Alle Artikel zum Thema: Gedenken

News

Gedenken an Thomas L. auf dem Altmarkt

3. November 2020 - 12:26 Uhr

Rund 350 Personen versammelten sich am Sonntagnachmittag auf dem Altmarkt, um dem Anfang Oktober ermordeten Thomas und seinem schwerverletzten Lebenspartner Oliver mit einer Mahnwache zu gedenken. Aufgerufen hatte die Magnus Hirschfeld-Stiftung zusammen mit der Aktion 100% Mensch und dem CSD-Dresden. Letzterer hatte sich vor wenigen Tagen mit einem von mittlerweile 200 Einzelpersonen und Initiativen unterzeichneten offenen Brief an die Öffentlichkeit gewandt, in dem sie das Schweigen nach dem Mord vom 4. Oktober kritisierten.

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Antifa

Gedenkstätten in der Sächsischen Schweiz beschädigt

19. Mai 2020 - 13:25 Uhr

Bereits im April haben in der beliebten Urlaubsregion Sächsische Schweiz Unbekannte eine Gedenkplatte am Eingang zum Hirschgrund entwendet, die an den Widerstand gegen das NS-Regime erinnern sollte. Die Platte war 2018 von der Bergsportvereinigung Schwarz-Rote Bergsteiger_innen SRB (FAU) als Ersatz für eine im Dezember 2017 gestohlene Platte angebracht worden. Nach Auffassung von Steff Brenner (SRB) würden solche Aktionen deutlich machen, dass sich einige Menschen noch immer „mit dem NS-Terror-Regime verbunden [sehen]“. Zugleich kündigte er eine Erneuerung der Gedenkplatte an.

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Antifa | Nazis

Namenslesung auf dem Heidefriedhof: Befürchtungen haben sich bewahrheitet

18. Februar 2020 - 16:00 Uhr

Die vom Verein „Denk Mal Fort!“ auf dem Heidefriedhof organisierte Namenslesung am 13. Februar sorgte im Vorfeld für heftige Kritik. Mit dem unterschiedslosen Verlesen würde eine Gleichmacherei der Toten betrieben. Gleichzeitig bediene sich der Verein einer Form des Erinnerns, die den Opfern der nationalsozialistischen Verbrechen vorbehalten ist. Erst nach einer erfolgreichen juristischen Auseinandersetzung gelang es der Dresdner Linksjugend, dazu am Jahrestag der Bombardierung eine Protestkundgebung unweit der Veranstaltung zu organisieren.

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Antifa

Gedenkaktionen für Todesopfer rechter Gewalt

21. April 2019 - 20:53 Uhr

Am 17.04.2019 fanden in ganz Sachsen Aktionen im Gedenken an Todesopfer rechter Gewalt statt. Aufgerufen dazu hatte die überregionale Vernetzung „Wasteland“. Als Anlass nannte das Bündnis in seiner Pressemitteilung den ersten Todestag des in Aue vor einem Jahr ermordeten Christopher W. Er ist das offiziell 17. Todesopfer rechter Gewalt in Sachsen. Auch in Dresden beteiligten sich mit der „Undogmatischen radikalen Antifa“ (URA) eine Gruppe an den landesweiten Gedenkaktionen. Bereits am 6. April 2019 wurde mit verschiedenen Aktionen dem 1991 in Dresden ermordeten, mosambikanischen Gastarbeiter Jorge Gomondai gedacht, der 1991 von Nazis aus einer fahrenden Bahn geworfen worden war. Er war das erste Todesopfer rechter Gewalt in Sachsen nach der Wende.

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Antifa

Planungen für den Bau der Gedenkstätte in Lety können beginnen

6. Dezember 2017 - 15:12 Uhr

Während hierzulande angesichts eines kaum zu übersehenden gesellschaftlichen Rechtsrucks das Gedenken an die Verbrechen des Nationalsozialismus immer weiter in den Hintergrund gedrängt wird, wurde im benachbarten Tschechien von staatlicher Seite im vergangenen Monat das Gelände einer Schweinemastanlage gekauft, um dort im nächsten Frühjahr mit dem Bau einer Gedenkstätte zu beginnen. Damit soll in Zukunft an jene Menschen erinnert werden, die an gleicher Stelle von 1939 bis 1943 unter menschenunwürdigen Bedingungen inhaftiert und zur Arbeit gezwungen worden waren. Ein großer Teil der im Konzentrationslager Lety ermordeten oder später in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportierten Menschen waren Sinti und Roma.

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Antifa

Gedenken an den 9. November in Dresden

12. November 2017 - 23:25 Uhr

Welche politische Rolle die Dresdner Polizei in der zurückliegenden Zeit gespielt hat, ist hinlänglich bekannt. Ein Sahnestück polizeilicher Einflussnahme zeigt ein neuerlicher Vorfall bei den lokalen Gedenkveranstaltungen in Erinnerung an den 79. Jahrestag der Pogrome im November 1938, als hunderte Menschen jüdischen Glaubens starben und zehntausende in Konzentrationslager deportiert wurden. Anders als bei der Alternative für Deutschland (AfD), bei der sich die Polizei in der Vergangenheit sogar schützend vor aufgestellte Kerzen gestellt hatte, bewiesen zwei Dresdner Beamte erneut ihr Fingerspitzengefühl, als sie eine Gruppe von Menschen aufforderten, mehrere der an Stolpersteinen aufgestellten Gedenklichter zu löschen, da sie eine Gefahrenquelle darstellten.

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Antifa

Erinnerungsprojekt in Lety rückt in greifbare Nähe

5. August 2017 - 22:30 Uhr

Nach jahrzehntelangem Kampf steht der Errichtung einer Gedenkstätte in Erinnerung an die im Zweiten Weltkrieg im tschechischen Konzentrationslager Lety ermordeten und deportierten Menschen offenbar nichts mehr im Weg. Erst am Montag hatte der tschechische Kulturminister Daniel Herman (KDU-ČSL) mitgeteilt, eine Einigung mit den Eigentümern der Schweinemastanlage über den Verkauf der Anlage erzielt zu haben. Nun muss nur noch das tschechische Parlament im September den Plänen zustimmen. Erst im Mai hatten rund zweihundert Menschen am Jahrestag der Deportation aller verbliebenen Häftlinge in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau gedacht und sich für ein würdiges Gedenken eingesetzt. In dem Konzentrationslager starben in der Zeit des Nationalsozialismus mehrere hundert Menschen, die meisten davon Sinti und Roma.

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Antifa

Gedenkveranstaltung am ehemaligen Roma-KZ in Lety

18. Mai 2017 - 22:41 Uhr

Am vergangenen Wochenende beteiligte sich die Dresdner Gruppe gegen Antiromaismus mit etwa 30 Menschen an der Gedenkfeier zu Ehren der Ermordeten und Deportierten am ehemaligen Konzentrationslager Lety, in dem von 1939 bis 1945 vor allem als „asozial“ eingestufte Menschen inhaftiert wurden und unter menschenunwürdigen Bedingungen Zwangsarbeit leisten mussten. Eine große Zahl von Häftlingen überlebte die Lagerbedingungen nicht.

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Antifa

Gedenkobelisk in Dresden-Nickern verhüllt

11. Februar 2017 - 21:17 Uhr

Eine Gruppe von Aktivistinnen und Aktivisten aus dem Umfeld des erst in diesem Jahr neu gegründeten „Offenen-Antifa-Plenums“ (OAP) haben am 10. Februar den Gedenkstein in Dresden-Nickern umgestaltet, um damit auf den noch immer bestehenden revisionistischen Diskurs rund um den 13. Februar in der Stadt aufmerksam zu machen. In den zurückliegenden Jahren war der Ort mehrfach Anziehungspunkt für Nazis geworden. Vorläufiger Höhepunkt war eine rechte Demonstration mit rund 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmern am Vorabend des 13. Februars 2016. In diesem Jahr hatte das Bündnis „Dresden Nazifrei“ an gleicher Stelle eigene Kundgebungen angemeldet.

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Nazis

Ein Stein des Anstoßes – Diskussion um Gedenkstein in Nickern

31. August 2016 - 17:59 Uhr

In Zusammenarbeit mit Vorstadtgrün

Am Abend des 12. Februar 2016 zogen mehr als 600 Nazis durch Dresden-Prohlis, um an dem in Nickern befindlichen Gedenkstein an die Toten der Bombenangriffe auf Dresden im Februar 1945 zu erinnern. Im Vorfeld war der Gedenkstein in Form eines Obelisken, der regelmäßig von Neo-Nazis frequentiert wird, mit Farbe beschmiert worden. Der rechte Fackelmarsch endete mit mehreren Kranzniederlegungen, einer Totenanrufung sowie dem Absingen des Deutschlandliedes in drei Strophen. Redner am Gedenkstein, der die Inschrift: „Wir gedenken der Opfer des anglo-amerikanischen Bombenterrors“ trägt, bezeichneten die Luftschläge auf Dresden als Massenmord und alliierten Terror. Die Polizei sicherte das braune Spektakel in einem unverhältnismäßigen Katz- und Mausspiel mit den Gegendemonstranten ab. Die Versammlungsbehörde hatte ihr Übriges getan und Gegenprotest in Sicht- und Hörweite war aufgrund einer Wegbeauflagung nur stellenweise und spontan möglich, an Blockadeversuche nicht zu denken.

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