Nazis | News

„Handschellen für Nazi-Ganoven“

Die Wahlplakate der NPD in der sächsischen Landeshauptstadt waren das Ziel der ver.di Jugend, die am Donnerstagabend mit einem kreativen Einsatz den Landtagswahlkampf der rechtsextremen Partei störte. Mit ihrer „Adbusting“ genannten Aktion nahm die Gewerkschaftsjugend die für die Landtagswahl Ende August geklebten Wahlplakate aufs Korn. „Handschellen für uns Ganoven“, „Vernunft statt NPD“ oder „Höchststrafe für Inder-Schänder“ war in Dresden zu lesen.

Die originelle „Verfremdung“ der NPD-Wahlkampfplakate fand viel Beifall bei Touristinnen und Touristen und auch in der Dresdener Bevölkerung – Bemerkungen wie „Sehr gut, weiter so“ oder „Das müssten viel mehr Leute machen“ begleiteten die kreative Aktion der ver.di Jugend-Aktiven.

„Mit unserer Aktion beziehen wir klar Stellung gegen den Einzug rechtsextremer Parteien in die Landesparlamente“ erklärt Ringo Bischoff, Bundesjugendsekretär der ver.di Jugend. „Wir wollen deutlich zu machen, dass die rechten Parteien die sozialen Probleme der Menschen nur aufgreifen, um sie für ihre antisemitische, rassistische und nationalistische Propaganda zu missbrauchen“ so Bischoff weiter. „Bei den letzten Landtagswahlen haben die Rechten hier in Sachsen über neun Prozent der Stimmen bekommen und sie sind auch in mehreren Stadtparlamenten stark vertreten – das können wir nicht einfach so hinnehmen.“

Die Aktion der Jung-Gewerkschafter fand statt im Rahmen der aktuellen Kampagne der ver.di Jugend „Was soll Politik?“, mit der die Gewerkschaftsjugend im Super-Wahljahr 2009 die Politik offensiv mit den Forderungen und Wünschen der jungen Generation konfrontiert.

Die Aktion in der sächsischen Landeshauptstadt bildete den Auftakt zu einer ganzen Reihe von öffentlichen Aktivitäten im Rahmen von „Was soll Politik?“. „Das wird ein bunter Sommer“, verspricht Bundesjugendsekretär Bischoff.

ver.di Plakataktion ver.di Plakataktion ver.di Plakataktion ver.di Plakataktion

Quelle: ver.di Jugend (08.08.09)

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *