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Bunte Republik Neustadt 2013

An diesem Freitag beginnt in Dresden wieder einmal das wohl bunteste Straßenfest der Stadt. Nachdem es eine zeitlang so aussah, als ob der als „Bunte Republik“ auch über Dresden hinaus bekannte Stadtteil Äußere Neustadt auf Grund des Hochwassers abgesagt werden müsste, gaben die Veranstalter inzwischen Entwarnung. Also können auch in diesem Jahr die Straßen des Viertels wieder zur Partymeile für zehntausende Besucherinnen und Besucher werden. Den etwa 150.000 Menschen wird dabei nicht nur auf den Straßen, sondern auch in den zahlreichen Klubs und Hinterhöfen des einstigen Szeneviertels einiges geboten. Wer sich einmal durch die Menschenmassen auf der Alaun- bzw. Louisenstraße gekämpft hat, derdie findet im bunt gemischten Kultur- und Musikprogramm mit Sicherheit auch das passende Event.

Während sich das einst selbst verwaltete Stadtteilfest in seinen Anfängen zu Beginn der 1990er Jahre noch sehr politisch gestaltete und das Gebiet zwischen der Bautzner Straße, der Königsbrücker Straße, dem Bischofsweg und der Prießnitzstraße kurzerhand zum freien Territorium mit einer eigenen Währung erklärt worden war, bestimmen heute vor allem die zahllosen Ess- und insgesamt 41 (!) Bierwagen das Bild. Obwohl die Anzahl der Veranstalter wie im vergangenen Jahr bei 270 liegt, nahm erfreulicherweise die Zahl der durch Anwohnerinnen und Anwohner angemeldeten Veranstaltungen zu. Im gesamten Festgelände gilt eine von der Stadt für den Zeitraum erlassene Polizeiverordnung, die neben einem von der Polizei und dem Ordnungsamt kontrollierten Park- und Glasflaschenverbot auch Sperrzeiten für laute Musik vorsieht. Eine im Dezember 2012 vom Ordnungsamt der Stadt vorgegebene Terminverschiebung, konnte nach Protesten glücklicherweise nicht umgesetzt werden.

Wer Interesse und Zeit hat, kann sich im so genannten „Lustgarten“ einbringen. Unweit der Bautzner Straße findet nach einem Jahr Zwangspause erneut die vom ortsansässigen Verein Kultur Aktiv e.V. organisierte und durch Spenden finanzierte „Oase im bunten Trubel der BRN“ statt, in der viel vom ursrpünglichen Charakter des Festes vermittelt werden soll. Überhaupt sei neuen Besucherinnen und Besuchern vor allem der östliche Teil des Festgeländes ans Herz gelegt, denn während die Görlitzer Straße spätestens in den frühen Abendstunden durch unzählige Soundsysteme beschallt werden wird, bietet sowohl die Talstraße, als auch der nahe gelegene Lutherplatz ein buntes Rahmenprogramm für alle Altersklassen. Im vom diesjährigen Hochwasser besonders betroffenen Stadtteilhaus öffnet hoffentlich auch das BRN-Museum seine Pforten. Anhand von Filmmaterial können dabei Besucherinnen und Besucher einen Eindruck von dem bekommen, was 20 Jahre zuvor im Gründerzeitviertel nördlich der Elbe losgewesen ist.

Eindrücke vom vergangenen Jahr:

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