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Sachsen: Auftritt der NPD-Kontrahenten

Von Andrea Röpke/Maik Baumgärtner

Am kommenden Wochenende wird es in Sachsen gleich mehrere Auftritte von Rechtsextremisten geben.

Die am kommenden Sonntag, den 22. März für Delitzsch geplante Podiumsveranstaltung des Freien Netzes Mitteldeutschland mit Udo Voigt und Udo Pastörs soll weiterhin stattfinden. Neonazis mobilisieren nach Leipzig, Treffpunkt ist der Parkplatz am Sportforum/Arena zwischen 13.30 und 14.30 Uhr. Anreisende Gäste werden von einem eigenen Ordnerdienst in weißen Hemden und schwarzen Hosen betreut. So soll ein seriöser interner Austausch − auch ohne kritische Presse − durchgesetzt werden. Die Veranstalter wollen „keinen Spielraum für Wahlkampfokkupierung“ lassen. Die Kontrahenten-Aussprache soll „pünktlich“ um 15.00 Uhr beginnen. Insider vermuten, dass sich die Neonazis auf das Gelände des Vereines „Gedächtnisstätte“ in Borna zurückziehen könnten. Dort soll einer der Aktivisten des „Freien Netzes“ als Hausmeister fungieren, außerdem stellen Anhänger dort immer wieder den Wachdienst. In dem weißen Prachtbau, der einer Revisionistengruppe aus Vlotho zugeordnet wird, finden immer wieder ungestört neonazistische Veranstaltungen und Treffen statt.

Gegen das geplante Fußballtunier von jüngeren Kameradschaftsanhängern am Samstag in Geithain gibt es kaum eine rechtliche Handhabe, da sich die Mehrzweckhalle in privatem Besitz befindet. In Rothenburg in der Oberlausitz mehren sich dagegen die Proteste gegen die geplante Vortrags- und Musikveranstaltung unter anderem mit Jürgen Rieger in Geheege am Samstag, den 21. März.

Bekannt wurde jetzt auch, dass der NPD-Kreisverband Meißen unter Mirko Beier einen Vortrag im „Kameradschaftsheim des DS-Verlages“ in Riesa durchführen möchte. Die Diskussionsveranstaltung mit dem Großenhainer Stadtrat Carsten Heine soll am Samstag um 15.00 Uhr beginnen. Intern wird auf Heines „schillernde“ politische Biografie verwiesen. So sei er NVA-Offizier für Panzertechnik und Gründer der KPD nach der Wende gewesen, engagierte sich in der SPD, zog später für den Arbeitslosenverband Deutschland e.V. in den Stadtrat ein. Heute gilt er als Anhänger der Theorien von Silvio Gesell und für die NPD als „Freigeist“.

Quelle: Blick nach Rechts

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