Alle Artikel zum Thema: Women defend Rojava

Feminismus

Feminist*innen nehmen sich in Dresdner Neustadt die Nacht zurück 

7. Mai 2022 - 11:20 Uhr

Am Vorabend des 1. Mai zog um 21 Uhr die erste „Take Back the Night“ -Demonstration Dresdens kraftvoll und kämpferisch durch die Neustadt. Ca. 150 FLINTA* (Frauen, Lesben, nichtbinäre, inter, trans und agender Personen ) und Queers nahmen sich eben jenen öffentlichen Raum zurück, der ihnen laut ihrem Aufruf immer noch durch patriarchale Gewalt verwehrt werden soll. Gleichzeitig mit weiteren TBTN-Demos in Bremen, Berlin und München, liefen die Aktivist*innen unter dem Motto „Vereint in unserem Schmerz, vereint in unserer Wut – für die Zerschlagung des Patriarchats“. Zugleich wurde mit der Demonstration ebenso den Opfern von Femiziden gedacht.

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Feminismus

Kämpferischer Protest und ausgelassene Stimmung bei Veranstaltungen zum feministischen Frauenkampftag

14. März 2022 - 20:55 Uhr - Eine Ergänzung

Anlässlich des internationalen Frauenkampftages am 8. März hatten verschiedene Gruppen zum gemeinsamen Protest am König:innenufer mobilisiert, das offiziell als Königsufer bekannt, konsequenterweise im Sinne einer geschlechtergerechten Sprache umbenannt wurde. Wie bereits im letzten Jahr, wurde der Platz vor den Treppen ab 14 Uhr zu einem öffentlichen Veranstaltungs- und Treffpunkt für feministischen Streik, Austausch und Vernetzung. Auch in diesem Jahr gab es Infostände, Kuchen und verschiedene kleine Aktionen bei bestem Wetter, das wohl seinen Beitrag für die gute Stimmung und die zahlreichen Besucher:innen leistete.

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International

Dresden: Demonstration gegen die Angriffe der türkischen Luftwaffe

4. Februar 2022 - 15:52 Uhr

Am Mittwoch protestierten rund 100 Menschen in Dresden gegen die wiederholten Angriffe der türkischen Armee auf Gebiete in Rojava (Nord-/Ostsyrien) und den Nordirak. In der Nacht auf den 2. Februar 2022 bombardierte die türkische Luftwaffe die Region Derik in Rojava, das ezidische Siedlungsgebiet Şengal und das Geflüchtetencamp Mexmûr im Nordirak. Die Regionen wurden zeitgleich um 22 Uhr Ortszeit von zahlreichen Kampfjets angegriffen. Im Şengal-Gebirge waren es die massivsten Angriffe seit dem Jahr 2017. Die Region wurde viereinhalb Stunden von Kampfflugzeugen und Drohnen bombardiert. Die Angriffsziele waren vor allem strategische Punkte. Bei den Bombardierungen am Dienstagabend kamen insgesamt neun Menschen ums Leben und dutzende Menschen wurden verletzt. Im Laufe des 2. Februars kam es zu einem zweiten Angriff in der Region Dêrik in Rojava, welcher von türkischem Territorium aus gestartet wurde. Noch lässt sich nicht abschätzen, ob weitere koordinierte Angriffe folgen werden.

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International

Gedenken an Sakine Cansız, Fidan Doğan und Leyla Şaylemez zum 9. Todestag in Dresden

12. Januar 2022 - 16:42 Uhr

Am vergangenen Sonntag jährte sich der Todestag der drei kurdischen Revolutionärinnen Sakine Cansız (Sara), Fidan Doğan (Rojbîn) und Leyla Şaylemez (Ronahî) zum neunten Mal. Die Dresdner Ortgruppe von Women Defend Rojava rief dazu auf, im Laufe des Tages ihrer zu gedenken und am Rosa-Luxemburg-Denkmal Blumen für die drei ermordeten Frauen niederzulegen. Der Ort wurde bewusst gewählt, erklärte eine Vertreterin der Dresdner Ortgruppe von Women Defend Rojava, da auch Rosa Luxemburg ermordet und ihrer gedacht wurde.

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Soziales

Mord im Namen Gottes – Islamist wird zu lebenslanger Haft verurteilt

30. Mai 2021 - 11:42 Uhr

Nach mehreren Wochen Prozess, fiel am Oberlandesgericht Dresden am vergangenen Freitag das Urteil gegen Abdullah Al H. H. Dem 21-Jährigen war vorgeworfen worden, am 4. Oktober 2020 in der Dresdner Innenstadt ein homosexuelles Paar mit einem Messer angegriffen zu haben. Ein 55-Jähriger verstarb in Folge des Angriffes, sein 51jähriger Lebenspartner überlebte schwer verletzt. Der Angeklagte hat aus homosexuellenfeindlichen und islamistischen Motiven heraus gehandelt. Das Gericht sah die Täterschaft als bewiesen an und verurteilte den Angeklagten nach neun Verhandlungstagen wegen Mordes und versuchten Mordes zu einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe. Eine anschließende Sicherheitsverwahrung wurde unter Vorbehalt angeordnet. Vor dem Gericht, als auch wenige Stunden später am Tatort, demonstrierte ein Bündnis aus Dresdner linken und queeren Gruppen gegen Islamismus und Queerfeindlichkeit. Auch der Dresdner CSD veranstaltete am Abend eine Trauerkundgebung.

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International

Şehîd Namirin! – Hunderte nehmen in Dresden Abschied von Halil Şen

5. März 2021 - 12:48 Uhr

Rund 300 Menschen versammelten sich am Mittwochnachmittag vor den Vereinsräumen der „Deutsch-kurdischen Begegnungen“ auf der Oschatzer Straße im Dresdner Stadtteil Pieschen. Sie alle wollten von Halil Şen Abschied nehmen, der sich drei Wochen zuvor vor dem Sächsischen Landtag selbst entzündete und wenig später an den Folgen seiner Verletzungen verstarb. Viele der Teilnehmer:innen waren aus dem gesamten Bundesgebiet angereist, um Halil die letzte Ehre zu erweisen. Die Veranstaltung verlief ohne größere Zwischenfälle.

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