Alle Artikel zum Thema: Nazis

Antifa

Gedenken an an Jorge Gomondai 2016

5. April 2016 - 20:39 Uhr

In Erinnerung an den Tod von Jorge João Gomondai wird am Mittwoch um 17 Uhr eine vom Ausländerrat der Stadt organisierte Gedenkkundgebung stattfinden. Der Mosambikaner war am 6. April 1991 an den Folgen seiner schweren Verletzungen in einem Dresdner Krankenhaus gestorben. Wenige Tage zuvor war der als Vertragsarbeiter in die ehemalige DDR gekommene Mann am Albertplatz in eine Straßenbahn gestiegen und von einer Gruppe rassistisch beschimpft worden. Kurz darauf fand die Fahrerin den 28-Jährigen nur 150 Meter von der Haltestelle entfernt blutend neben einer geöffneten Tür. Jorge Gomondai wurde zum ersten Todesopfer rechter Gewalt nach der Wiedervereinigung.

Weiterlesen


Kultur

Heulen die Wölfe wieder?

15. März 2016 - 03:09 Uhr

Vom Mittwoch an findet bis zum 23. März auf dem Dresdner Neumarkt die Freiluftausstellung „Die Wölfe sind zurück“ des in Brandenburg lebenden Künstlers Rainer Opolka statt. An dem Ort, wo sonst Montag für Montag lautstark gegen geflüchtete Menschen, Politik und Medien gehetzt wird, ist für mehr als eine Woche ein großes Wolfsrudel zu Besuch, welches nach Aussage des Künstlers stellvertretend für „Hasser, Brandsatz Werfer, Neo-Nazis, wütende Pegidisten und AFDler“ stehen soll. Das Wolfsrudel besteht aus insgesamt 66 bis zu zwei Meter hohe und in Metall bzw. Bronze gegossene „Wolfsmenschen“. Allein für den Transport benötigte Opolka nach eigener Aussage fünf große Sattelschlepper.

Weiterlesen


Nazis

Massiver Anstieg rechter Gewalt in Sachsen

1. März 2016 - 02:07 Uhr

Im zurückliegenden Jahr ist die Zahl der rechtsmotivierten und rassistischen Angriffe deutlich angestiegen. Das geht aus Zahlen hervor, die die Opferberatung des RAA Sachsen e.V. gestern in einer Pressekonferenz vorgestellt hat. Als Schwerpunkte der Gewalt nannte Andrea Hübler von der Opferberatung die Städte Dresden (116) und Leipzig (77), sowie die Landkreise Leipzig (56) und Sächsische Schweiz/Osterzgebirge (55). Während sich die Angriffe in Dresden (+142%) und dem Landkreis Leipzig (+180%) mehr als verdoppelt haben, wurden in den Landkreisen Sächsische Schweiz/Osterzgebirge (+267%) und Meißen (+240%) sogar dreimal so viele Angriffe gezählt. Insgesamt kam es in Sachsen im vergangenen Jahr zu mindestens 477 rechtsmotivierten und rassistischen Angriffen. Ein Großteil dieser Angriffe war rassistisch motiviert (285) oder richtete sich gegen politische Gegnerinnen und Gegner (141).

Weiterlesen


Lesenswert

Warten auf das erste Urteil gegen die Brandstifter

2. Dezember 2015 - 13:07 Uhr

Und wieder ein Anschlag. Fast täglich ist das inzwischen deutsche Wirklichkeit: Angriffe auf Flüchtlinge, ihre Helfer, ihre Heime. Wegen eines Brandanschlags verurteilt wurde noch niemand. Ein Skandal, findet nicht nur die Linkspartei und bringt die Bundesanwaltschaft ins Spiel. Auch die Strafbehörden wünschen sich ein Signal.

Quelle: Deutschlandfunk (27.11.2015)


Nazis

Rassistischer Übergriff im Hauptbahnhof

28. September 2015 - 18:05 Uhr

Bei einem rassistischen Übergriff wurde am späten Samstagabend ein Asylsuchender aus Pakistan im Dresdner Hauptbahnhof durch vier Personen angegriffen und verletzt. Auf die Frage, ob er Asylbewerber oder Tourist sei, habe er sich als Asylsuchender zu erkennen gegeben und wurde daraufhin rassistisch beleidigt und gestoßen. Bei dem Versuch, sich zu entfernen, schlug ihn anschließend einer der Täter mit einer Bierflasche nieder.

