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PEGIDA bekommt Unterstützung durch die AfD

16. Mai 2016 - 12:08 Uhr

Zum 3. Mal fand am 9. Mai die wöchentliche PEGIDA-Veranstaltung am Hauptbahnhof in Dresden statt. Laut der Studentengruppe „Durchgezählt“ nahmen bis zu 3.000 Menschen an der Veranstaltung teil. Für ein Novum sorgte die Anwesenheit eines Landtagsabgeordneten der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD) als Redner bei der Auftaktkundgebung. Hans-Thomas Tillschneider, MdL Sachsen-Anhalt, bedankte sich bei Pegida dafür, dass die Bewegung den Boden für eine neue Islampolitik der AfD geebnet habe und forderte das Bundesverdienstkreuz für den erst in der letzten Woche zum wiederholten Mal verurteilten Lutz Bachmann.

Während des anschließenden Demonstrationszuges sorgten auf dem Dr.-Külz-Ring in Sicht- und Hörweite bis zu 230 Menschen für lautstarken Widerspruch. Organisiert wurde der Protest durch die Initiative „GEpIDA“, welche sich mit dem Motto „Arsch hoch!“ an die Dresdner Zivilgesellschaft gewandt hatte. Dabei riefen sie dazu auf, sich mit Courage, Engagement und Ausdauer PEGIDA entgegenzustellen und zu widersprechen. Auf der GEpIDA-Veranstaltung, die maßgeblich vom Engagement syrischer Geflüchteter geprägt war, sorgten Musik, Tanz und Redebeiträge für ausgelassene Stimmung unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Bei ihrem Versuch, auf der Prager Straße ein Transparent mit der Aufschrift: „Rassismus tötet“ zu entrollen, wurden nach Darstellung der Polizei insgesamt 26 Menschen festgesetzt. Dabei wurden sie unmittelbar und unter Gewalteinwirkung durch die Polizei in eine Seitengasse gedrängt. Anschließend wurden die Personalien festgestellt, alle kontrollierten Menschen erhielten Platzverweise für den Innenstadtbereich. Trotz der langwierigen Identitätsfeststellung zeigte sich der Demonstrationszug von GEpIDA zugleich jedoch solidarisch und wartete geschlossen auf die festgehaltenen Personen.

Großen Applaus erhielt PEGIDA-Mitglied Siegfried Däbritz, als er von einer durch Polizeischüsse schwer verletzten Syrerin an der slowakischen-ungarischen Grenze sprach. PEGIDA kündigte an, in der folgenden Woche eine Pause einzulegen und erst am 23. Mai wieder auf dem Neumarkt zu demonstrieren. Am Pfingstmontag wollen stattdessen Tatjana Festerling und Edwin Wagensveld den zweiten Anlauf für die „Festung Europa“ nehmen. Mit der Aktion wollen sie wie schon im Februar die Anhängerinnen und Anhänger rechter Bündnisse aus mehreren Ländern auf die Straße bringen. Der erste Versuch am 6. Februar scheiterte allerdings; während sich in Dresden am Elbufer mehrere tausend Menschen eingefunden hatten, fanden Parallelveranstaltungen in anderen Städten kaum Beachtung.

Weiterer Bericht: Der 9. Mai in Dresden


Veröffentlicht am 16. Mai 2016 um 12:08 Uhr von Redaktion in Antifa, Nazis

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