Kultur

Filmtipp: Sin Nombre

Diese Woche startete in ausgewählten Programmkinos das mexikanische Drama „Sin Nombre“ von Cary Fukunaga. Erzählt wird die Geschichte von „El Caspar“, einem Mitglied der Mara Salvatrucha. Die Gruppe mit mehr als 50.000 Mitgliedern zählt zu den größten und gefährlichsten Straßengangs der Welt. Im letzten Jahr war der französische Fotoreporter und Dokumentarfilmer Christian Poveda bei Recherchen für eine Dokumentation über die Jugendbande in El Salvador mit mehreren Kopfschüssen hingerichtet worden.

Im Film verliebt sich „El Caspar“ in die junge Honduranerin Sayra. Es beginnt die gemeinsame Flucht aus seinem früheren Leben an die für viele Flüchtlinge unüberwindbare mexikanisch-amerikanische Grenze, in der Hoffnung auf ein besseres Leben.

In Mexiko tobt beinahe unbemerkt seit Jahren ein blutiger Drogenkrieg. Dem Konflikt zwischen der schwer bewaffneten Mafia und einer von Korruption und Bestechung geplagten mexikanische Armee sind in den letzten Jahren bereits mehrere tausend Menschen zum Opfer gefallen, ohne dass sich an den gesellschaftlichen Ursachen wirklich etwas verändert hat. Allein in den ersten vier Monaten diesen Jahres starben in der mexikanischen Grenzstadt Ciudad Juárez mehr als 800 Menschen im Drogenkrieg.

Empfehlenswert ist in diesem Zusammenhang die Dokumentation „La Vida Loca“ von Christian Poveda:

Kommentare

  1. Filmseher sagt:

    Den Film sollte man nach Möglichkeit in Spanisch mit deutschen Untertiteln schauen, die Synchronisation ist leider amateurhaft.

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