Weiterlesen


Nazis

Kundgebung nach Überfall auf Geflüchtete in Heidenau

28. September 2015 - 01:33 Uhr

Als Reaktion auf einen offenbar rechtsmotivierten Überfall versammelten sich am frühen Sonntagabend in Heidenau rund 100 Menschen unmittelbar vor der örtlichen Erstaufnahmeeinrichtung, um sich damit solidarisch mit den Betroffenen zu zeigen. Zuvor hatte die Polizei eine Demonstration mit dem Verweis abgelehnt, nicht genug Personal für den Schutz der Veranstaltung zur Verfügung stellen zu können. Nach dem Überfall vom Vorabend hatten sich auch am Sonntag wieder kleinere Gruppen mit Nazis in der Nähe getroffen. Grund genug für Warnungen an die in Heidenau untergebrachten Asylsuchenden, ihre Unterkunft in Zukunft nur noch in größeren Gruppen zu verlassen. Dennoch, so berichtete Asylsuchende weiter, seien weniger körperliche Angriffe, als vielmehr die täglich erlebte offene Anfeindung für sie das Problem. Bevor die aus Dresden angereisten Aktivistinnen und Aktivisten nach etwa zwei Stunden den Ort wieder verließen, tanzten und sangen sie noch einmal gemeinsam mit den in dem ehemaligen Baumarkt untergebrachten Menschen.

Weiterlesen


Nazis

Angriff auf Asylsuchende in Stetzsch

28. September 2015 - 00:00 Uhr

In dem zu Dresden gehörenden Stadtteil Stetzsch wurden nach Angaben der Polizei am Freitagabend zwei Asylsuchende aus Syrien und dem Irak mit einer ätzenden Flüssigkeit angegriffen und verletzt. Der 24jährige Syrer und der 32jährige Iraker waren demnach in der Flensburger Straße auf zwei Fahrrädern unterwegs, als sie aus einem weißen Kleintransporter heraus mit einer unbekannten Flüssigkeit bespritzt wurden. Bei dem Fahrzeug soll es sich möglicherweise um einen Mercedes-Sprinter gehandelt haben.

Weiterlesen


Nazis

Pogromstimmung in Heidenau – Polizei lässt Nazis gewähren

24. August 2015 - 01:09 Uhr

In der zweiten Nacht in Folge ist es vor den Augen der Polizei im sächsischen Heidenau zu rechten Ausschreitungen gekommen (Fotos 1 | 2 | 3). Im Gegensatz zur Nacht auf Samstag griffen Nazis dabei auch eine linke Kundgebung mit Flaschen, Böllern und Steinen an. Die anwesende Polizei reagierte darauf mit der Einkesselung und dem Abfilmen der antirassistischen Kundgebung sowie dem Einsatz von Pfefferspray und Tränengas gegen die Nazis. Bei den nächtlichen Ausschreitungen wurden nach Polizeiangaben zwei Beamte verletzt. Eine Person wurde vorläufig festgenommen, insgesamt 65 Platzverweise wurden ausgeteilt. Als Reaktion auf die über zwei Tage andauernden Ausschreitungen hatte Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) am Sonntag das Gebiet vor der Unterkunft und die Heidenauer Innenstadt zum Kontrollbereich erklärt. Damit kann die Polizei anlasslos Personenkontrollen durchführen sowie Platzverweise und Aufenthaltsverbote aussprechen.

Weiterlesen


Nazis

Rechter Angriff auf Unterkunft für Asylsuchende

27. Juli 2015 - 00:22 Uhr

Nicht einmal 48 Stunden nach den rechten Übergriffen auf der Bremer Straße, griffen Nazis am Sonntag im Dresdner Stadtteil Stetzsch eine für Asylsuchende gedachte Unterkunft mit Steinen an und zerstörten dabei mehrere Scheiben. Wenig später stellte die Polizei noch in der Nähe des Tatortes die Identität von insgesamt 27 verdächtigen Personen aus der rechten Szene fest und prüft nun, ob die Gruppe mit dem Angriff in Zusammenhang steht. Unter den an einer Tankstelle kontrollierten Personen waren auch einige derjenigen, die am Freitag bundesweit für Schlagzeilen gesorgt hatten. Die Polizei kündigte nach dem gestrigen Vorfall an, in den kommenden Tagen an der Unterkunft Präsenz zu zeigen. Gleichzeitig macht der Angriff sowie weitere Angriffsversuche in den vergangenen Tagen in der Friedrichstadt deutlich, dass die Dresdner Polizei offensichtlich nicht in der Lage zu sein scheint, für einen ausreichenden Schutz vor rechten Übergriffen zu sorgen.

Weiterlesen