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G8-Gipfel findet 2015 in Oberbayern statt

25. Januar 2014 - 13:20 Uhr

Die Entscheidung ist gefallen, das 41. Gipfeltreffen der acht führenden Wirtschaftsnationen findet im kommenden Jahr in der Nähe von Garmisch-Partenkirchen statt. Das teilte die Bundesregierung am Donnerstag in einer Pressemitteilung mit. Als Gipfelort wurde Schloss Elmau in den Bayerischen Alpen rund 100 Kilometer südlich von München ausgewählt. Während das Schloss im Zweiten Weltkrieg als Fronterholungsheim für die Wehrmacht diente, soll sich der Ort in den vergangenen Jahren unter den derzeitigen Eigentümern zu einem Forum für internationale Debatten entwickelt haben. Zuvor hatte es Spekulationen darüber gegeben, ob der Gipfel womöglich in Dresden hätte stattfinden sollen.

Das Schloss erfülle nach Einschätzung der Bundesregierung „alle logistischen und sicherheitstechnischen Anforderungen“ an einen G8-Treffen und biete zudem „mit seiner landschaftlich reizvollen Kulisse […] einen attraktiven Rahmen für die Gespräche und Begegnungen der Staats- und Regierungschefs“. Während Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) die Wahl Bayerns als Tagungsort als „Anerkennung der Erfahrung bei der Organisation internationaler Großveranstaltungen“ bezeichnete, befürchtet Thomas Schwarzenberger (CSU), der Bürgermeister der betroffenen Gemeinde Krün besonders die nicht vorhersehbaren Folgen für den Tourismus in der Region. Jährlich besuchen etwa 90.000 Gäste die Gemeinde.

Im Unterschied dazu begrüßte Geschäftsführer Dietmar Müller-Elmau die Wahl seines Hotels als „Auszeichnung und Herausforderung“. Er geht davon aus, dass sich die negativen Begleiterscheinungen „sehr in Grenzen halten werden“. Dafür spräche die sozialpolitische Ausrichtung des Gipfels mit dem Ziel der Bekämpfung von Armut. Zuletzt hatte es 1992 ein vergleichbares Gipfeltreffen in Bayern gegeben. Dabei waren im „Kessel von München“ von der Polizei am 6. Juli hunderte Menschen vor dem Kaffeehaus Dallmayr am Marienhof festgehalten worden. Später nahm die Polizei 482 Personen gewaltsam fest. Bayerns damaliger Ministerpräsident Max Streibl hatte im Anschluss für Empörung gesorgt, als er den Vorgang mit den Worten „Wenn einer glaubt, sich mit Bayern anlegen zu müssen, dann muss er wissen, dass hartes Hinlangen bayerische Art ist“ beschrieb.


Veröffentlicht am 25. Januar 2014 um 13:20 Uhr von Redaktion in News

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