Soziales

Filmvorführung „Mietrebellen“ mit anschließender Podiumsdiskussion „Wohnmacht oder Ohnmacht“

26. Mai 2019 - 12:36 Uhr

Der Rudolf e.V. lud am 22.05. zur Diskussion „Wohnmacht oder Ohnmacht“ zur Wohnraumentwicklung im Scheunenhofviertel. Zur Einstimmung präsentierte vorab Regisseur Matthias Coers seinen gemeinsam mit Gertrud Schulte Westenberg gedrehten Dokumentarfilm „Mietrebellen“ aus dem Jahr 2014. Eindringlich zeigt der Dokumentarfilm wie rasant sich in Berlin Stadtviertel verändert haben. Selbst Wohnungen, die lange als unattraktiv galten, werden mittlerweile von Anlegerinnen und Anleger als sichere Geldanlagen genutzt. Massenhafte Umwandlungen in Eigentumswohnungen und Mietsteigerungen in bisher unbekanntem Ausmaß werden alltäglich.

Doch der Protest wächst. Betroffene Anwohnerinnen und Anwohner begannen sich zu vernetzen, um entschlossen und solidarisch gegen die Verdrängung aus den nachbarschaftlichen Lebenszusammenhängen zu kämpfen. Eine Besetzung des Berliner Rathauses, das Camp am Kottbusser Tor, der organisierte Widerstand gegen Zwangsräumungen und der Kampf von Rentnerinnen und Rentner um ihre altersgerechten Wohnungen und eine Freizeitstätte symbolisieren nur den Auftakt einer neuen Protestbewegung. In Dresden formierte sich erstmals am 6. April breiterer Widerstand. Hunderte Menschen versammelten sich am Postplatz unter dem Motto „Mietenwahnsinn stoppen“, um für gemeinwohlorientierte Lösungen in der Wohnungsfrage zu demonstrieren.

Im Anschluss an den Film diskutierten Regisseur Coers, der Dresdner Bauunternehmer Frank Wiessner, Anja Stephan (Stadtratskandidatin Die Linke), Vincent Drews (SPD-Stadtrat), Torsten Schulze (Stadtrat von Bündnis 90/Die Grünen) und Felix Gutte vom Bündnis Mietenwahnsinn stoppen über die Verhältnisse in der Elbestadt. Insbesondere thematisierte das Podium die Veränderungen im Scheunenhofviertel zwischen Hansastraße, Bischofplatz und Neustädter Bahnhof. Denn auch dort sind Veränderungen im Wohnungsmarkt und Wohnumfeld inzwischen deutlich spür- und sichtbar.


Veröffentlicht am 26. Mai 2019 um 12:36 Uhr von Redaktion in Soziales

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