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Die 24. Auflage der „Bunten Republik Neustadt“ hat begonnen

13. Juni 2014 - 18:54 Uhr

Wenn zur Stunde die Linie 13 der Straßenbahn nicht mehr in Richtung des Filmtheaters Schauburg fährt, dann ist es wieder soweit, das wohl bunteste Viertel in Dresden feiert sich am dritten Juniwochenende selbst. Bei der diesjährigen nun schon 24. Auflage der „Bunten Republik Neustadt“ erwartet die Besucherinnen und Besucher wieder eine schier endlose Auswahl an Musikveranstaltungen, Essens- und Getränkeständen. Wer es erst einmal durch das Gedränge in die Äußere Neustadt geschafft, dürfte im umfangreichen Programm die passende Veranstaltung für sich finden. Doch aufgepasst, Entfernungen von wenigen Metern können an diesen Tagen besonders in der Alaun- und Louisenstraße zu einem Geduldsspiel werden.

Was für einen der Grund ist, den Stadtteil über das Wochenende zu verlassen, lockte allein im vergangenen Jahr wieder mehr als 100.000 Menschen in die Straßen des Szeneviertels. Doch es ist nicht mehr alles Gold, was glänzt. Bürokratische Hürden, die Besetzung ganzer Straßenzüge durch Polizeieinheiten aus benachbarten Bundesländern, ein Glasflaschenverbot und wild pinkelnde Menschen sind nur einige der Punkte, die das Fest sehr zum Unmut vieler Bewohnerinnen und Bewohner verändert haben. Obwohl auf Grund der im Februar begonnenen Bauarbeiten für die neue Turnhalle des Gymnasiums Dreikönigschule deutlich weniger Platz zur Verfügung steht, als noch in den letzten Jahren, stieg die Zahl der durch die Ordnungsbehörde der Stadt genehmigten Stände von 275 auf 335 und damit auf ein neues Rekordhoch. Gleichzeitig hat auch die Zahl der zugelassenen Bierwagen auf nunmehr 46(!) zugelegt. Der professionelle Charakter des Festes wird auch an anderer Stelle sichtbar. So wird es in diesem Jahr erstmals ein gedrucktes Programmheft geben.

Den ursprünglichen Charakter des Festes zu finden, dürfte sich von Jahr zu Jahr schwieriger gestalten. Am ehesten lässt sich eine relativ entspannte BRN noch im Bereich des Lutherplatzes erleben, alternativ sei euch auch ein Besuch des von Kultur Aktiv e.V. organisierten „Lustgarten“ zwischen Böhmischer und Bautzner Straße ans Herz gelegt. Um die durch den Konsum alkoholischer Getränke bedingten Blasenaktivitäten in den Griff zu bekommen, gibt es auf der Katharinenstraße, der Louisenstraße, und am Martin-Luther-Platz Toilettencontainer. Auswärtigen Besucherinnen und Besuchern wird empfohlen, das Netz des öffentlichen Personennahverkehrs zu nutzen, da sich die Parkplatzsituation in den angrenzenden Straßenzügen erfahrungsgemäß schwierig gestalten dürfte. Im Festgebiet zwischen Bautzner Straße, Königsbrücker Straße, Bischofsweg und Prießnitzstraße gilt bis Montagmorgen ein striktes Halteverbot. Für wen das alles zu viel werden sollte, dem empfehlen wir zumindest für Samstag einen Besuch des Columbusstraßenfestes im nur wenige Kilometer entfernten Stadtteil Löbtau.

Eindrücke vom vergangenen Jahr:


Veröffentlicht am 13. Juni 2014 um 18:54 Uhr von Redaktion in Freiräume, Kultur

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