute Abend zeigt der deutsch/französische Sender arte um 20.15 Uhr eine Dokumentation, die sich mit der Rolle der Polizei im Nationalsozialismus auseinandersetzt. Während die Polizei noch in der Weimarer Republik als „Freund und Helfer“ bekannt gewesen ist, beteiligte sie sich nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten an der Jagd auf politische Gegner, aber auch gegen diejenigen, die ideologisch nicht in die so genannte „Volksgemeinschaft“ gehörten: Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle, Behinderte und sogenannte Arbeitsscheue und Asoziale. In ihrem 50minütigen Film schildern die Autoren Wolfgang Schoen, Holger Hillesheim, Frank Gutermuth und Sebastian Kuhn wie aus einfachen Polizisten bei Einsätzen in den besetzten Gebieten Mörder wurden.

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Kultur

arte Themenabend „Die neue Wut der Jugend“

10. November 2010 - 11:49 Uhr

Noch eine Woche lang lassen sich auf der Internetseite des deutsch/französischen Senders arte die Sendungen zum Themenabend „Die neue Wut der Jugend“ anschauen. Die Dokumentation „Die Rebellen aus der Vorstadt“ von Benoît Grimont versucht herauszufinden, was aus den Menschen geworden ist, die im Herbst 2005 rebellierten und welche Hintergründe die Revolte hatte. Nachdem im Oktober zwei Jugendliche auf der Flucht vor der Polizei in der Pariser Vorstadt Clichy-sous-Bois ums Leben gekommen waren, konnte erst ein Notstandsgesetz aus der Zeit des Algerienkrieges tagelange gewalttätige Ausschreitungen stoppen. In der sehenswerten Dokumentation „Für eine andere Welt“ haben sich die Autoren u.a. mit den Jugendrevolten in Frankreich 2005 und Griechenland 2008 beschäftigt und lassen Protagonisten und Sozialwissenschaftler zu Wort kommen. Allein im Jahr 2009 wurden weltweit 524 solcher Aufstände gezählt, fast ein Drittel davon fanden in Europa statt. Als Abschluss des Themenabends zeigte arte den 2006 produzierten französischen Film „Wut in den Städten“ von Philippe Triboit.

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