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Rassistischer Mord in Dresden: Bundesregierung weiter in der Kritik

Im Zusammenhang mit dem Mord an der Ägypterin Marwa El Sherbiny in einem Dresdner Gerichtssaal hat der Schriftsteller Alaa al-Aswani die Bundesregierung erneut kritisiert. Diese habe bei der Tragödie zu spät, zögerlich sowie nicht fair reagiert, sagte al-Aswani dem Spiegel. Diese Halbherzigkeit sei von den Arabern als ein Fall von Rassismus empfunden worden.

Die Protestdemonstrationen in der islamischen Welt nach der rassistischen Tat seien verständlich. Zwar gebe es dabei Übertreibungen und Versuche, den Fall politisch und religiös auszunutzen. Aber die Enttäuschung über die deutsche Haltung sei begründet, gerade weil viele Araber so großen Respekt vor der Bundesrepublik und ihren demokratischen Institutionen hätten. Regierungen seien zwar nicht für Kriminelle, aber für Recht und Gerechtigkeit verantwortlich, sagte al-Aswani.

Der Mordfall hatte in Ägypten für großes Aufsehen gesorgt und Proteste ausgelöst. Ein 28-jähriger Russlanddeutscher hatte die 31-jährige Zeugin Marwa El Sherbini während einer Verhandlung in Dresden erstochen und ihren Ehemann mit einem Messer schwer verletzt. Nach bisherigen Erkenntnissen handelt es sich um einen Einzeltäter, allerdings soll der Russlanddeutsche NPD-Sympathisant sein und auf einer islamfeindlichen Internet-Seite Meldungen kommentiert haben.

Quelle: NPD Blog (19.07.09)

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