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Polizei beendet Gedenken an Jahrestag der Befreiung

Wenig Verständnis für die Freude anlässlich des 8. Mai zeigte die Dresdner Polizei am gestrigen Abend in der Äußeren Neustadt. Nachdem wie schon in den vergangenen Jahren an der Kreuzung Louisen- Ecke Rothenburger Straße dutzende Menschen die bedingungslose Kapitulation Nazideutschlands und das damit verbundene Ende des Zweiten Weltkrieg mit Transparenten, Sekt und Pyrotechnik feierten, schritten die herbeigerufenen Beamtinnen und Beamten ein und erteilten nach eigenen Angaben insgesamt 13 Menschen einen Platzverweis. Im Unterschied zum jährlichen Gedenken an die Bombardierung der Stadt im Februar 1945 gab es auch in diesem Jahr erneut keinerlei öffentliche Gedenkveranstaltungen an den 72. Jahrestag der Befreiung.

Nach einer rund zweihundert Bürgerinnen und Bürgern besuchten Kunstaktion des PEGIDA-nahen Dresdner Kabarettisten Uwe Steimle am Vormittag auf dem Dresdner Neumarkt kam es am frühen Montagabend zum offiziellen Schulterschluss zwischen der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD) und PEGIDA. Unter dem Motto „Zeit für Veränderungen“ waren dabei mehr als 2.200 Menschen durch die Sächsische Landeshauptstadt gezogen und obwohl es an dem Abend zumindest zwischen beiden Bühnen eine räumliche Trennung gab, waren sowohl die Ordner, als auch die Anlage identisch. Nach den Querelen in der Vergangenheit war auf dem letzten Parteitag der AfD in Weinböhla das zuvor geltende Auftritts- und Redeverbot für Mitglieder der Partei aufgehoben worden.

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