Alle Artikel zum Thema: Pirna

Nazis

Wahlhelfer:innen in Pirna attackiert

17. August 2021 - 18:11 Uhr

In der Nacht auf Sonntag wurden nach Polizeiangaben eine Frau und zwei Männer durch einen bislang unbekannten zwischen 30 und 35 Jahre alten Mann angegriffen, als diese in Pirna Plakate für die im September anstehenden Wahlen zum Deutschen Bundestag aufhängen wollten. Nachdem der Angreifer zunächst ein Plakat abgerissen hatte, schrie er die Gruppe an und beschädigte eine Trittleiter. Der Mann war etwa 1,75 Meter groß, hatte einen Vollbart und trug zum Zeitpunkt des Angriffs ein schwarzes T-Shirt mit einer Reichskriegsflagge.

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Soziales

So nicht bestellt – kritischer Podcast gegen Abschiebung aus der sächsischen Provinz

23. Juli 2021 - 16:11 Uhr

Seit einigen Monaten ist die kritische Medienlandschaft Sachsens um einen neuen Podcast reicher: So Nicht Bestellt. So erfreulich die Nachricht, so traurig das Thema, mit dem sich die Sendung des Bon Courage e.V. hauptsächlich beschäftigt: Abschiebungen. Was auch den Namen des Podcast erklärt. Er bezieht sich auf die menschenverachtende Aussage von Horst Seehofer anlässlich seines 69. Geburtstages. Der amtierende Bundesinnenminister erklärte, dass eine am gleichen Tag stattfindende Abschiebung von 69 Menschen nach Afghanistan von ihm „so nicht bestellt“ war. Traurige Verdeutlichung einer menschenverachtenden Praxis. 

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Nazis

Mann bei Übergriff in Pirna verletzt

4. Juni 2021 - 19:14 Uhr

Bereits am 26.05.2021 kam es um 23 Uhr im zu Pirna gehörenden Stadtteil Sonnenstein zu einem Übergriff, bei dem ein 29 Jahre alter Mann durch zwei Unbekannte am Busbahnhof angegriffen und verletzt wurde. Als der Betroffene Polizeiangaben zufolge nach einer Auseinandersetzung in einen einfahrenden Bus geflüchtet war, verfolgten ihn die beiden dunkel gekleideten etwa 30 Jahre alten Täter und drückten ihn im Bus zu Boden. Einer der Angreifer hatte nach Angaben des 29-Jährigen einen dunklen Vollbart. Da ein politischer Hintergrund nicht ausgeschlossen werden kann, ermittelt der Staatsschutz wegen gefährlicher Körperverletzung. Wer zur fraglichen Zeit etwas beobachtet hat wird gebeten, sich unter der 0351-4832233 mit der Polizei in Verbindung zu setzen.


Antifa

Antifaschistischer Laienchor singt zum 8. Mai im Pirnaer Zentrum

17. Mai 2021 - 17:56 Uhr

Singende Personen im Kreis auf einem Platz in Pirna

Anlässlich des 76. Jahrestages der Befreiung vom Nationalsozialismus trat der antifaschistische Laienchor Pir-Moll zur Mittagszeit des 8. Mai im Klosterhof des ehemaligen Dominikanerklosters von Pirna auf. Während sich die warmen Sonnenstrahlen durch das satte Maigrün der Bäume im Klosterhof bahnten, richteten sich die Mitglieder des 2017 in Pirna gegründeten Chors mit mahnenden Worten an die anwesenden Menschen im Pirnaer Stadtzentrum.

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Nazis

Verletzte bei rassistischem Übergriff in Pirna

10. Mai 2021 - 22:20 Uhr

Am Sonnabend kam es nach Polizeiangaben am Bahnhof der wenige Kilometer von Dresden entfernten Kreisstadt Pirna zu einer Auseinandersetzung, bei der drei Menschen leicht verletzt wurden. Gegen 19.15 Uhr war ein 19-Jähriger zunächst von drei 29, 33 und 36 Jahre alten Männern rassistisch beleidigt worden. Bei der anschließenden wechselseitigen Auseinandersetzung wurde der 19 Jahre alte Mann und zwei der rechten Angreifer verletzt.


Ökologie

Fahrradkorso gegen den Industriepark Oberelbe

16. März 2021 - 17:51 Uhr - Eine Ergänzung

Für den 18. März mobilisiert die Initiative „IPO stoppen“ zu einem Fahrradkorso vom Blauen Wunder über das Kieswerk Söbrigen zum Barockgarten Großsedlitz. Die Fahrradtour richtet sich gegen mehrere Großbauprojekte im Dresdner Umland, die für ihre klimaschädlichen Auswirkungen in der Region kritisiert werden . Die Abkürzung „IPO“ steht für den Industriepark Oberelbe. Dieser soll oberhalb des Elbtals zwischen den Städten Dohna und Pirna entstehen. Auf 140 Hektar soll „ein Magnet für wachstumsstarke Unternehmen und die Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts entstehen“. Verantwortlich für die Realisierung ist ein Zweckverband aus den Städten Pirna, Dohna und Heidenau in Kooperation mit der Stadt Dresden.

