Alle Artikel zum Thema: Polizei

Antifa

Stadtteilspaziergang nach rechtem Übergriff in der Neustadt

15. Februar 2016 - 01:13 Uhr - 2 Ergänzungen

Als Reaktion auf einen Naziübergriff versammelten sich am Sonntagnachmittag auf dem Albertplatz rund 300 zumeist junge Menschen. Der Vorfall ereignete sich am 11. Februar gegen 2 Uhr, als eine Gruppe Jugendlicher auf der Alaunstraße von einem Mann zunächst angepöbelt und kurz darauf attackiert worden war. In dem im Vorfeld und auf dem Spaziergang verteilten Flyer war fälschlicherweise vom 10. Februar als Tatabend die Rede, was von den Betroffenen später jedoch berichtigt wurde. Nach einer Auftaktkundgebung am Artesischen Brunnen zogen die Menschen durch die Äußere Neustadt, um damit ein Zeichen der Solidarität mit den Betroffenen rechter Gewalt zu setzen. Allein in Dresden kam es nach Angaben von Opferberatungsstellen seit 2006 zu mehr als 353 rechten Straftaten und Aktionen.

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Antifa | Nazis

Ruhiger Demosamstag in Dresden

9. Februar 2016 - 11:23 Uhr - Eine Ergänzung

Anders als im Vorfeld von der Polizei und Lokalmedien prognostiziert, verlief der Demonstrationstag am Samstag in Dresden verhältnismäßig ruhig. Während sich bei PEGIDA am Königsufer trotz wochenlanger Vorbereitung deutlich weniger als die erhofften 10.000 Menschen eingefunden hatten, beteiligten sich an der vom Dresdner Hauptbahnhof gestarteten antifaschistischen Demonstration für „grenzenlose Solidarität“ knapp 1.500 Menschen (Fotos 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6). In einer Reihe von Redebeiträgen wurden sowohl rassistische Polizeikontrollen, als auch die derzeitige Situation für Asylsuchende an den europäischen Innen- und Außengrenzen thematisiert und in Anbetracht tausender Toter die Einrichtung von sicheren Fluchtwegen gefordert. Parallel zur Demonstration waren rund 3.000 Menschen auf dem Theaterplatz bei durch das zivilgesellschaftliche Bündnis „Herz statt Hetze“ organisierten bunten Kulturprogramm zugegen. Die im Netz angekündigten Aktionen von Nazis erwiesen sich abgesehen von einigen kleineren Mobilisierungsaktionen für den 13. Februar und verbalen Provokationsversuchen als heiße Luft. Die Polizei, welche mit knapp 2.000 Einsatzkräften, Räumpanzern und unzähligen Wasserwerfern vor Ort war, zog schon am Abend ein vorläufiges Fazit und sprach angesichts von „kleineren Handgreiflichkeiten“ und „zahlreichen Identitätsfeststellungen“ nur von kleineren Störungen.

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Antifa | Nazis

Antifa warnt vor rechten Übergriffen

5. Februar 2016 - 23:45 Uhr

Angesichts des bevorstehenden Wochenendes hat das Antifa Recherche Team (ART) Dresden in einer Pressemitteilung heute noch einmal vor Übergriffen durch organisierte und gewaltbereite Nazis und rechte Hooligans gewarnt. Gleichzeitig forderten sie die Stadtverwaltung und die Polizei dazu auf, „antirassistischen Protest gegen rassistische Angriffe zu schützen und nicht weiter zu kriminalisieren“. Während in Dresdens Lokalmedien in den letzten Tagen weniger über Inhalte, als vielmehr über die Angst vor linken Randalen berichtet wurde, erinnerte das ART daran, dass angesichts der Ereignisse am ersten Jahrestag von PEGIDA und dem zielgerichteten Überfall auf den linksalternativen Stadtteil Connewitz auch am Samstag mit Übergriffen zu rechnen sein muss. „Die nahezu täglichen Aufmärsche gegen Geflüchtete und Asylsuchende in Sachsen haben der organisierten Naziszene ungemein Rückenwind gegeben. Kaum Festnahmen und Ermittlungsergebnisse nach den Ausschreitungen in Dresden, Freital und Heidenau haben ihnen gezeigt, dass sie keinerlei Konsequenzen befürchten müssen und somit zusätzliches Selbstbewusstsein gegeben, weiterhin militant zu agieren.“

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Nazis

Mehrere Menschen nach Auseinandersetzungen am Wiener Platz verletzt

24. Januar 2016 - 01:34 Uhr - Eine Ergänzung

Nur wenige Stunden nachdem Sachsens LKA-Chef Jörg Michaelis bei einer CDU-Versammlung in Blasewitz mit abenteuerlichen Geschichten mal wieder vor „Linksextremisten“ warnte und dabei auch erste Tote nicht ausschließen wollte, kam es nach einer tätlichen Auseinandersetzung zwischen Fußballanhängern der SG Dynamo Dresden und Migranten am späten Samstagnachmittag zu Jagdszenen am Dresdner Hauptbahnhof. Dabei griffen teilweise vermummte Personen mehrere Migranten und Läden in einer Einkaufspassage unter dem Bahnhof an. Die herbeigerufene Polizei nahm insgesamt sieben Tatverdächtige vorläufig fest und ermittelt nun wegen Landfriedensbruch.

