Nazis

Rechte Gewalt an einem Freitag in Dresden

28. Januar 2021 - 09:46 Uhr

Am vergangenen Freitag kam es in Dresden zu einer Reihe von rechten Straftaten, insgesamt drei fanden sich schließlich im hiesigen Polizeibericht wieder. Es ist davon auszugehen, dass die Dunkelziffer solcher Taten deutlich höher liegen dürfte. Wenn Euch solche Taten bekannt werden oder ihr womöglich Betroffene rechter Gewalt geworden seid, meldet Euch bitte bei Support, der Opferberatung des RAA Sachsen für professionelle Beratung und Unterstützung.

Bereits in den Mittagsstunden war es in der Hubertusstraße in Pieschen und wenig später auf der Antonstraße in der Äußeren Neustadt zu zwei Polizeieinsätzen gekommen, nachdem mehrere Personen rechte Parolen gerufen hatten. Die durch Zeug:innen gerufene Polizei konnte in Pieschen zwei Männer im Alter von 18 und 20 Jahren feststellen, die darüber hinaus den verbotenen Hitlergruß gezeigt hatten. Ein dritter Beteiligter entkam unerkannt. Kurz darauf wurde auf der Antonstraße ein 69jähriger Mann durch die Polizei kontrolliert, der ebenfalls rechte Parolen gerufen und den Hitlergruß gezeigt hatte.

Ein körperlicher Übergriff ereignete sich um 14.45 Uhr in der Dresdner Friedrichstadt unweit des Stadtzentrums. Dort wurde nach Polizeiangaben ein 30 Jahre alter Mann auf der Seminarstraße von einem 31-Jährigen nach rassistischen Beleidigungen körperlich angegriffen, blieb jedoch glücklicherweise unverletzt. Kurz zuvor hatte der Betroffene ein Paket abgegeben. In dem Fall ermittelt der Staatsschutz der Polizei wegen Körperverletzung und Beleidigung.

Am frühen Abend kam es schließlich in einem DVB-Linienbus in Cossebaude zu einem rechtsmotivierten Vorfall, bei dem gegen 17.30 Uhr ein 14 Jahre altes Mädchen beleidigt und bespuckt wurde. Nachdem der bislang noch unbekannte Mann in einen Bus der Linie 75 gestiegen war, beleidigte er das Mädchen rassistisch und spuckte ihr auf die Schuhe. Als er im Anschluss daran wieder ausstieg, zeigte auch dieser Täter den Hitlergruß und verschwand.


Veröffentlicht am 28. Januar 2021 um 09:46 Uhr von Redaktion in Nazis

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