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Internationaler Frauentag

Heute jährt sich zum 89. Mal der Internationale Frauentag. Der Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden wird weltweit von Frauenorganisationen am 8. März begangen und entstand im Kampf um die Gleichberechtigung und das Wahlrecht. Unter den Nazis wurde der Tag verboten. Der Grund dafür lag am historischen Einfluss der sozialistischen Bewegung. Heute gilt der 8. März in 26 Ländern als offizieller Feiertag, in der Volksrepublik China ist der Nachmittag für Frauen arbeitsfrei.

Aus einer aktuellen Studie der EU geht hervor, dass Frauen nach wie vor deutlich weniger verdienen, als ihre männlichen Kollegen. Während der Verdienst für Frauen im EU-Durchschnitt 18 % unter dem Lohn der Männer liegt, ist dieser Unterschied in Deutschland mit 23,2 % wesentlich größer. Die Gründe dafür sind eine sehr hohe Teilzeitquote bei Frauen, aber auch ein hoher Anteil von Frauen im schlecht bezahlten Niedriglohnsektor. Die neue EU-Kommissarin für Justiz und Grundrechte, Viviane Reding, will in den kommenden Monaten und Jahren ein Ende der Lohnunterschiede zwischen den Geschlechtern notfalls mit Strafgeldern durchsetzen und auf Gleichberechtigung drängen.

Der sächsische DGB kritisierte die angekündigten starken Kürzungen des Freistaats für Gleichstellungsprojekte. Durch die Kürzungen von bis zu 70 % der Gelder, stehen Projekte wie Frauenhäuser und Vereine für Frauen vor dem finanziellen Aus. Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Dresden, Kristina Winkler, wies in der Sächsischen Zeitung darauf hin, dass in der Stadtverwaltung mit Ausnahme von Dresdens Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) nur sehr wenige Positionen mit Frauen besetzt sind.

Heute wird um 17 Uhr im Lichthof des Rathauses die Ausstellung „Kauf mich?! Frauen und Männer in der Werbung“ mit einem Grußwort durch Dresdens Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel eröffnet. Hintergrund der gezeigten 54 Werbeanzeigen aus der Tagespresse ist, welche Bilder mit der Werbung über die Geschlechter präsentiert werden. Die Ausstellung ist noch bis zum 26. März zu sehen, der Eintritt ist frei.

Kommentare

  1. Flo sagt:

    N-TV schreibt, dass Alice Schwarzer sogar für die Abschaffung des Tages ist.
    Gewusst?

  2. neubürger90 sagt:

    Alice Schwarzer ist für die Abschaffung der Steuerpflicht für Frauen wie sie
    😉

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