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Nach Demonstration am Vortag – Radweg an der Albertstraße kommt

4. November 2019 - 16:47 Uhr

Am Dienstagabend fand unweit des Regierungsviertels zum wiederholten Mal eine Demonstration statt, um damit vor der ausstehenden Stadtratsratsentscheidung am Tag darauf über einen bereits seit 10 Jahren geplanten 600 Meter langen Radweg an der Albertstraße zwischen Albertplatz und Carolaplatz ein wahrnehmbares Zeichen für eine zukunftsgerichtete Verkehrspolitik in Dresden zu setzen. Bis zu 250 Menschen beteiligten sich an der zuvor in Sozialen Netzwerken noch heiß diskutierten Runde.

Die zunächst als Critical Mass ausgerufene Zusammenkunft war durch die Polizei Sachsen wie bereits im Mai diesen Jahres als Demonstration eingestuft worden. Kritische Stimmen wiesen darauf hin, dass eine Verbundfahrt nach §27 StVO rechtsmäßig sei und damit keine separate Anmeldung bei der Versammlungsbehörde benötige. Um wie im Frühjahr eine Konfrontation zu vermeiden, wurde im Vorfeld dennoch eine Demonstration angemeldet, die mit einem großen Polizeiaufgebot abgesichert wurde.

Nach fünf Runden zwischen Albertplatz und Pirnaischen Platz wurde die Veranstaltung gegen 19 Uhr beendet. Die von der DNN im Vorfeld als „radelnder Mob“ diskreditierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer schauten gespannt auf die Entscheidung des Stadtrats am Mittwoch. Durch die Ablehnung der bereits vorliegenden Planung für einen Radweg an der Albertstraße durch den alten Stadtrat, war es für die bis zu 90%ige Förderung der Umbaumaßnahmen durch den Freistaat Sachsen eng geworden, da die Fördermittel nur bis Oktober galten und laufen danach ausliefen.


Der erneute Antrag war bereits im September durch die Fraktionen der Grünen, Linken, SPD und der sich selbst als die „Unabhängigen“ bezeichneten Stadträte von Die Partei, Piraten und Freie Bürger interfraktionell eingereicht worden und wurde schließlich am Mittwochabend mit einer Mehrheit von 36 zu 33 Stimmen angenommen. Voraussichtlich schon Mitte 2020 können Kraftfahrzeuge auf der Verbindungsstraße zwischen Albert- und Carolaplatz nur noch eine statt wie bislang zwei Fahrspuren nutzen. Mit seiner Entscheidung, so der ADFC Dresden, habe der Stadtrat die Weichen für eine attraktivere und sicherere Nord-Süd-Trasse gestellt.

Bild: https://twitter.com/filousofisch/status/1189222496828084229


Veröffentlicht am 4. November 2019 um 16:47 Uhr von Redaktion in Freiräume, Soziales

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