Alle Artikel zum Thema: Dresden

Antifa

Wissenswertes zum 13. Februar 2013

TU Dresden gegen Rechtsradikalismus und Intoleranz (Quelle: tu-dresden.de)

Wenn am Mittwoch wieder ungefähr 1.000 Nazis in Dresden aufmarschieren, um damit den Opfern der alliierten Luftangriffe vom Februar 1945 zu gedenken, wollen antifaschistische und zivilgesellschaftliche Gruppen den Aufmarsch auch im vierten Jahr in Folge versuchen zu verhindern. Obwohl die Veranstaltungen in den letzten beiden Jahren ruhig verlaufen sind hat die Dresdner Polizei mehrere tausend Einsatzkräfte aus dem gesamten Bundesgebiet angefordert, um sich nach Aussage von Dresdens Polizeipräsident Dieter Kroll als “neutraler Garant der Versammlungsfreiheit” zu präsentieren und den rechten Aufmarsch notfalls mit Gewalt durchzusetzen. Dazu setzt die Polizei auf so genannte “Anti-Konflikt-Teams”, die “Konflikten vorbeugen und dadurch letztlich deeskalierend wirken” sollen. Zugleich soll das Vorgehen der Einsatzkräfte in diesem Jahr von unabhängigen Beobachtungsteams dokumentiert und anschließend ausgewertet werden. Weiterlesen

News

Die Höhepunkte des Jahres 2012

Mario Balotelli nach dem entscheidenen Tor gegen Deutschland (Quelle: flickr.com/photos/81811895@N04/7494676776)

Es ist an der Zeit, die Höhepunkte des vergangenen Jahres aus unserer Sicht chronologisch Revue passieren zu lassen und eine Bilanz zu ziehen. Dabei erheben wir keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit, viel mehr ist unser Anliegen, die interessantesten Geschehnisse aus 2012 und die damit einhergehenden Artikel noch einmal hervorzuheben. Obendrein wirft es in dem einen oder anderen Fall ein aufschlussreiches Licht auf kommende, sich jährlich wiederholende Ereignisse, wie den 13. Februar und den 17. Juni. Außerdem nicht aus dem Blick geraten soll das gesellschaftliche Fahrwasser, in dem wir uns gerade hier in Sachsen tagtäglich bewegen. Wie bereits in der Neujahrsansprache angeklungen, gibt es trotz vieler Erfolge wenig Erfreuliches zu berichten.

Dennoch möchten wir an dieser Stelle noch einmal explizit Kampagnen des vergangenen Jahres erwähnen. In erster Linie ist dies die “Refugee Tent Action”, die es nahezu ohne die Beteiligung linker Gruppen geschafft hat, das Thema Asyl und die Unterbringung von Asylsuchenden in die Medien zu bringen und zum Gegenstand politischer Diskussionen zu machen. Thematisch ähnlich widmete sich die Kampagne “Das Problem heißt Rassismus” vor allem dem 20. Jahrestag der Pogrome von Rostock-Lichtenhagen. Nicht zuletzt waren die Angriffe auf Flüchtlinge im Jahre 1992 und die mediale Rezeption jener einer der Hauptgründe für die faktische Abschaffung des Grundrechts auf Asyl in Deutschland. Weiterlesen

Antifa

Sächsischer “Filz” erhebt Anklage

Solidaritätstransparent für Lothar König (Quelle: flickr.com/photos/haskala/)

Keine besinnliche Weihnachtszeit für Lothar König. Ab März des kommenden Jahres muss sich der evangelische Jugendpfarrer aus Jena vor dem Amtsgericht Dresden wegen schweren Landfriedensbruchs verantworten. König soll bei den Protesten gegen einen geplanten Nazigroßaufmarsch am 19. Februar 2011 in der Dresdner Südvorstadt eine Menschenmenge zur Gewalt aufgestachelt haben. Die zuständige Staatsanwaltschaft wirft ihm in ihrer 18seitigen Anklageschrift außerdem vor, Straftäter geschützt und ein Polizeifahrzeug mit dem Auto abgedrängt zu haben. Außerdem soll aus dem VW-Bus der Jungen Gemeinde Stadtmitte Jena “aggressive Musik” abgespielt worden sein. Weiterlesen

Antifa

Auch im kommenden Jahr: “Nicht lange fackeln – Nazis blockieren!”

