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04.08.2009 Filmpremiere mit Regisseurin

„Hotel Sahara“

Wann? 4. August 2009, 19.30 Uhr
Wo? Kino im Dach Dresden
Wer? Regisseurin Bettina Haasen

„Hotel Sahara“ stellt den zahllosen Medienberichten über gestrandete Flüchtlinge und Asyl-Suchende drei persönliche Geschichten gegenüber. Regisseurin Bettina Haasen nimmt sich Zeit, sich den Betroffenen wirklich anzunähern und erzählt in atmosphärischen und eindringlichen Bildern von Menschen, deren Geschichten, Wünsche und Ängste für den Zuschauer spürbar und unvergesslich werden.

Eine kleine Stadt an der mauretanischen Küste ist das Casablanca des 21. Jahrhunderts. Hier, zwischen Wüste und Meer begegnen sich zahllose Flüchtlinge auf dem Weg nach Europa. Reisende aus allen Staaten südlich der Sahara erreichen diesen Schmelztiegel der Kulturen, der seit Jahrzenten Menschenströme aufnimmt und sie über das Meer weiter in Richtung Spanien schickt. Doch was den meisten als hoffnungsvoller Ausgangspunkt für ein neues Leben gilt, erweist sich allzu oft als Endstation der Migrations-Träume. Denn bei dem Versuch, die horrenden Kosten für die lebensgefährliche Überfahrt in kleinen Pirogen aufzutreiben, bleiben unzählige Frauen und Männer in Nouhadibou stecken. Lamiya ist 20 Jahre alt und träumt von einer Fußballkariere. Chichis Familie legt alles Geld zusammen, um der 23-Jährigen eine Überfahrt zu ermöglichen. Valtis möchte endlich etwas gegen die Armut seiner Familie unternehmen und bricht die Schule ab, um in der Fremde genügend Geld zu verdienen.

„Hotel Sahara“ ist die intime Momentaufnahme eines Provisoriums. Zwischen Ankunft und Abreise, zwischen Todesnachrichten und Hoffnungseuphorie, zwischen Zukunftsträumen und der enttäuschenden Gegenwart behaupten die Protagonisten eine faszinierende Kraft und Energie.

„Diese Menschen, denen ich begegnet bin, haben eine besondere Unverwundbarkeit — Sie haben nichts mehr zu verlieren! Hotel Sahara ist für mich ein Ort, der in seinem Inneren aufgelöste Existenzen beherbergt, die sich im Provisorischen eingerichtet haben und nur eines besitzen: ihre Träume.“ – Bettina Haasen

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