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Veranstaltungsreihe zum Kommunismus

Im AZ Conni findet noch bis in den Mai hinein an jedem Donnerstag eine Veranstaltungsreihe zum Thema Kommunismus statt. Angesichts einer nicht zu übersehenden Verrohung der bürgerlichen Gesellschaft, in der Woche für Woche tausende Menschen gegen das Recht auf Asyl auf die Straße gehen, stellt sich nicht nur die Frage nach den Ursachen, sondern auch nach den Möglichkeiten eigene Perspektiven zu entwickeln und aufzuzeigen. Gefördert wird die Reihe im Rahmen des Offenen Antifa Treffens (OAT) durch den Fachschaftsrat der Philosophischen Fakultät und dem StuRa der TU Dresden, dem AStA der Evangelischen Hochschule (EHS) und der Linksjugend.

Vor dem Hintergrund einer Idee von Kommunismus als „Bewegung, die in radikalster Opposition gegen die bestehende Gesellschaft tritt“, sollen sowohl die historischen Hintergründe seines Scheiterns, als auch Perspektiven diskutiert werden. Der Hitler-Stalin-Pakt, die Verfolgung von Menschen, die nicht der Parteilinie entsprachen, und die Pogrome gegen Jüdinnen und Juden sind nur ein Teil dessen, was das Ende des staatlichen Experimentes Kommunismus bereits vorweggenommen und die Idee einer anderen Gesellschaftsform stark beschädigt hatte. Erst mit dem Blick auf die Bedingungen, die diesen falschen Kommunismus hervorgebracht haben, ist ein anderes Handeln in der Zukunft vorstellbar.

Im zweiten Teil der Reihe soll sich anschließend darüber ausgetauscht werden, wie sich emanzipatorische Linke in einer Gesellschaft einbringen können, für die schon seit 25 Jahren „das Ende der Geschichte“ vorausgesagt wurde. Ist die Utopie einer anderen Gesellschaft heute überhaupt noch vorstellbar? An welcher Stelle lassen sich Teile dieser Idee in der eigenen politischen Praxis wiederfinden? Welche Rolle spielt dabei die sexuelle Emanzipation in der politischen Arbeit? Etliche Fragen also, für die es sich lohnt, in den nächsten Wochen dem Conni einen Besuch abzustatten.

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