Kultur

Umundu Festival 2015

Schon zum siebten Mal startet am Donnerstag das Umundu-Festival für nachhaltige Entwicklung, bei dem es in diesem Jahr um das Thema „Böden“ gehen wird. In der Auftaktveranstaltung soll dazu am Donnerstag ab 17 Uhr gemeinsam mit Eva Jähnigen (Die Grünen), Bürgermeisterin für Umwelt und Kommunalwirtschaft der Stadt, Bernd Siemer vom Sächsichen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie sowie Amy Green vom Internationalen Forschungsinstitut für Nachhaltigkeit Potsdam (IASS) über die lokalen Herausforderungen und Potentiale bei der Umsetzung globaler Ziele für Bodenschutz diskutiert werden. Nach der Diskussion wird die auf dem Altmarkt installierte Ausstellung „EIN HEKTAR“ mit einer Führung eröffnet. Die Ausstellung soll mit einem Filmprogramm und verschiedenen Klanginstallationen in eindrücklicher und vielfältiger Weise die weltweite Nutzung und Funktionen von Böden deutlich machen und dabei gleichzeitig die Dimension des Bodenverlustes aufzeigen.

Böden sind die Grundlage unseres Lebens. Sie liefern Nahrung, reinigen und speichern Wasser. Gleichzeitig sind sie jedoch auch riesige CO2-Speicher, Lebensraum und ein Ort großer ökologischer Vielfalt. Durch Versiegelung, unangepasste landwirtschaftliche Nutzung oder Verschmutzung geht allein in Deutschland täglich eine Fläche von fast 100 Fußballfeldern verloren. Boden ist allerdings endlich und der stetig wachsende Bedarf nach fruchtbarem Land schürt überall auf der Welt Konflikte um den Zugang zu einer weiter schwindenden Ressource. Um die Bedeutung fruchtbaren Bodens für unsere Ernährungssicherheit und unseren Wohlstand zu verdeutlichen, haben die Vereinten Nationen (UN) das Jahr 2015 als Teil der UN-Dekade zur Bekämpfung der Desertifikation zum Internationalen Jahr des Bodens erklärt. Wie also können Böden geschützt und erhalten werden? Welche politischen Rahmenbedingungen sind notwendig und was können wir selbst im Alltag tun, um nicht bald den Boden unter unseren Füßen zu verlieren?

Am Freitag beginnt im Gymnasium Bürgerwiese ein dreitägiges Symposium, in dem Besucherinnen und Besucher in über 30 Veranstaltungen die Möglichkeit wahrnehmen können, mit Referenten aus Wissenschaft, Politik und NGOs zu den Themen Bodenwissen, Stadt-Land-Boden, Agrikulturen sowie Konsum & Boden ins Gespräch zu kommen. In der sich anschließenden Festivalwoche vom 19. bis zum 24. Oktober, können interessierte Menschen an verschiedenen Orten in der Stadt mit zahlreichen lokalen Initiativen und Vereinen in Workshops, Stadtrundgängen, Exkursionen und Vorträgen praktische Ansätze einer zukunftsfähigen Gesellschaft erleben. Neben dem auch in diesem Jahr wieder äußerst umfangreichen Programm finden parallel dazu insgesamt sieben Ausstellungen statt. Zum Abschluss darf dann am 24. Oktober ab 20 Uhr im geh8 noch einmal richtig gefeiert werden. Wer das Festival als Freiwillige oder Freiwilliger unterstützen möchte, wird gebeten, sich per Email mit den Verantwortlichen in Verbindung zu setzen oder selbst in eine Helferliste einzutragen.

Ein Rückblick ins vergangene Jahr:

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