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Christliche Fundamentalisten in Ostsachsen

22. Oktober 2009 - 18:38 Uhr

Nach einem Hintergrundbericht des ARD Politikmagazins Panorama, über eine christlich-fundamentalistische Sekte in der ostsächsischen Kleinstadt Herrnhut, hat sich die evangelische Kirche unter Landesbischof Jochen Bohl von der so genannten „Jugend mit einer Mission“ in einer Presseerklärung distanziert. Bereits vor fünf Jahren war das neu geschaffene Schulungszentrum massiv in die Kritik geraten.

Viele der oft jungen Menschen reisen für ihre praktische Missionsarbeit an aktuelle Kriegsschauplätze wie etwa nach Afghanistan oder in den Irak. Ihr Anliegen ist es, die Menschen vor Ort vom christlichen Glauben zu überzeugen. Dass diese Missionsarbeit sehr gefährlich werden kann, beweist der Tod von zwei jungen Frauen Anfang Juni nahe der nordjemenitischen Stadt Saada. Dabei waren die beiden Bibelschülerinnen aus Lemgo verschleppt und umgebracht worden.

Die evangelikale Organisation wurde in den 60er Jahren in den USA gegründet und hat weltweit mehr als 60.000 Anhängerinnen und Anhänger.

Ebenfalls sehr sehenswert ist die zwei Jahre alte Dokumentation „Fanatisch, fundamentalistisch, fromm“ über Fundamentalismus in Judentum, Christentum und Islam:


Veröffentlicht am 22. Oktober 2009 um 18:38 Uhr von Redaktion in Kultur, News

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