Hausdurchsuchungen bei Nazis in Pirna
19. März 2010 - 11:28 Uhr - Eine Ergänzung
Gestern wurden 12 Wohnungen von Nazis in Pirna durchsucht. Die Staatsanwaltschaft wirft den Beteiligten an der gewalttätigen Spontandemonstration am 13. Februar Landfriedensbruch vor. Mehrere Hundert Nazis waren im Anschluss an den gescheiterten Nazigroßaufmarsch in der Dresden durch die 20 Kilometer entfernte Kleinstadt Pirna gezogen und hatten gezielt ein Büro der SPD attackiert.

Die sächsische Polizei veröffentlichte Ende vergangenen Monats die 
In der Nacht zum 18.02.2010 wurde das Auto eines Antifaschisten aus Pirna von bisher unbekannten Nazis in Brand gesetzt. Er ist Mitgleid des AKuBiZ e.V. und Kreisgeschäftsführer der „LINKEN“ des Verbandes Sächsische Schweiz/Osterzgebirge.
In den Abendstunden des 13. Februar 2010 versammelten sich in der Pirnaer Innenstadt hunderte Nazis und zogen randalierend durch die Stadt. Dabei wurde unter anderem das SPD-Bürgerbüro in Langen Straße angegriffen und schwer beschädigt. Die Nazis befanden sich auf der Rückfahrt von der verhinderten JLO-Demonstration anlässlich der Bombardierung Dresdens vor 65 Jahren. Unter den in Pirna anwesenden Nazis befand sich, Augenzeugen nach, der NPD-Stadtrat Martin Schaffrath aus Stolpen. Der NPD-Stadtrat und Besitzer des rechten Ladengeschäftes „The Store“ auf der Breiten Straße in Pirna und Versandhandels „Crimestore“ ist in der Stadt kein Unbekannter. Schon mehrfach ermittelte die Polizei und Staatsanwaltschaft gegen ihn, Gerichtsprozesse folgten. So berichtet die BILD-Zeitung über einen Prozess der „Folter-Bande in Pirna“. Auch die