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Dresdner Verein setzt sich für Modellprojekt ein

Mit einem Antrag hat der zu Jahresbeginn neu gegründete Verein „Elixir“ die Stadt dazu aufgefordert, das Gelände Königsbrücker Straße 117a/119 nicht zu verkaufen. Stattdessen sollen die Grundstücke in städtischem Besitz bleiben und die Vergabe über einen Erbbaurechtsvertrag und eine Konzeptausschreibung erfolgen. Nach ihren Vorstellungen soll auf dem Gelände künftig neben gemeinsam von Geflüchteten sowie Dresdnerinnen und Dresdnern genutzten Wohnraum, auch ein interkulturelles Zentrum für Begegnungen, Kultur und Lernen entstehen. Ursprünglich hatte die Stadt die Grundstücke bereits bis zum 21. Januar zum Verkauf ausgeschrieben.

Der Verein hofft nun auf einen Stopp der Ausschreibung und die Gesprächsbereitschaft von Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP): „Bereits im November 2015 hatte OB Hilbert angekündigt, Dresden zu Asyl-Vorzeigestadt zu machen. Es sollte deshalb im Interesse der Stadt sein, auf Modellprojekte zur Integration wie das Elixir zu setzen.“ Die große Unterstützung des Vereins zeige, „dass die Stadtgesellschaft ein solches Modellprojekt braucht – sowohl für ein positiveres Stadtklima als auch, um ein Zeichen über die Stadtgrenzen hinaus zu setzen und ein anderes Bild von Dresden zu zeigen“.

Das Experimentierzentrum für interkulturelles Leben in Dresden (Elixir) ist ein Verein, der sich für das Projekt auf dem Gelände der Königsbrücker Str. 117a/119 einsetzt. Der Träger des neuen Projektes soll eine Genossenschaft für interkulturelles Leben, Wohnen und Arbeiten sein, die die Vielfalt der Bevölkerung in Dresden abbildet. Zugleich ist es nicht nur der Versuch, gemeinsam Strukturen und Rahmenbedingungen des Zusammenlebens zu erkunden, sondern auch als praktischer und wichtiger Beitrag für das Zusammenleben in der Landeshauptstadt zu verstehen. Wer die Idee unterstützen möchte, kann das an dieser Stelle tun.

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