Kultur

Filmtipp: Altiplano

Abseits von Fußball startet Morgen in Deutschland der Film „Altiplano“ mit der deutschen Schauspielerin Jasmin Tabatabei.

Nach einem Vorfall in der irakischen Hauptstadt Bagdad beendet Grace ihre Karriere als Kriegsfotografin und zieht zu ihrem Mann in die Hochanden nach Peru. Als er unter tragischen Umständen in einem abgelegenen Dorf ums Leben kommt, reist sie ihm nach und versucht dabei gemeinsam mit der jungen Peruanerin Saturnina (gespielt von Magaly Solier) mehr über die Hintergründe seines Todes zu erfahren. Schon bald stoßen sie auf Umweltprobleme, die scheinbar durch den Quecksilberabbau in Minen ausgelöst worden sind.

Der Altiplano liegt auf einer Höhe von 3.600 Metern und erstreckt sich über eine Fläche von circa 170.000 km². Im Norden des Altiplano liegt der Titicaca-See, der größte Hochgebirgssee der Welt. Die Gegend wird vor allem von Aymara– und Quechua-Bevölkerung bewohnt.

Vor mehr als einem Jahr war es in der Region zu schweren Unruhen zwischen Teilen der indigenen Bevölkerung und der sozialdemokratischen Regierung unter Ministerpräsident Alan Garcías gekommen. Bei der gewaltsamen Räumung einer Straßenblockade von mehr als 5.000 Indíginas in Bagua (Nordperu) durch die Polizei kamen unbestätigten Angaben zufolge bis zu 40 Menschen ums Leben. Die Proteste richteten sich gegen die von der Regierung im vergangenen Jahr erlassenen Dekrete, welche sie fundamentaler Rechte beraubt und die Ansiedlung von Ölfirmen in ihren Stammesgebieten ermöglicht.

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