Nazis

Polizei verhindert Spontandemonstration von Nazis in Mittweida

Durch eine Zeugenaussage konnte die Polizei am Dienstag Abend nach eigenen Angaben eine Spontandemonstration von mehr als 30 Angehörigen der rechten Szene in der 60 Kilometer von Dresden entfernten sächsischen Kreisstadt Mittweida verhindern. Eine Anruferin hatte die Gruppe am Hitlergeburtstag mit schwarz-weiß-roter Fahne auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums gesehen und die Polizei informiert.

Unter den Personen waren zwei junge Männer, die die Polizei der seit mittlerweile drei Jahren verbotenen rechten Gruppierung „Sturm 34“ zuordnet. Die im März 2006 gegründete so genannte „freie Kameradschaft“ hatte über Monate im Landkreis mit brutalen Überfällen auf sich aufmerksam gemacht und auf Veranstaltungen der NPD Ordnerfunktionen übernommen. Die Landtagsabgeordnete der Linken, Kerstin Köditz, hatte den Sturm 34 daraufhin als „bewaffneten Arm der NPD“ bezeichnet. Nach einer Großrazzia im April 2007 war die Gruppe vom damaligen sächsischen Innenminister Albrecht Buttolo verboten worden.

Von allen Anwesenden wurden am Dienstag die Personalien aufgenommen und Platzverweise erteilt. In vier Fällen wurde von der Polizei Anzeige wegen Verstoß gegen das Waffengesetz erstattet.

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