Alle Artikel zum Thema: Marwa El-Sherbini

News

Mehrere Veranstaltungen vier Jahre nach der Ermordung Marwa El-Sherbinis

30. Juni 2013 - 11:58 Uhr - Eine Ergänzung

Anlässlich der Ermordung von Marwa El-Sherbini in einem Sitzungssaal des Landgerichtes Dresden, finden auch in diesem Jahr wieder zahlreiche vom Ausländerrat der Stadt Dresden organisierte Veranstaltungen statt, die die Erinnerung an den grausamen Mord vor vier Jahren wach halten sollen. Die 31jährige Frau war am 1. Juli 2009 während einer Berufungsverhandlung von Alexander Wiens mit einem Messer attackiert und niedergestochen worden. Dieser hatte am 21. August 2008 Marwa und ihrem damals zweijährigen Sohn auf einem Spielplatz im Dresdner Stadtteil Johannstadt islamfeindlich beleidigt und war dafür von Marwa El-Sherbini angezeigt und vom Amtsgericht Dresden wegen Beleidigung drei Monate später zu einer Geldstrafe von 780 Euro verurteilt worden.

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Freiräume

„kick racism“ – Erster antirassistischer Fußballcup im Gedenken an Marwa El-Sherbini

10. Juli 2012 - 19:03 Uhr

Haupttribüne im Heinz-Steyer-Stadion während des Antira-Cups

Letzten Sonntag fand parallel zur Mondiali Antirazzisti in Italien im Rahmen der Marwa El-Sherbini Gedenkwoche ein antirassistischer Fußballcup im Heinz-Steyer-Stadion statt. Das Turnier wurde vom Ausländerrat, dem Fanrat des Dresdner Sportclubs und der Gruppe raddix veranstaltet. Insgesamt 24 Teams waren zum Teil aus ganz Deutschland angereist, um auf Alltagsrassismus, Homophobie, Sexismus und Antisemitismus aufmerksam zu machen. Dabei zeigten die Teams, die zum Teil auch in einer emanzipatorischen Fankultur aktiv sind, dass menschenverachtenden Strukturen gerade im Fussball mittlerweile mit Aufklärung und Widerstand begegnet wird.

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News

Dresdner CDU-Chef stemmt sich gegen Umbenennung von Straßen nach Opfern rechter Gewalt und Naziverbrechen

27. Juni 2012 - 10:50 Uhr - 2 Ergänzungen

Das Vorhaben der Grünen Stadtratsfraktion in Dresden, eine Straße nach der am 26. April 1937 von deutschen Bombern zerstörten baskischen Stadt Guernica zu benennen, endete in einem Eklat. Das berichtete die Sächsische Zeitung in ihrer Ausgabe vom Montag. Die Idee der Grünen Fraktion im Stadtrat sei nach Ansicht des Fraktionschefs der Dresdner CDU, Georg Böhme-Korn, eine bewusste Strategie, um Dresden mit einem „Netz der Schande zu überziehen“. Das habe, so Böhme-Korn weiter, mit dem Jorge-Gomondai-Platz begonnen und wäre mit Marwa El-Sherbini fortgesetzt worden.

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News

Dresdner CDU sorgt für Eklat

25. Januar 2012 - 21:34 Uhr - Eine Ergänzung

In der vergangenen Woche wollte der Stadtrat eigentlich beschließen, die Umbenennung eines Teilstücks der Florian-Geyer-Straße in Erinnerung an Marwa el Sherbini zu prüfen. Darauf hatten sich mit Ausnahme der Nazis zuvor die Abgeordneten der im Stadtrat vertretenen Parteien in einem gemeinsamen Antrag geeinigt. Doch dazu sollte es nicht kommen. Nachdem das CDU-Stadtratsmitglied Hans-Joachim Braun, seines Zeichens Richter am Landgericht, jedoch mit seinem Austritt aus der Fraktion gedroht hatte, wurde der Plan, den Antrag aller Fraktionen in die Ausschüsse zurückzuverweisen, abgelehnt. Der Vorschlag zur Umbenennung der Straße war zuvor von Berufskollegen des CDU-Richters ins Leben gerufen worden.

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News

Zwei Jahre nach dem Mord an Marwa El-Sherbini

5. Juli 2011 - 09:59 Uhr

Am 01. Juli 2011 war es zwei Jahre her, dass Marwa El-Sherbini ermordet wurde. Es waren wenige, die bei verschiedenen Veranstaltungen in Dresden daran erinnerten. Niemand weiß schmerzlicher als ihr mittlerweile fünfjähriger Sohn und ihr Mann, der mit seiner schwangeren Frau auch ein ungeborenes Kind verlor, dass nichts den Mord rückgängig machen kann. Aber wir können der Ermordeten erinnern und ihre Geschichte vergegenwärtigen. Um sie nicht zu vergessen und um deutlich zu machen, es kann immer wieder passieren und es passiert immer wieder.

