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Besetztes Haus im Hechtviertel wird geräumt (Update 23.03.)

Nur sieben Stunden nach der friedlichen Besetzung eines leerstehenden Hauses im Dresdner Hechtviertel wurde um 22 Uhr mit der Räumung begonnen. Gegen 22 Uhr versuchte eine Einsatzhundertschaft der Dresdner Bereitschaftspolizei zu den etwa 50 BesetzerInnen vorzudringen und verletzte dabei mit Hunden und Schlagstöcken mehrere vor dem Haus stehende Personen. Gleichzeitig wurden ganze Straßenzüge gesperrt und Straßenbahnen umgeleitet. Den Einsatz begleitete neben einigen Polizisten in Zivil auch ein Hubschrauber der Polizei, der mit einem Scheinwerfer versuchte, die umliegenden Straßenzüge auszuleuchten. Gegen 23 Uhr war das Haus schließlich wieder komplett geräumt und die Personalien der BesetzerInnen festgestellt.

Einmal mehr zeigt dieses Beispiel wie auch völlig friedliche Besetzungen zum Übungsfeld für zukünftige Bedrohungsszenarien werden und wie wichtig es ist, sich dem gemeinsam und entschlossen entgegenzustellen.

(Update 22.03.09)

In einer noch in der Nacht veröffentlichten Pressemitteilung der Polizeidirektion Dresden spricht die Polizei vom Verdacht des „besonders schweren Hausfriedensbruchs“ für die insgesamt 18 BesetzerInnen. Ihren Angaben zufolge wurden sie von Anwohnern über Lärm aus einem Wohnhaus informiert und hätten nach einer Aufforderung, dass Gebäude zu verlassen, mit der Räumung begonnen. Das wird von den BesetzerInnen zurückgewiesen. Während die Polizei zunächst noch von keinen verletzten Personen gewußt haben will, so musste sie später jedoch mindestens drei durch Polizeihunde verletzte Personen einräumen.

(Update 23.03.09)

Presseinformationen zufolge musste die Feuerwehr nach der Räumung zu 16 Bränden ausrücken, ein Streifenwagen soll mit Farbbeuteln beworfen worden sein.

Solidarität mit den Betroffenen! Reclaim the city, squat the world!

Kommentare

  1. aufklärung sagt:

    Es ist eine lüge daß es beschwerden wegen lärmbelästigung gab!!
    Die Polizei bekam die informationen von der morgenpost.

  2. stars 'n' stripes sagt:

    Sonntag, 22. März 2009
    Sächsische Zeitung

    Polizei räumt besetztes Haus in Dresden
    Drei Leichtverletzte

    Dresden – Ein besetztes Haus in der Dresdner Neustadt ist am späten Samstagabend von der Polizei geräumt worden. Dabei wurden drei Männer leicht verletzt, wie die Polizei berichtete. Vier Frauen und 14 Männer wurden vorläufig zur Feststellung ihrer Personalien festgenommen und später wieder entlassen. Sie müssen sich wegen schweren Hausfriedensbruchs verantworten.

    Anwohner hatten die Dresdener Polizei über Lärm aus einem leerstehenden Wohnhaus informiert. Als die Hausbesetzer den Aufforderungen zum Verlassen des Hauses nicht nachkamen, begannen Polizeibeamte das Gebäude zu räumen. Eine Stunde später war die Räumung beendet. Rund 100 Polizisten waren im Einsatz.

    Auf der Straße sammelten sich rund 150 Sympathisanten und Zuschauer. An den Absperrungen kam es zu Rangeleien mit den Polizeibeamten. Dabei wurden drei Männer von Diensthunden gebissen und leicht verletzt. Die Polizei hatte zunächst berichtet, es habe keine Verletzten gegeben und die Räumung sei insgesamt weitgehend friedlich verlaufen.

    Auf der linksalternativen Internetseite Indymedia warfen die Besetzer der Polizei vor, sie sei bei der Räumung brutal vorgegangen. Das leerstehende Haus in der Hechtstraße war am Nachmittag von jungen Menschen aus der linksalternativen Szene besetzt worden. (dpa)

    Bildergalerie der Räumung: http://www.sz-online.de/_tools/galerie/fotos.asp?artikel=2108166

    http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2108166

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    © DNN-Online, 22.03.2009, 11:04 Uhr

    Polizei räumt besetztes Haus in Dresden – drei Leichtverletzte nach Hundebissen

    Dresden. Ein besetztes Haus in der Dresdner Neustadt ist am späten Samstagabend von der Polizei geräumt worden. Dabei wurden drei Männer leicht verletzt, wie die Polizei berichtete. Vier Frauen und 14 Männer wurden vorläufig zur Feststellung ihrer Personalien festgenommen und später wieder entlassen. Sie müssen sich wegen schweren Hausfriedensbruchs verantworten.

    Anwohner hatten die Dresdener Polizei über Lärm aus einem leerstehenden Wohnhaus in der Hechtstraße informiert. Als die Hausbesetzer den Aufforderungen zum Verlassen des Hauses nicht nachkamen, begannen Polizeibeamte gegen 22 Uhr das Gebäude zu räumen. Eine Stunde später war der Einsatz beendet. Rund 100 Polizisten waren vor Ort. Auch in Hubschrauber kreiste.

    Auf der Fritz-Reuter-Straße sammelten sich rund 150 Sympathisanten und Zuschauer. An den Absperrungen kam es zu Rangeleien mit den Polizeibeamten. Dabei wurden drei Männer von Diensthunden gebissen und leicht verletzt. Die Polizei hatte zunächst berichtet, es habe keine Verletzten gegeben und die Räumung sei insgesamt weitgehend friedlich verlaufen. Die Fritz-Reuter-Straße war während des Polizeieinsatzes, zwischen der Königsbrücker Straße und der Hansastraße, gesperrt. Es kam zu Verkehrseinschränkungen.

    Auf der linksalternativen Internetseite Indymedia warfen die Besetzer der Polizei vor, sie sei bei der Räumung brutal vorgegangen. Das leerstehende Haus war am Nachmittag von jungen Menschen aus der linksalternativen Szene besetzt worden. mro/dpa

    http://www.dnn-online.de/aktuell/content/91824.html

  3. farfalla sagt:

    Morgen 22. März ist 18 Uhr am Albertplatz Treff zur Solisponti für die BesetzerInnen und gegen Polizeigewalt…kommt zahlreich!

  4. ag_freiraum dresden sagt:

    ACHTUNG!
    der treffpunkt ist NICHT der albertplatz sondern der pirnaische platz. 18.00Uhr
    dannach werden wir wieder friedlich ins nette kleine hechtviertel gehen und zu abend essen…

    eine bitte haben wir noch:
    Schreit dieses mal nicht nur „…fuck the police!“ SONDERN FICKT DIE COPS AUCH MAL RICHTIG!!!
    (sprichwörtlich)
    desweiteren wäre es nett wenn keine privatautos etc. zerstört werden. wir haben schließlich ein positives ziel…

    danke.
    acab

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