Nazis

Terrorrazzia auch in Dresden

Im Zuge der bundesweiten Durchsuchungen gegen mutmaßliche Unterstützer der rechten Terrorgruppe „NSU“ kam es heute auch in Dresden zu einer Hausdurchsuchung durch Spezialisten des Bundeskriminalamtes. Ziel der Aktion war eine Wohnung von Max Florian Burghardt auf der Förstereistraße in der Äußeren Neustadt. Damit verdichten sich die Hinweise darauf, dass Sachsen eine zentrale Rolle als Rückzugsraum der Terrorgruppe gedient hat.

Bei den Durchsuchungen war am Donnerstag im brandenburgischen Mühlenfließ der 32jährige André Eminger mit Hilfe der Anti-Terror-Einheit GSG 9 festgenommen worden. Seit 2003 soll Eminger nach Ansicht der Bundesanwaltschaft in engem Kontakt mit dem Zwickauer Trio gestanden haben. Er stammt ebenso wie zahlreiche weitere mutmaßliche Terrorhelfer aus Johanngeorgenstadt, lebt jedoch schon seit längerer Zeit mit seiner Frau Susann im westsächsischen Zwickau. Bis vor wenigen Tagen war Eminger Besitzer des rechten Szeneladens „Caput Mortuum“ in Zwickau und soll bis mindestens 2009 nach Recherchen des Nachrichtenmagazins „Stern“ auch die Videoproduktionsfirma „Aemedig“ betrieben haben, von der in den Trümmern der von Beate Zschäpe zerstörten Wohnung Ermittler einen Flyer gefunden haben sollen.

André Eminger war gestern in den frühen Morgenstunden in der Wohnung seines Bruders Maik im Landkreis Potsdam-Mittelmark festgenommen und mit dem Hubschrauber direkt nach Karlsruhe geflogen worden. Gegen ihn wurde mittlerweile Haftbefehl erlassen. Sein Bruder tauchte im brandenburgischen Verfassungsschutzbericht von 2010 als „Stützpunkt“-Vertreter der NPD-Jugendorganisation JN auf und war in der Vergangenheit Mitglied des 2006 verbotenen „Schutzbundes Deutschland“.

Kommentare

  1. Killian Mohn sagt:

    In einigen Zeitungen wird Heut berichtet, dass einer der Helfer Mirko Hesse aus Langburkersdorf/ Neustadt Sa. sein könnte. Hesse ist den meisten nicht unbekannt, war er doch schon 2002 als Nazi-V-Mann aufgeflogen.
    http://www.berliner-zeitung.de/archiv/neonazis—die-dresdner-staatsanwaltschaft-will-erneut-eine-rechtsextreme-gruppe-zur-kriminellen-vereinigung-erklaeren-lassen–diesmal-geht-es-um-die-saechsischen-hammerskins–die-erstaunliche-nazikarriere-des-v-manns-mirko-h-,10810590,10126850.html

    Auch interessant:
    „In Sachsen wurde unterdessen bekannt, dass sächsische Neonazis insgesamt mehr als 150 Waffen legal besitzen. Auf eine Anfrage der Abgeordneten Kerstin Köditz (Linke) teilte die sächsische Landesregierung kürzlich mit, dass 38 Personen, aus dem rechtsextremen Spektrum im Besitz einer Waffenerlaubnis seien. Sie hätten insgesamt 105 Lang- und 51 Kurzwaffen legal in Privatbesitz. „

  2. HinzundKunz sagt:

    Ist das sicher mit der Förstereistraße? Ich frage deshalb da ich gestern (24.11) auf der Alaunstraße, höhe Alaunplatz, einige Cops herumstanden.
    Doch egal wo, es sollte uns nachdenklich machen, wenn sich Faschisten mitten im „alternativen“ Stadtteil eine konspirative Wohnung unterhielten! Es wird Zeit die Ärmel hochzukrempeln und wenigstens unseren Stadtteil wieder von solchem Gesindel zu säubern! Mir läuft hier eh viel zu viel dummes Volk rum was gefälligst wieder Angst haben sollte auf die Straße zu gehen! Was ist mit den guten alten Antifa-Stadtteilspaziergängen! Worauf wird noch gewartet? Es ist mehr als notwendig! Helfen wir dem Gesindel bei der Umzugsentscheidung! Die Neustadt und der Hecht dürfen nicht zum Rückzugsort und feiermeile von Faschisten werden bzw. dieser Zustand muss beendet werden! Das Maß ist voll, dieser Umstand ist unerträglich!!!!!!!

  3. saxonymous sagt:

    mehr info zu florian?

  4. Antifa sagt:

    Hier ein paar Artikel mit Querverweisen auf Max B.:

    Nach Angaben des „Spiegels“ beschuldigt die Generalstaatsanwaltschaft mittlerweile auch Mandy S., dem Zwickauer Terror-Trio geholfen zu haben. Der Frau, die zuletzt in einem Salon der Friseurkette „Charmant“ in Schwarzenberg arbeitete, wird ebenfalls nachgesagt, zum Kern der „Brigade Ost“ gehört zu haben. Nach Erkenntnissen des Bundeskriminalamtes ist sie die Ex-Freundin eines inzwischen in Dresden lebenden Steinmetzes, der nach eigenen Angaben Mundlos, Böhnhardt und Zschäpe zumindest zwischen Februar und Juli 1998 in seiner ehemaligen Wohnung in Chemnitz wohnen ließ.

    Quelle: Sächsische Zeitung (12.12.2011)

    Nach Erkenntnissen des BKA habe Mandy S. das mutmaßliche Terror-Trio nach deren Flucht im Februar 1998 für mehrere Monate in der Wohnung ihres damaligen Freundes Max B. in Chemnitz einquartiert.

    Quelle: Spiegel Online (11.12.2011)

    Neuigkeiten gibt es auch im Fall eines „legalen illegalen Ausweises“, der in dem explodierten Haus in Zwickau gefunden wurde, in dem das Trio lange Jahre gelebt hatte. Der Ausweis, der von den Meldebehörden der Stadt Chemnitz ausgestellt wurde, war offensichtlich für Uwe Mundlos bestimmt. Nach FAKT-Recherchen enthält der Ausweis nämlich sein Foto. Er ist allerdings auf den Namen Max Florian B. ausgestellt. Der Ausweis wurde mit einem anderen Ausweis beantragt, der manipuliert gewesen war, also ein gefälschtes Foto und eine gefälschte Unterschrift enthielt. Wie eine Sprecherin der Stadt Chemnitz FAKT bestätigte, wurde der gefälschte Ausweis von den Behörden nicht als solcher erkannt. Der Vorgang wurde inzwischen von den städtischen Behörden an das Bundeskriminalamt weitergeleitet.

    Quelle: MDR Sachsen (06.12.2011)

    bitte weitermachen!!!

  5. Greg sagt:

    Genau, hinzundkunz! Vielleicht sollte man das Gesochs in Lager stecken und mal arbeiten lassen.
    Wie früher: Deutsche erklären andere Deutsche als lebensunwert.

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