Quelle: http://www.flickr.com/photos/realname/5458641521/

Nach der zweitägigen Aktivierungskonferenz im Oktober hat das Bündnis “Dresden-Nazifrei” am Donnerstag ihre Kampagne für das kommende Jahr vorgestellt. Unter dem Motto: “Nicht lange fackeln – Nazis blockieren!” soll auch im nächsten Jahr wieder der für den 13. Februar angemeldete Naziaufmarsch in Erinnerung an die Zerstörung von Teilen der Stadt mit Blockaden verhindert werden. Da die Initiatoren damit rechnen, dass die bundesweite Mobilisierung spätestens nach der großen Antifademonstration gegen den abgesagten Nazigroßaufmarsch am 18. Februar deutlich geringer ausfallen wird, rufen sie alle Dresdnerinnen und Dresdner dazu auf, gemeinsam gegen Rassismus und Geschichtsrevisionismus auf die Straße zu gehen und sich den Nazis entgegenzustellen. Weiterlesen

Lesenswert

Rechtes Neofolk-Konzert in Dresdner Party-Location

Am 7./8. Dezember 2010 wird in der Dresdner Reithalle eine zweitägige Veranstaltung namens “Runes&Men Festival” stattfinden, bei dem sowohl rechte Bands auftreten als auch eine Vielzahl neonazistischer BesucherInnen erwartet werden.

Quelle: ART Dresden (06.12.2012)

Kultur

Die Gruppe Supershirt im Interview

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Heute werden die sympathischen Rostocker Jungs von Supershirt zum Auftakt ihre Tour “Gucken Klatschen Vergessen” in der Scheune spielen. Wir hatten das Glück, uns wenige Stunden vor ihrem Auftritt mit ihnen zu treffen und ihre zukünftigen Pläne und berühmten Labelkollegen von Feine Sahne Fischfilet zu sprechen. Weiterlesen

Lesenswert

No Sex please, we’re from Dresden

Waren die besoffen? Es gibt Ideen, die sind so schlecht, die kann man gar nicht mehr vernünftig kritisieren. Dazu gehört eine Postkartenkampagne der Stadt Dresden zum Welt-Aids-Tag. “Kein Sex – kein Aids” steht darauf, und die Dargestellten sehen auch nicht so aus, als hätten sie gerade Lust auf Vermehrung (es geht dem Bild zufolge ja ausschließlich um Heteros).

Quelle: queer.de (30.11.2012)

Nazis

NPD-Mini-Kundgebung in Gorbitz

Jens Baur (NPD-KV Dresden) beim Abbau der Plakate

Die NPD ist in Dresden ein weiteres Mal gescheitert. Zu ihrem “bundesweiten Aktionstag” gegen den Euro versammelten sich im Stadtteil Gorbitz gerade einmal 30 Personen um einen Stand am Merianplatz. Mit dutzenden Plakaten, Deutschland- und NPD-Fahnen sowie Werbematerial versuchten sie vorbeigehende PassantInnen abzupassen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Ganz allein blieben die Nazis allerdings nicht, mindestens ebenso viele Menschen machten lautstark auf das Treiben an dem Platz mit Transparenten und Sprechchören aufmerksam. Weiterlesen

Nazis

Mutmaßlicher NSU-Unterstützer war jahrelang Informant der Polizei

Wohnhaus des mutmaßlichen NSU-Unterstützers Thomas Starke (Quelle: Google Streetview)

Nach Recherchen des Spiegels war der mutmaßliche NSU-Unterstützer Thomas Starke nicht nur von Ende 2000 bis Anfang 2011 als so genannte Vertrauensperson (VP) für das Berliner Landeskriminalamt tätig, sondern auch für die Lieferung von Sprengstoff für die Terrorzelle um Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe verantwortlich. Das geht aus mehreren Gesprächen Starkes mit den ermittelnden Beamten des BKA hervor. So gab er zu, Ende der 90er Jahre rund ein Kilo TNT für die Zelle beschafft zu haben. Wenig später flog die Bombenwerkstatt in Jena auf und die Drei verschwanden im Untergrund. Wenig später half er dabei, dem Trio eine vorläufige Unterkunft in der Wohnung eines “Blood & Honour” -Sympathisanten in Chemnitz zu finden. Wegen seine Beziehung zu Beate Zschäpe von Ende 1996 bis April 1997 brach die Gruppe danach den Kontakt zu ihm ab. Weiterlesen

Antifa | Freiräume

Hausdurchsuchungen im Akkord

Razzia für Alles!

In der vergangenen Woche kam es zeitgleich zur Vorstellung der Zahlen zu Politisch motivierter Kriminalität in Sachsen im brandenburgischen Finsterwalde zur nun schon dritten Hausdurchsuchung. Nachdem die Beamtinnen und Beamten des LKA Sachsens schon vor gut einem Monat einige Wohnräume in der Kleinstadt durchsucht hatten, rückten sie vergangenen Donnerstag mit dem Transporter einer Möbelspedition an und beschlagnahmten Teile der zuvor demontierten Wohnungseinrichtung. Weiterlesen