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Rassistischer Mord in Dresden

Am 21. August 2008 war Marwa mit ihrem damals zweijährigen Sohn auf einem Spielplatz im Dresdner Stadtteil Johannstadt. Drei Jahre zuvor war sie gemeinsam mit ihrem Mann Elwie aus Ägypten nach Dresden gezogen. Elwie ist Stipendiat am renommierten Max-Planck-Institut.

Auf dem Spielplatz kam es zu einem Streit zwischen Marwa und dem 28-jährigen Alex W.. Dabei beschimpfte er Marwa unter anderem als „Schlampe“, „Islamistin“ und „Terroristin“. Nach einer Anzeige wegen Beleidigung verurteilte das Amtsgericht Dresden den Täter drei Monate später zu einer Geldstrafe von 780 Euro. Dem Staatsanwalt erschien dieses Urteil zu Milde und er ging in Berufung. Im Juli 2009 kam es dann schließlich zur Berufungsverhandlung vor dem Landgericht in Dresden.

Bei der Verhandlung am Morgen des 1. Juli waren neben dem Beschuldigten Alex W. und seinem Pflichtverteidiger auch der inzwischen dreijährige Sohn und der Mann von Marwa anwesend. Der Routineprozess verläuft zunächst ohne besondere Vorkommnisse, bis zu dem Moment, als die Situation von einer Sekunde auf die andere völlig umschlägt. Marwa ist gerade mit ihrer Zeugenaussage fertig, als der Beschuldigte mit einem mitgebrachten Messer auf sie los geht. Vor den Augen des Kindes sticht er innerhalb einer halben Minute 18mal auf Marwa ein. Der Verteidiger des Angeklagten und der Ehemann versuchen dazwischen zu gehen. Dabei wird ihr Ehemann durch Messerstiche verletzt. Die beiden Bundespolizisten die in den Saal stürmen, halten zunächst Elwie für den Angreifer und schießen ihm in der unübersichtlichen Situation ins Bein. Erst danach kann der eigentliche Angreifer überwältigt und festgenommen werden.

Noch im Gerichtssaal stirbt Marwa an den Folgen der zahlreichen Messerstiche. Wie jetzt bekannt wurde, war sie zum Zeitpunkt ihres Todes bereits ein zweites Mal schwanger. Ihr Mann Elwie wird mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Der dreijährige Sohn, der ebenfalls Verletzungen davon trug, wird momentan durch Dritte betreut. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Christian Avenarius, sprach einen Tag nach der Tat von einem „fanatisierten Einzeltäter, der aus einer extrem ausländerfeindlichen Motivation heraus gehandelt habe“.

Kommentare

  1. thorsten sagt:

    wieso erwähnen sie nicht das der täter ebenfalls über immigrations hintergrund verfügt? absicht oder vergessen?

  2. Medienfuzzi sagt:

    Ist schon ziemlich krank!

    Aber wie Thorsten hier schon schrieb, der Täter ist Russlanddeutscher, das sollte nicht vergessen werden. Die Tat wird dadurch nicht weniger schlimm oder gar noch schllimmer, aber bei der derzeitigen Darstellung könnte ein falscher Eindruck entstehen.

  3. Warum? sagt:

    Warum das nicht erwähnt wird? Weil der Täter ein sogenannte „Russlanddeutscher“ ist und mitnichten einen anderen kulturellen Hintergrund hat als ein „Deutscher“, von einen Migrationshintergrund kann also gar nicht die rede sein. Ohne jetzt diese Menschengruppe alle über einen Kamm scheeren zu wollen, ist es sicher nicht übertrieben zu sagen das es da ein paar Gestalten gibt die sich besonders „deutsch“ fühlen. So einer hat jetzt den Mord begangen nicht weil er aus Russland kommt sondern seines deutschen Nationalismus wegen.