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Kultur

Sächsische Zeitung verharmlost rechte Gewalt

1. September 2010 - 06:11 Uhr - Eine Ergänzung

In der Dienstagsausgabe der Sächsischen Zeitung erschien ein Artikel, der eine polizeiinterne Statistik von rechten und linken Straftaten auswertete. Das Fazit war, dass Linke in Dresden gewaltbereiter seien. Im aktuellen Kontext, nachdem es innerhalb von zwei Wochen drei Brandanschläge, sowie Übergriffe Rechter auf Andersdenkende gegeben hat, ein fatales Signal. „Davon zu sprechen, dass Linke tendenziell gewaltbereiter wären, entspricht nicht der Realität, mit der wir als Opferberatung tagtäglich konfrontiert sind. Es widerspricht auch Studien, in denen die besondere Tatschwere, die brutale und lebensbedrohliche Vorgehensweise rechter Täter festgestellt wird.“ so die Opferberatung der RAA Sachsen in einer eigenen Pressemitteilung.

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Kultur

Morddrohungen gegen Bürger.Courage überschatten Kunstaktion

12. August 2010 - 18:09 Uhr

Am Freitag, dem 13. August, wird der Dresdner Verein Bürger.Courage die Kunstinstallation „18 Stiche“ beenden. Seit dem 1. Juli wurden 18 große Betonmesser in der Stadt verteilt. Die von dem Künstler Johannes Köhler entworfenen Skulpturen sollten auf die am 1. Juli 2009 ermordete Marwa El-Sherbini aufmerksam machen und darüber hinaus einen Diskurs über Alltagsrassismus anstoßen. Sherbini wurde von dem bekennenden NPD-Sympathisanten Alex Wiens während eines Berufungsprozesses am Dresdner Landgericht mit 18 Messerstichen ermordet.

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Antifa

Antifaaktion gegen Islamrassismus

26. Juli 2010 - 10:49 Uhr - 8 Ergänzungen

Nachdem in der Nacht zum 22.07.2010 drei der Mahnmale der Kunstinstallation „18 Stiche“, die an den rassistisch motivierten Mord an Marwa el Sherbini erinnern sollen, beschädigt wurden, trafen sich heute ca. 30 Antifaschist_Innen zu einer Spontandemonstration.

Aufgrund des schlechten Wetters und der geringen Anzahl an motivierten Teilnehmer_innen wurde nach gemeinsamer Absprache beschlossen, doch lieber mehrere Kundgebungen an den Mahnmalen, die über das ganze Innenstadtgebiet verteilt sind, abzuhalten.

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Nazis | News

Kunstinstallation zur Erinnerung an ermordete Ägypterin attackiert

24. Juli 2010 - 13:10 Uhr

Die Kunstinstallation «18 Stiche» zur Erinnerung an die vor rund einem Jahr im Dresdner Landgericht ermordete Ägypterin Marwa El-Sherbini ist von Unbekannten zum Teil zerstört worden. Wie der Verein Bürger.Courage am Donnerstag in Dresden mitteilte, wurden in den vergangenen Tagen auf dem Altmarkt und der Prager Straße zwei Betonstelen umgeschmissen und beschädigt. Die an den Stelen mit Schrauben befestigten Infotafeln seien abmontiert und gestohlen worden. Der Verein geht von «einer mutwilligen, politisch motivierten Zerstörungsabsicht» aus und will Anzeige bei der Polizei erstatten.

Quelle: Dokumentationsarchiv (24.07.10)


Antifa

Dresden gedenkt anti-muslimisch motiviertem Mord?

3. Juli 2010 - 14:06 Uhr


Für den gestrigen 01.Juli 2010 – den ersten Jahrestag des Mordes an Marwa el Sherbini – riefen verschiedenste Initiativen und Gruppen zu Gedenkveranstaltungen auf. Bereits für den Vormittag hatte die Stadtverwaltung die Enthüllung einer Gedenktafel im Dresdener Landgericht, dem Ort des Verbrechens, organisiert. An dieser nahmen neben der Dresdener Oberbürgermeisterin Orosz, dem Landesjustizminister Martens und dem Präsidenten des Landgerichtes auch viele Justizbedienstete, sowie Vertreter_innen verschiedener Parteien und Organisationen wie dem Ausländerrat und dem Zentralrat der Muslime in Deutschland teil.

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