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Antifa | Nazis

Protest- statt Konsumkultur am Montagabend

21. Januar 2016 - 21:59 Uhr - Eine Ergänzung

Während das Dresdner City-Management als Reaktion auf die teilweise drastischen Umsatzeinbrüche unter dem Motto „Dresden geht aus!“ in die Dresdner Innenstadt zum „politisch neutralen Einkaufen“ einlud, kam es zeitgleich zu lautstarken Protesten von mehreren hundert Menschen am Rande des Abendspaziergangs von PEGIDA (Fotos). Bereits gegen 18 Uhr hatten sich dazu auf dem Theaterplatz trotz eisiger Temperaturen rund 400 Menschen versammelt. Von dort zog die Menge musikalisch begleitet von einer Sambagruppe weiter bis zum „Haus der Presse“ und danach zur Zwischenkundgebung auf dem Postplatz. Anschließend schloss sich ein Großteil der Menschen einer Kundgebung auf der Seestraße an, die in unmittelbarer Nähe zur Aufzugsstrecke von PEGIDA lag. Außer ein paar Schneebällen und verbalen Provokationen blieb es an dem Abend jedoch ruhig

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Nazis

Rechter Übergriff in Geising

19. Januar 2016 - 00:41 Uhr

Nach einem Übergriff auf zwei aus Afghanistan geflüchtete Männer (21/26) in Altenberg sucht die Polizei nach Hinweisen auf den Täter. Am Sonntag war gegen 11:15 Uhr ein Unbekannter zielgerichtet auf die beiden Männer zugegangen und beleidigte sie rassistisch. Anschließend schlug er den 21-Jährigen mit seinem hakenkreuzverzierten Stahlhelm nieder und prügelte danach weiter auf ihn ein. Erst als Passanten den Betroffenen zu Hilfe kam, ließ der zwischen 25 und 30 Jahre alte Mann von seinem Opfer ab, zeigte den Hitlergruß und entfernte sich vom Ort des Geschehens.

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Nazis

Asylunterkunft in der Leipziger Vorstadt angegriffen

14. Januar 2016 - 23:25 Uhr

Wie die Polizei heute bekannt gab, kam es in der Nacht zu Mittwoch zu einem Angriff auf eine von Asylsuchenden bewohnte Unterkunft in der Leipziger Straße. Dabei soll eine Fensterscheibe in der 1. Etage durch den oder die nächtlichen Angreifer beschädigt worden sein. Erst nachdem Bewohner den Sicherheitsdienst darüber informiert hatten, verständigte dieser die Polizei. Da die Beamten jedoch niemanden mehr vor Ort feststellen konnten, werden Zeugen des Angriffs gebeten, sich unter der 0351-4842233 mit der Polizei in Verbindung zu setzen.


Soziales

Polizei geht mit Pfefferspray gegen Asylsuchende vor

8. Januar 2016 - 23:44 Uhr

Nach der Aufregung um einen am Freitagmorgen veröffentlichten Tweet des Sächsischen Sozial- und Verbraucherschutzministeriums, zeigten sich die Verantwortlichen einsichtig und kündigten noch am gleichen Tag eine „personalrechtliche Untersuchung“ des Vorfalls an. Zuvor hatte das Ministerium auf eine Kritik des Radebeuler Stadtrats Martin Oehmichen (Die Grünen), der das Warten von Geflüchteten vor dem Meißner Landratsamt als „haltlosen Zustand“ bezeichnete, damit geantwortet, dass „ausgewanderte“ Menschen durchaus in der Lage wären, in der Kälte auf ihr Geld zu warten. Nach ersten Behauptungen, der offizielle Account sei „gehackt“ worden, ruderte das Ministerium am späten Nachmittag zurück und stellte eine Strafanzeige gegen Unbekannt.

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Nazis

Es bleibt kalt in Dresden

6. Januar 2016 - 20:55 Uhr

Anders als vor einem Jahr, als noch mehr als 18.000 Menschen gegen eine vermeintliche Islamisierung Deutschlands protestierten, versammelten sich am Montag knapp 4.000 Menschen auf dem Theaterplatz. Zeitgleich hatten sich nur wenige hundert Meter davon entfernt auf dem Postplatz rund 150 Menschen zum Gegenprotest unter dem Motto „Kaltland – Wir zeigen Wärme“ zusammengefunden. Von dort ging es für die Gegendemonstration über den Neumarkt, wo sich Teilnehmerinnen und Teilnehmer einer zuvor in der Frauenkirche stattgefundenen Friedensprozession der Demonstration anschlossen, weiter bis zum Ort der Zwischenkundgebung auf dem Schloßplatz.

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