  4. Dresdner sagt:

    ich würde denken das das Absicht ist…gegen Rechts ist zwar gut aber doch nicht mit solchen mitteln das eine Tat eines Menschen mit Migrations Hintergrund als eine Rassistische Tat hingestellt wird so das es klingt das es ein Rechter angriff wäre….
    das find ich echt nicht ok

  5. Lutz sagt:

    können „menschen mit migrationshintergrund“ etwa keine rechten sein bzw keine rassistischen straftaten begehen?

  6. sev sagt:

    Rassismus gilt jetzt also nur noch wenn er von „Volksdeutschen“ ausgeübt wird? Was hat den seine Herkunft damit zu tun, das er offensichtlich xenophob ist das es ihm zum Arsch rauskommt?

    Was für ein „falscher Eindruck“ könnte denn hier genau entstehen bitte?

    Absurdeste Beiträge hier!

  7. Mitja sagt:

    Weil der Täter ein sogenannte “Russlanddeutscher” ist und mitnichten einen anderen kulturellen Hintergrund hat als ein “Deutscher”

    Selten soviel Ahnungslosigkeit in so einen selbstherrlichen Satz komprimiert gesehen. Tatsächlich ist es so, dass viele „Russlanddeutsche“ einen völlig anderen kulturellen Hintergrund haben, nämlich einen russischen kulturellen Hintergrund und der ist stark von Xenophobie und Homophobie geprägt. Die deutsche Blutlinie macht noch lange keinen kulturellen Hintergrund, mit was für mittelalterlichen Vorstellungen sind hier eigentlich einige in der deutschen Linken unterwegs?? Das schließt natürlich nicht aus, dass er ein schon sehr gut assimilierter „Russlanddeutscher“ war, aber genauso gut kann die Tat über seinen russischen kulturellen Hintergrund motiviert gewesen sein. Dass das nicht erwähnt wird in der Nachricht, lässt wirklich tief auf den „intellektuellen“ der Schreiberlinge schließen.

  8. Chrubim sagt:

    Also das Motiv, und weniger die Herkunft des Täters ist wohl ausschlaggebend.

    Und das Motiv war in diesem Fall wohl weniger Fremdenhaß, sondern Rache, weil er wegen der Getöteten eine Geldstrafe hätte zahlen müssen. Die er aufgebrummt bekommen hat, weil er die Frau fremdenfeindlich beleidigt hat, natürlich, wobei meiner Meinung nach die Herkunft der Frau in diesem Fall egal war, denn wäre da eine Russin, Deutsche oder sonstwer gesessen, wütend war der Täter ursprünglich wohl v.a. weil die Schaukel nicht frei war.

  9. hoho sagt:

    man oh man – und aus aus rache wegen 750 € bringt er die Frau vor aller leute augen um, ja, und eigentlich war`s nicht mal das, sondern die schaukel

    kopfschüttel

    aua

  10. Chrubim sagt:

    „ho ho“, aha aha.

    es ist ja eigentlich ziemlich müssig über das alles zu streiten und letztendlich kann wohl nur der täter selbst sagen, ob ihn irgendwelche abstrusen rassistischne Gedanken oder genereller Menschenhaß / Frustration über Arbeitslosigkeit / versaute Kindheit was auch immer dazu veranlaßt hat.

    jeden mord an eine/r ausländerin jedoch gleich als „rassistische“/fremdenfeindliche tat hinzustellen halte ich jedoch auch für etwas einseitig und v.a. unsinnig. sowas ist letztendlich nur panikmache und nimmt der antira/-fa arbeit jede glaubwürdigkeit.

  11. deniz sagt:

    was spielt es für eine rolle ob es ein deutscher oder russe war?

    wir drehen den spieß mal um…
    ein araber als angeklagter ersticht im gerichtssaal eine deutsche…
    oder ein türke als angeklagter ersticht im gerichtssaal eine deutsche..

    ich frage mich was dann in den nachrichten stehen würde….würde da stehen, ein frauenfeindlicher islamistischer terrorist hat eine schwangere frau im gerichtssaal erstochen oder würde da stehen „der arme araber oder der arme türke war so wütend,dass es keine freie schaukel mehr gab und stoch aus verzweiflung und rache auf die deutsche“

