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Ausgelassene Stimmung bei Tanzdemonstration im Dresdner Westen

Über 300 Menschen versammelten sich am Samstagnachmittag in Löbtau, um mit musikalischer Unterstützung für eine solidarische und rebellische Nachbarschaft auf die Straße zu gehen. Mit zwei Soundsystemen, einem Anhänger mit Livemusik und Rapeinlage zogen die größtenteils jungen Menschen trotz nasskaltem Wetter gut gelaunt vom Bonhoeffer-Platz über die Kesselsdorfer Straße bis nach Gorbitz, wo es in der Vergangenheit zu einer Reihe von rechten Übergriffen gekommen war. Insgesamt verlief der Tag nach Angaben der Veranstalterinnen und Veranstalter jedoch ohne größere Zwischenfälle.

Nachdem zu Beginn nach Lautsprecherdurchsagen drei Nazis durch die Polizei vom Auftaktort verwiesen werden mussten, überwogen im weiteren Verlauf, abgesehen von kleineren Ausnahmen, die positiven Rückmeldungen aus der Bevölkerung. In Redebeiträgen hatten die demonstrierenden Menschen dabei immer wieder deutlich gemacht, dass sie nicht nur keine Lust auf Nazis in ihrem Kiez haben, sondern auch Häuser und Wohnraum nicht als Spekulationsobjekte auf dem Imobilienmarkt verkommen lassen wollen. Nach einem kurzen Besuch des Plattenbauviertels Gorbitz ging es anschließend über die Braunsdorfer und Rudolf-Renner-Straße wieder zurück nach Löbtau.

Dort endete die Demonstration schließlich am Löbtauer Columbuspark, wo die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zuvor zum Abschluss noch mit einem Feuerwerk begrüßt wurden. Eine Sprecherin des „Los gehts“-Bündnisses zeigte sich im Nachgang zufrieden mit dem Verlauf des Tages: „Mit der Demonstration konnten wir deutlich zeigen, dass sich im Viertel Menschen gegen Rechtsruck und Ausgrenzung positionieren und für ein gleichberechtigtes Leben einsetzen“. Bereits im Vorfeld hatte die Antifaschistische Initiative Löbtau (AIL) als eine der für die Organisation verantwortlichen Gruppen für die Zukunft eine Reihe von weiteren Aktionen angekündigt.

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