Kultur

Umundu Festival 2016

Mit einer Vernissage und einem Film hat am Donnerstag in Dresden bereits zum achten Mal das Umundu-Festival für nachhaltige Entwicklung unter dem Motto: „Our urban Future“ begonnen. Nachdem der Fokus im vergangenen Jahr auf dem Thema „Böden“ lag, soll es in diesem Jahr um die Frage gehen, wie wir alle dazu beitragen können, den urbanen Raum zu einem lebenswerten Ort zu machen. Dazu finden im gesamten Stadtgebiet mehr als 60 Veranstaltungen (*.pdf) statt, in denen noch bis zum 29. Oktober in zahlreichen Vorträgen und Workshops Wissen ausgetauscht und diskutiert werden kann. Im Zentrum soll dabei die Frage stehen, welche Rolle dabei eine aktive Zivilgesellschaft als Impulsgeber eines zukunftsfähigen Wandels spielen kann.

Derzeit lebt rund die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten. Bis 2050 soll der Anteil der Bevölkerung im urbanen Raum sogar auf 80% ansteigen. Die Stadt gilt als Zentrum des sozialen und kulturellen Lebens, als Nährboden gesellschaftlicher und politischer Modernisierung, wissenschaftlichen Fortschritts und wirtschaftlicher Entwicklung. Zugleich steht der urbane Raum jedoch auch für eine ganze Reihe von globalen Herausforderungen: Zerstörung landwirtschaftlich genutzter Fläche und der Natur, 70% der globalen Treibhausgasemissionen und Abfallproduktion, Wohnungsnot. Es liegt also nah, dass eine gesellschaftliche Veränderung in Fragen der Nachhaltigkeit zunehmend auf neue Lösungsansätze angewiesen sein wird.

Neben einer Dauerausstellung im Kunstraum geh8, bei der anhand weltweiter Beispiele Möglichkeiten für eine „Stadtentwicklung von unten“ aufgezeigt werden sollen, findet an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) am kommenden Wochenende ein Festivalsymposium statt, in dem die globale Perspektive im Vordergrund stehen soll. Dort wollen Expertinnen und Experten aus Zivilgesellschaft, Politik, Wissenschaft und Wirtschaft zunächst Problemfelder, Hintergründe und Zusammenhänge aufzeigen und anschließend über aktuelle Entwicklungen, Positionen, Perspektiven und Lösungsansätze miteinander ins Gespräch kommen.

In der zweiten Festivalwoche vom 24. bis zum 29. Oktober rücken vor allem lokale Akteure in den Blickpunkt, um nicht nur nachhaltige Alltagspraxis in Dresden sichtbar zu machen, sondern Bürgerinnen und Bürger der Stadt zum Mitmachen zu motivieren. Parallel dazu werden zu einzelnen Themenschwerpunkten in Dresdner Kinos Filme gezeigt werden. Das Festival wird seit 2009 vom Verein Sukuma arts organisiert, der es sich zum Ziel gesetzt hat, eine verantwortungsbewusste und rücksichtsvolle Zivilgesellschaft zu aktivieren und zu stärken. Gemeinsam mit engagierten zivilgesellschaftlichen Akteuren soll ein öffentliches Forum geschaffen werden, um nachhaltige Entwicklung und gesellschaftliche Transformation bürgernah und demokratisch zu gestalten.

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