Nazis

Rechter Übergriff in Schmiedeberg und Brandanschlag in Pirna

Im nur 30 Kilometer von Dresden entfernten Schmiedeberg ist nach Polizeiangaben am Dienstagabend ein Asylsuchender aus Pakistan von bislang Unbekannten angegriffen und schwer verletzt worden. Der Mann war auf dem Weg von einem Supermarkt zu seinem Wohnheim von hinten angegriffen und mit einem knüppelähnlichen Gegenstand niedergeschlagen worden. Wenig später seien weitere Männer aus einem Auto ausgestiegen und hätten so lange auf den am Boden liegenden Mann eingetreten, bis dieser das Bewusstsein verlor. Im Anschluss an die Tat floh die Gruppe mit einem PKW auf der Bundesstraße 170 in Richtung Dresden. Die Polizei sucht nun nach Zeugen, die ein vollbesetztes Fahrzeug in Tatortnähe gesehen haben. Personen, die Hinweise auf den oder die Täter geben können, werden gebeten, sich beim Polizeirevier Dresden, Telefon 0351-4830 oder in Dippoldiswalde unter der 03504-6370 zu melden.

Das Heim für Asylsuchende war erst im Herbst vergangenen Jahres eröffnet worden und bietet inzwischen Platz für rund 160 Menschen. Der Übergriff, der für den Mann im Krankenhaus endete, ist jedoch kein Einzelfall. Nur wenige Tage nach dem Einzug der ersten Asylsuchenden im Juli vergangenen Jahres hatten in der erzgebirgischen Stadt die Insassen eines vollbesetzten Autos an zwei aufeinanderfolgenden Tagen versucht, mehrere auf dem Hof stehende Bewohnerinnen und Bewohner der Unterkunft anzufahren. Im gleichen Monat hatte das Landeskriminalamt zwei Männer im Alter von 21 und 40 Jahren festgenommen, die im Verdacht standen, für einen Brandanschlag auf eine von Asylsuchenden bewohnte Unterkunft in Langburkersdorf verantwortlich gewesen zu sein.

Am gleichen Tag wurde im nur wenige Kilometer entfernten Pirnaer Stadtteil Copitz ein vietnamesischer Imbiss durch einen Brand zerstört. Die von einer Anwohnerin herbeigerufene Feuerwehr benötigte mehr als eine Stunde, um die Flammen in unmittelbarer Nähe eines Einkaufszentrums zu löschen. Dennoch konnten die Feuerwehrleute nicht verhindern, dass die Flammen das erst fünf Monaten zuvor eröffnete Geschäft vollständig zerstörten. Da bereits am 7. April unweit des Imbisses mehrere Mülltonnen angezündet worden waren, ermittelt die Polizei jetzt wegen Brandstiftung und schließt einen „rechtextremistischen Hintergrund“ nicht aus. Der 52jährige Inhaber des Imbisses schätzt den entstandenen Schaden auf insgesamt rund 10.000 Euro. Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 0351-4832233 entgegen.

Und ebenso in Pirna sind neben einer Vielzahl von Sachbeschädigungen und rechten Propagandadelikten auch Übergriffe aus rechten Motiven keine Seltenheit. Am 5. Januar war es nach Angaben des Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Linken-Landtagsabgeordneten Kerstin Köditz zu einem rassistischen Übergriff auf zwei Personen gekommen, bei dem beide leicht verletzt worden. Nur einen Monat später war am 26. Februar ein 15jähriger an einer Bushaltestelle von einem Mann mit einer Bierflasche am Kopf verletzt worden. Direkt im Anschluss zog er den Jugendlichen an den Haaren zu Boden und schlug weiter auf ihn ein. Der Täter hatte sich am Outfit des Betroffenen gestört.

Kommentare

  1. fack sagt:

    30.07.2013: Dresden Neustadt (Stadt Dresden)

    Naziparolen in der Neustadt

    Gegen 22.30 Uhr passierten 6 Männer mehrfach hintereinander „Sieg Heil“ rufend die Ecke Görlitzer Straße – Louisenstraße.

    schöne kacke, dass das auchma publik wird!

  2. Kaltschale sagt:

    Naziaktivitäten könnt ihr auch bei der URA-DD melden.

    http://uradresden.noblogs.org/naziaktivitaten-melden/

  3. Nick sagt:

    laut südddeutsche ist die sächsische schweiz bereinigt 🙂
    so ein peinlicher artikel: http://www.sueddeutsche.de/politik/wahlkreis-atlas-der-braune-fleck-verschwindet-1.1755729

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