Freiräume

TU Dresden beendet Freiraumprojekt

Nachdem die Verwaltung der TU Dresden gemeinsam mit dem Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) Anfang November die Nutzung von zwei alten Baracken, die im Zuge einer mehrmonatigen Besetzung eines Hörsaals vor drei Jahren erkämpft worden waren, stark eingeschränkt hatte, wurde dem Dresdner StuRa wenige Tage vor den Weihnachtsferien eine Räumung bis zum 11. Januar mitgeteilt. Als Begründung für die ersatzlose Streichung wurden von den Verantwortlichen brandschutztechnische Gründe genannt, so sollen die zu Nachtspeicheröfen umgebauten Kachelöfen nach Einschätzung von Experten eine Brandgefahr darstellen.

Die Studentinnen und Studenten kritisieren nicht nur das unkooperative Verhalten der Unileitung, sondern befürchten für die Zukunft auch das Aus für das selbstverwaltete Studierendenprojekt „KOK16“, welches für etliche Hochschulgruppen an der TU Platz bietet und in der Vergangenheit von zahlreichen interessierten Menschen für Seminare und als Rückzugsraum genutzt wurde. Jan Kossick von der Studierendenvertretung der TU Dresden verweist dazu auf das Beispiel der Architekturfakultät, welcher zuvor „wider besseren Wissens und gegen langjährige Verträge und Absprachen“ der Fritz-Förster-Bau entzogen worden war, „um dort eine exzellente Verwaltung einziehen zu lassen“ und sieht ähnliches auch für die demnächst geräumten Baracken.

Inzwischen wurde als Reaktion auf das Vorhaben eine Petition gestartet, in der noch bis 3. Februar für den Erhalt der letzten studentischen Freiräume an der TU unterschrieben werden kann. Ein Sprecher des Fachschaftsrats der Philosophischen Fakultät forderte die Universitätsleitung zur „Bereitstellung adäquater Räumlichkeiten“ auf, um damit dem „Engagement vieler Studierender im POT81 2009“ gerecht zu werden. Heute soll dazu ab 16 Uhr in der Bayreuther Straße 40 eine Infoveranstaltung zu der für diesen Freitag angesetzten Räumung und der Zukunft des Projektes stattfinden.

Weiterer Artikel: TU Dresden setzt Studierende auf die Straße

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *