Der größte Naziaufmarsch in Europa endete in einem Fiasko für die knapp 6.500 Nazis aus dem In- und Ausland. Nach zahlreichen Übergriffen und Gewaltdrohungen durch NPD-Funktionäre, beendete die Polizei gegen 17 Uhr die stationäre Kundgebung auf dem Schlesischen Platz am Neustädter Bahnhof und schickte die Nazis unter Polizeischutz mit der S-Bahn aus der Stadt. Stunden zuvor hatten Teile der mit Bussen angereisten Nazis immer wieder versucht, Gegendemonstrantinnen und Gegendemonstranten anzugreifen und damit auch die Gründe für ein Verbot der als Trauermarsch angemeldeten Demonstration in den kommenden Jahren geliefert. (Fotos 1 | 2)

Mehrere Blockaden mit tausenden Menschen und zahlreiche Aktionen im Vorfeld der rechten Kundgebung hatten für stundenlange Verzögerungen bei den Nazis gesorgt. Zu Kundgebungsbeginn um 12 Uhr hatten es gerade einmal 200 von ihnen zum offiziellen Treffpunkt geschafft, während um den Bahnhof herum tausende Menschen die Zufahrtsstraßen blockierten. Zu einer von der Stadt initiierten 1.5 Kilometer langen Menschenkette kamen am frühen Nachmittag nach Angaben von Medien bis zu 15.000 Menschen.

Nicht die weit vom eigentlichen Ort des Geschehens entfernte Menschenkette in der Altstadt war es, die an diesem Tag zum Erfolg geführt hat, sondern Tausende auf den Straßen rund um den Neustädter Bahnhof. Durch Massenblockaden der breiten Bevölkerung und Aktionen militanter Antifaschistinnen und Antifaschisten konnte das erste Mal seit 1999 der Naziaufmarsch am 13. Februar in Dresden verhindert werden (Fotos 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8).

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