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Antifa

Status Quo: Im Osten kaum Neues

24. November 2020 - 17:03 Uhr - 6 Ergänzungen

Ein Debattenbeitrag der Pirnaer Autonome Linken

Status Quo ist eine Debatten-Reihe über unterschiedliche Themen, in welcher linke, emanzipatorische sowie progressive Gruppen Beiträge und Analysen veröffentlichen.

Großrückerswalde 19,3%, Reinhardtsdorf-Schöna 23,1%, Pirna 11,5%, usw. – das sind nicht die unterdurchschnittlichen Wahlergebnisse der AfD bei der letztjährigen Landtagswahl, sondern die, die die NPD bei der Landtagswahl 2004 geholt hat. In Sachsen erhielt diesenationalsozialistische Partei insgesamt 9,2% der abgegebenen Stimmen. Trotz großem Dilettantismus und altbekannter interner Zerwürfnisse, konnte die NPD 2009 mit noch immer 5,6% erneut in den sächsischen Landtag einziehen und in jedem Kreistag mindestens einen Vertreter stellen. Die Nazi-Partei zerstritt sich weiter und verlor mit demAufkommen der AfD letztlich an Bedeutung. Dennoch war ihr Scheitern bei den Landtagswahlen 2014 mit 4,9 % nur äußerst knapp, weniger als 900 Stimmen fehlten. Die AfD bekam bereits 9,7%. Bis dahin prägte die NPD aber die sächsische Provinz entscheidend mit. Neben den Erfolgen an der Wahlurne zeigten sich, trotz Gerhard Schröders ausgerufenen Aufstand der Anständigen und des Beginns der Berliner Republik, in Teilen Sachsens No-Go-Areas und nationalsozialistischer Straßenterror, der eher an die frühen Neunziger erinnerte – Stichwort: SSS.

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Antifa | Nazis

Erneut Anti-Corona Proteste in Pirna

17. Mai 2020 - 15:10 Uhr - Eine Ergänzung

Nachdem bereits am 3. Mai am Rande von Protesten von knapp 200 Menschen in Pirna zwei Polizisten verletzt worden sein sollen, kam es am frühen Mittwochabend erneut zu Auseinandersetzungen zwischen den Teilnehmer:innen einer Versammlung und den eingesetzten Beamt:innen. Auch dabei soll nach Polizeiangaben ein Beamter verletzt worden sein. In Sachsen kommt es seit einigen Wochen ähnlich wie bei den rassistischen Mobilisierungen 2014/2015 zu einer ganzen Reihe von teilweise unangemeldeten spontanen Versammlungen an zahlreichen Orten im Freistaat. Grund für die häufig in sozialen Netzwerken und Telegram-Gruppen öffentlich beworbenen und durch rechtes Klientel dominierten Proteste sind die Einschränkungen in Zeiten der Corona-Pandemie und deren weitreichende Folgen für große Teile der Bevölkerung.

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Nazis

Polizist als Veranstalter für Corona-Proteste in Pirna

25. April 2020 - 13:59 Uhr - 2 Ergänzungen

Am Mittwoch kam es in der unweit von Dresden gelegenen Kleinstadt Pirna zu Protesten von fast 200 Bürger:innen. Diese waren damit einem Aufruf des AfD-Kommunalpolitikers Steffen Janich in sozialen Netzwerken gefolgt, der als Beamter bei der Sächsischen Polizei angestellt ist. Auch wenn es sich dabei nicht um den ersten Fall handelt, bei dem ein sächsischer Beamter seine Nähe zur rechten Szene offen zur Schau stellte und in der jüngeren Vergangenheit kaum einer der Beamten mit beruflichen Konsequenzen zu rechnen hatte, hat die Polizei inzwischen ein Disziplinarverfahren wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz und Verletzung der Neutralitätspflicht gegen den 49 jährigen eröffnet. Während des eilig durch den Dohnaer Kreisrat angemeldeten Protestes vor dem Pirnaer Rathaus war es nach Polizeiangaben immer wieder zu Verstößen gegen Beschränkungen und Auflagen gekommen.

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Antifa

AfD-Abgeordneter mit rechter Vergangenheit will Ernst-Thälmann-Straße in Heidenau umbenennen

12. November 2019 - 19:55 Uhr - Eine Ergänzung

Nach der Kommunalwahlen im Mai 2019 beginnt der Sitzungsalltag in den Städten. In Heidenau sorgte ein Antrag der AfD bereits für hitzige Diskussionen auch über die Grenzen der Kleinstadt vor den Toren Dresdens hinaus. Der Abgeordnete Daniel Barthel hatte während der ersten Sitzung beantragt, die Ernst-Thälmann-Straße in Woldemor-Winkler-Straße umzubenennen. Der Antrag war Ende Oktober mit den Stimmen der FDP und der Enthaltung von drei CDU-Abgeordneten angenommen worden. Inzwischen regt sich allerdings Protest gegen die Entscheidung. Heidenauer Bürgerinnen und Bürger wollen per Petition die Umbenennung noch verhindern. Darüber hinaus bringt das „Antifa Recherche Team“ den AfD-Abgeordneten in einer Veröffentlichung mit der extremen Rechten und dem Umfeld der 2001 vom Sächsischen Innenministerium (SMI) verbotenen Skinheads Sächsische Schweiz (SSS) in Verbindung, deren Mitglieder bis zum Verbot immer wieder durch gewalttätige Übergriffe in der Region um Pirna aufgefallen waren.

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