Nazis

Widersprüchliche Aussagen zu rassistischem Vorfall in Plauen

In der Nacht zum Dienstag kam es im vogtländischen Plauen zu Auseinandersetzungen rund um eine Unterkunft für Asylsuchende. Nach Informationen der Lokalausgabe der Freien Presse, war in dieser Nacht eine Gruppe von fünf alkoholisierten Männern vor Ort, die sich fremdenfeindlich geäußert haben soll und deren Identitäten durch die Polizei festgestellt werden konnten. Gänzlich anders stellt sich die Situation jedoch nach Informationen von antirassistischen Gruppen in der Region dar, die mit einigen der in dem besagten Gebäude untergebrachten Asylsuchenden sprechen konnten.

Ihnen zufolge waren nicht fünf, sondern 30 bis 50 Personen an dem Überfall beteiligt und sind mit etwa 10 Fahrzeugen geschlossen angereist. Diese attackierten das Gebäude und die in ihm befindlichen Menschen, die sich darin verbarrikadiert hatten, mit Flaschen und Steinen. Laut Zeugenaussagen gab es im Anschluss auch noch eine Auseinandersetzung der Täter mit der gegen 3.30 Uhr eintreffenden Polizei.

Die fünf Personen, deren Personalien vor Ort festgestellt wurden, waren lediglich diejenigen, die nicht schnell genug davon kamen. Sowohl die Heimleitung, als auch die Plauener Polizei äußerten sich dem Bericht zufolge bislang nicht zu den Vorfällen. Es besteht die Gefahr, dass hier möglicherweise ein großangelegter und geplanter Überfall von Nazis auf Asylsuchende totgeschwiegen oder verharmlost werde soll.

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