    FAKT ist der Beweggrund des Täters.Was für ein Hass muss ein Mensch haben eine Frau so niederzustechen…????

    leute sieht es endlich ein, das was in dresden passiert ist, ist die frucht von fremdenfeindlicher bzw. islamfeindlicher medienpropanda und nichts anderes!!!

    ich bin diese doppelmoral einfach leid!!!!

    leute wacht auf…die deutschen schämen sich jezt für ihre nationalsozialistische vergangenheit…wenn das so weitergeht wird die zukunft nicht anders aussehen, mit nur einer ausnahme..diesmal sind die muslime, die auf der zielscheibe sind….

  12. Abo Hamza sagt:

    Dafür tragen die Medien ihre mitschuld an diesen Mord. Die sollen endlich mal aufhören gegen den Islam zu hetzen. Und endlich mal über den Mord zu berichten und nicht so tun alles sei das ein Unfall der nicht mal eine Bericht wert ist.

  13. Johann sagt:

    deniz,

    ich kann Dir sagen, was bei umgekehrten Vorzeichen der Unterschied ist:

    1. Es wird nur regional berichtet
    2. Keine Anklage wegen versuchten Mordes, sondern nur versuchter Totschlag

    „Ausdrücklich verneinte die Strafkammer die Annahme von Mordmerkmalen. So habe der Angeklagte nicht heimtückisch gehandelt. Sein Opfer habe aufgrund monatelangen Telefonterrors und mehrfacher Todesdrohungen mit einem tätlichen Angriff rechnen müssen; damit sei das Mordmerkmal der Arglosigkeit hinfällig. Auch habe Davut Y. die Tat weniger wegen gekränkten Ehrgefühls begangen sondern „heraus aus einem ganzen Bündel von Motiven“.“

    http://www.ksta.de/html/artikel/1245228272117.shtml

    Eine unglaubliche Begründung! Und für das negative Bild des Islams in der Öffentlichkeit sorgen seine Anhänger schon selbst.

  14. chengo sagt:

    Die Empörung von Merkel&Co. und Medien läßt immer noch auf sich warten. Weiter so, super! Gratulation auch an die TrittbrettfahrerInnen von der Mehrheitsgesellschaft und Mainstream-Anheizer wie Kelek&Co.
    Diese abschäuliche Tat ist die militante Version und Nebenprodukt von der Haltung dieser „aufgeklärten“ pseudo-sozialen Gutmenschen, die sich mit ihrer „Islamkritik“ an den herrschenden medialen Zeitgeist anbiedern.

  15. xxxx sagt:

    Ich verlange , dass dieser Täter getötet werden soll und hoffe dass seine Name bald veröfftlicht werde- Soweit ich weiß, heißt er Alexander W.!!!!!!!!!!!!!!!1

  16. blitzlicht sagt:

    In der Verhandlung am Amtsgericht, in welcher Alexander W. zu einer Geldstrafe verurteilt wurde, soll er nach Angaben der Frankfurter Rundschau gesagt haben, die Ägypterin habe kein Recht, in Deutschland zu leben. Darüber hinaus berichtet die SäZ (Ausgabe 14.07.), er solle vor der Tat gesagt haben, dass er die NPD gut findet und gewählt habe.

    Es ist nun wirklich völlig egal, ob er in Russland, Deutschland oder sonstwo geboren wurde. Dieser Typ ist ein Rassist, bzw. mindestens jemand der „Fremde“ so stark hasst, dass er sie sogar umbringt.

    Ich verstehe nicht, warum hier einige nicht wahr haben wollen, dass das ein rassistischer Mord war??? Es ist wirklich übel diese Kommentare hier, insbesondere von Chrubim, der/die hier versucht, dass Ganze wie einen „herkömmlichen Mordfall“ aussehen zu lassen.

    Es gab mal Zeiten, da war die Antifa nach einem rassistischen Mord empört, selbst wenn er irgendwo war, ist durch die Stadt demonstriert – wütend und traurig. In Dresden geht wirklich absolut nichts. Und das ist das wirklich hässliche.

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