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Übergriff in Arnsdorfer Supermarkt

Wie die Polizei erst heute Nachmittag bekannt gab, ereignete sich bereits am 21. Mai in einem Arnsdorfer Supermarkt ein Übergriff, bei dem ein 21-Jähriger Asylsuchender nach einem Streit verletzt und anschließend mit Kabelbindern an einen Baum gebunden wurde. In einem auf rechten Facebookseiten verbreiteten Video ist zu sehen, wie vier Personen zielstrebig auf den Mann zugehen, ihn bedrängen und anschließend gewaltsam aus dem Kassen- und Eingangsbereich entfernen. Im Vorfeld soll es im Supermarkt mehrfach zu einem Streit wegen der Aktivierung einer Telefonkarte gekommen sein, die sich der Mann am Tag zuvor gekauft hatte. Als kurz darauf die Männer eintrafen, eskalierte die Situation innerhalb weniger Sekunden.

Als die Polizei am Supermarkt eintraf, fand sie den jungen Mann bereits an einen Baum gefesselt auf dem Parkplatz vor. Nachdem die beiden Streifenbeamten gegen die selbsternannte Bürgerwehr Platzverweise ausgesprochen hatte, versorgten Sanitäter den verletzten Mann und brachten ihn zurück in das Arnsdorfer Fachkrankenhaus, wo er derzeit behandelt wird. Inzwischen hat die Polizei Ermittlungen wegen Bedrohung und Freiheitsberaubung aufgenommen und sucht nach Personen, die gesehen haben, wie der Betroffene aus dem Supermarkt gebracht und an einen Baum gebunden wurde. Hinweise nimmt das Führungs- und Lagezentrum der Polizeidirektion Görlitz unter der Rufnummer 03581-468100 entgegen.

Unter den Männern, die den Asylsuchenden schlugen und fesselten, befand sich nach Recherchen der Sächsischen Zeitung mit dem langjährigen Gemeinderat Detlef Oelsner auch ein Mitglied der örtlichen CDU. Oelsner, der im vergangenen Jahr als Herausforderer für das Amt des Arnsdorfer Stadtoberhauptes klar gescheitert war, zeigte sich später uneinsichtig: „Wir haben Zivilcourage gezeigt und hätten das bei jedem anderen ebenfalls getan. Auch wenn es ein Deutscher gewesen wäre.“ Die Oberbürgermeisterin der Stadt, Martina Angermann (SPD), gab wenig später bekannt, dass ihr auch die Namen der anderen Männer bekannt seien.

Video des Übergriffs:

Kommentare

  1. Claudia sagt:

    Man hat also statt das Orginalvideo einzubinden, ein Video genommen das die ANTIFA!! gestohlen und unter neuem Titel veröffentlicht hat. Danke deutlicher konntet Ihr nicht zeigen das Ihr nicht an einer wahrheitgemäßen Berichterstattung interessiert seid.

  2. Nachdenklicher sagt:

    Diese „Bürgerwehr“ und die Verkäuferin sind eine Schande für Sachsen! Pfui!

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